Von St. Louis auf den Prizer Point

Der Entschluß war spät gefallen, aber er ist gefallen. Aufgrund (der oben schon beschriebenen Wetterprobleme) mußte der Blue Ridge Pkwy. dran glauben und ich ging direkt auf die Südroute nach Atlanta. Nun hat es schon bis 11 Uhr gedauert, bis ich mich zu diesem drastischen Entschluß durchringen konnte. Also konnte ich an dem Tag nicht mehr allzuweit kommen. Also nahm ich die Landkarte, suchte einen Campingplatz in der Hälfte und kam auf Nashville. Die verlangen dort aber für einen Stadtplatz (i.a. recht laut) $47 die Nacht. Kann es wohl nicht sein. Drum blieb ich einige Meilen vor Nashville im ‚Land between the Lakes‘.

Zunächst ging es somit wieder über den Fluß, denn mein Campingplatz lag eigentlich in Illinois. Und da gibt es eine sicherlich alte Stahlbrücke, die schon sehenswert ist:

Die mächtige Donaubrücke zeigt ein dichtes Geflecht aus braunen Stahlträgern, während ein blauer Kleinwagen auf dem Asphalt des Gehsteigs davonfährt und im fahlen Dunst des Hintergrunds verschwindet

Diese Stahlbrücken sind aber keine Sonderlösung. Die gibt es überall in den USA. Auch auf den Interstates, wie hier:

Blick auf die massive Stahlkonstruktion der Crescent City Connection über den Mississippi in New Orleans mit mehrspuriger Fahrbahn und leuchtend orangen Baustellenmarkierungen auf dem Gehsteig

Am Nachmittag ging es dann von der Interstate runter. Normalerweise liegen die Campingplätze an der Interstate, da dort die Grundstücke billig und die Anfahrt kurz ist. Dieser Campingplatz liegt aber an einem Fluß, und so waren knappe 20mi dorthin zurückzulegen. Auf verwunschenen Straßen, wie dieser:

Eine asphaltierte Landstraße mit doppelter Bodenmarkierung führt durch einen dichten Wald, begleitet von einer Leitplanke am linken Fahrbahnrand und einem roten Auto in der Ferne unter hellblauem Himmel mit leichten Wolkenstreifen

Oder dieser (zum Glück wußte mein TomToim wo es hingehen sollte, denn beschriftet war da nix und man wechselte von  Countystraße auf Countystraße auf Countystraße …):

Asphaltierte Landstraße mit doppelter gelber Bodenmarkierung führt durch dichte grüne Wälder, im Hintergrund taucht die weiße Kirchturmspitze auf, unter einem hellblauen Himmel

Dort angekommen war es nicht ganz so leicht wie üblich sich anzumelden, denn eigentlich ist der Platz eine Marina (mit Stellplätzen). Die Campinganmeldung macht man daher am Fluß auf einem Schwimmhaus. Dort erfuhr ich, daß Ike (der Hurrican) dort vorbeigesehen hat und ich doch für die eine Nacht lieber bei den Booten schlafen sollte und nicht im Wald, der noch nicht aufgeräumt war. Dafür hatte ich aber extrem viel Platz:

Ein roter PKW mit offenem Kofferraum steht auf einer grünen Wiese neben einer Rastbank, während ein blaues Igluzelt im Schatten großer Laubbäume lagert

Und die Aussicht war nicht schlecht aber garantiert ungewöhnlich:

Das Panorama zeigt ein breites Gewässer mit lehmigem Ufer, an dem links eine Steganlage mit Booten liegt, während im Hintergrund ein dichter Wald unter blauem Himmel steht

Das Wetter war freundlich und warm, die Gegend extrem ruhig, was will man mehr.

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