Ein dunkler Schimpanse sitzt auf einer dunklen Steinplatte und blickt nachdenklich auf seine rechte Hand, während im Hintergrund eine raue, graue Betonwand verläuft

Der LA Zoo and Botanical Garden

Wenn man schon einige Tage mehr in LA zubringt, dann sollte man sich diese auch zu Nutzen machen. Also habe ich mir ein LA Programm zurechtgelegt. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf Blumen und Tieren (und nicht z.B. auf Kunstsammlungen, die es hier auch gäbe). Den Auftakt dazu macht der LA Zoo.

Der Zoo liegt ca. 40mi nördlich von Redondo Beach, sodaß man genug ‘Spaß’ auf Stadtautobahnen haben kann. Morgen fahre ich einen ähnlichen Weg und da versuche ich die Strecke ein wenig zu fotographieren, damit der geschätzte Leser einen Eindruck bekommt, was man hier so alles auf der Straße erleben kann.

Kurz nach dem Öffnen des Zoos kamen wir an und konnten nach dem Bezahlen des durchschnittlichen Eintrittspreises (mit GRATIS Parken) durch das neue Eingangstor schreiten (als wir zuletzt hier waren, wurde gerade dieser Bereich totalrenoviert). Renovieren ist aber nie out, sodaß eine beachtliche Fläche in der Mitte des Zoos aktuell völlig neu gebaut wird. Das macht auch Sinn, denn viele Käfige sind nach alter Bauart und entsprechend wenig artgerecht. 2010 soll der neue Wald im Herzen des Zoos eröffnet werden.

Dieser Präriehund hat es aber jetzt schon schön:

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Der LA Zoo ist auch gleich ein botanischer Garten. Wegen der Blumen und Pflanzen allein würde ich zwar nicht dorthin gehen, aber zwischendurch findet sich schon das eine oder andere beachtenswerte Stück:

Leuchtend rote Rosenblüten mit satten, grünen Blättern an dornigen Stängeln im Sonnenschein, umgeben von einem unscharfen Blätterhintergrund

Unsere Lieblinge (in allen Zoos) wachen hier über den Eingangsbereich, wo sich die große Runde wieder schließt. Natürlich hat auch in der Rotte eine Frau das Sagen:

Ein graufarbenes Erdmännchen sitzt aufrecht auf einem hellen Stein, blickt aufmerksam nach rechts und hebt sich vom unscharfen, erdigen Hintergrund ab

Im LA Zoo gibt es wie in vielen anderen Zoos eine große begehbare Voliere. Dieser Vogel hat dort wirklich genug Bewegungsraum:

Ein rosaroter Scharlachibis steht im Profil auf einem hölzernen Handlauf im Schatten, mit hellen, lachsfarbenen Deckfedern, zartem rosa Kopf und einem langen, abwärts gebogenen schwarzen Schnabel vor einem verschwommenen, grünen Gartenhintergrund

In dieser geschlossenen Anstalt gibt es zwar keine 3 blinden Mäuse, aber dieses Ententrio:

Drei Witwenpfeifgänse mit markanten weißen Köpfen und kastanienbraunen Hälsen stehen aufgereiht auf einer sandigen Böschung mit grobem Schotter und ragen über eine steinerne Kante

Riesenlandschildkröten sind in LA in genügend großer Stückzahl vorhanden:

Zwei Riesenschildkröten mit braunen, gewölbten Panzerplatten ruhen auf hellem Sandboden im Schatten, während im Hintergrund helle Felsen das Gehege begrenzen

Das einzige Hippo ist bei dem warmen Wetter nicht aktiver als alle anderen seiner Gattung. Nur für mich hat es eine Ausnahme gemacht und hat sein Maul aufgerissen:

Ein mächtiges Flusspferd taucht im hellblauen Wasser auf und reisst das Maul weit auf, während im Hintergrund der graue Betonrand des Geheges zu sehen ist

Auch Tiger sind nur Katzen. Dieser hier faulenzt wie jedes andere Katzitatzi:

Ein prächtiger Tiger liegt auf dem sandigen Boden und drückt sich mit den Hinterpratzen gegen eine raue, rötliche Mauer, während im Vordergrund grüne Gräser sprießen

Die Tapire in Wien sind ziemlich nackt und angeblich (zumindest wie ich zuletzt dort war) gemein. Man soll sehr aufpassen und Wärter wären immer gefährdet. Diese hier sind völlig wuschelig behaart (weil Bergtapire) und total kuschelig. Nicht nur im Aussehen, nein, die Wärter haben sie bei den Reinigungsarbeiten gestreichelt und einer der Tapire hat mächtig gebettelt. Waren eher Haustiere als gefährliche Bestien (das mit dem Wasser sieht zugegebenermaßen blöd aus, aber Zufälle gibt es, für die kann ich nichts):

Ein schwarzer Tapir mit hellem Rücken frisst in einem Gehege Salat aus zwei Plastikwannen, im Hintergrund sprudelt Wasser über eine künstliche Felswand

Jeder US-Zoo braucht seine Adler, so auch dieser:

Ein prächtiger Schreiseeadler sitzt mit weißem Kopf, kastanienbraunem Brustgefieder und dunklen Flügeln auf einem Holzast vor einem Maschendrahtzaun

Die Schimpansen haben schon ein sehr schönes modernes Heim. Trotzdem kuscheln sie sich freiwillig in einer Höhle zusammen:

Vier dunkles Fell aufweisende Schimpansen hocken eng beisammen in einer kühlen Nische aus grauem Stein vor einer dunklen Metallwand

Was wäre aus dem Denker geworden, wenn es noch keine Menschen gegeben hätte? Die Affen hätten ihn erfunden:

Ein dunkler Schimpanse sitzt auf einer dunklen Steinplatte und blickt nachdenklich auf seine rechte Hand, während im Hintergrund eine raue, graue Betonwand verläuft

Giraffen machen selbst beim Betteln ein hoheitsvolles Gesicht. Dieses Exemplar ist nicht nur besonders hoheitsvoll, sondern auch besonders fleißig beim Betteln:

Der Kopf einer Giraffe mit charakteristischer braun-weißer Fleckenzeichnung und kurzen Hornzapfen blickt nach links, eingebettet in sattgrünes Buschwerk im Hintergrund

Viel blüht im LA Zoo nicht, aber es scheint auch nicht allzuviel da zu sein, was blühen könnte. Hier eine der seltenen Ausnahmen:

Zarte hellblaue Kap-Plumbago-Blüten leuchten im Sonnenschein vor einem schattigen, dunkelgrünen Blätterdach im Garten

Bei den alten Käfigen ist es extrem schwer Fotos zu schießen, denn die dicken Gitter machen einem das Leben zur Hölle. Darunter scheint dieses Versteckfoto aber wenig gelitten zu haben:

Ein neugieriges Jungäffchen mit olivgrünem Fell blickt hinter rauen Holzstämmen hervor, während im verschwommenen Hintergrund ein Ast zu erkennen ist

Als Lemur ist man über die lebenslange Haft in nicht allzu optimalen Bedingungen wenig erbaut. Das kann ich nachvollziehen:

Ein neugieriger Katta blickt mit leuchtend orangen Augen und schwarz-weißem Gesicht durch einen grauen Maschendrahtzaun, während im Hintergrund eine helle Felswand schimmert

Die Windspiele unter den Gazellen schauen sehr zerbrechlich aus und rasen durch den Käfig, daß man nicht mehr an heile Knochen glauben kann. In der Stellung zum Bäume abfressen ähneln sie aber mehr Gottesanbeterinnen:

Eine elegante Giraffengazelle steht auf den Hinterläufen am Stamm eines Baumes, streckt den schlanken Hals hoch und frisst Blätter vor einer strukturierten Wand

Auch das Heim der Gorillas ist neu, modern und groß. Nur wer soll ein großes Gehege nutzen, wenn es warm ist? Da bewegt man sich doch nicht freiwillig. So blöd sind nur Menschen:

Ein mächtiger, dunkler Gorilla sitzt entspannt an eine sandfarbene Felswand gelehnt im Gras, während er nachdenklich dreinschaut

Dieser Bergfex fragt wohl ganz klar: Können diese Augen lügen?

Ein kapitaler Dickhornschaf-Widder mit mächtig geschwungenen, gerillten Hörnern blickt frontal in die Kamera, umrahmt von einer kargen Felswand im Hintergrund

Durch ein Loch im Buschwerk konnte ich noch eine blühende Ausnahme entdecken:

Leuchtend pinke Drillingsblumen (Bougainvillea) ranken mit satten grünen Blättern vor einem dunklen Astwerk und dem hellen, leicht verschatteten Hintergrund

Wenn man die dicken, alten Gitter bedenkt, durch die dieses Foto gemacht wurden, dann bin ich doch ein wenig stolz auf den eher unauffälligen Vogel:

Ein Jägerliest sitzt mit weiß-braunem Gefieder auf einem Ast, während im schattigen Hintergrund dichtes Astwerk und Sträucher zu sehen sind

In ‘Australien’ geht es recht nett zu: Die Koalas können im Freien auf echten Bäumen hocken. Und auch fest schlafen.

Ein grauer Koala schmiegt sich an den rauen, ockerfarbenen Baumstamm und hält sich mit seinen Krallen an den Astgabeln fest, während im Hintergrund helle Blätter im Licht schimmern

Diese Mikrowallabies schauen garnicht harmlos aus. Hände und Füße haben durch die Farbgebung irgendwie etwas boxhandschuhartiges:

Ein graubraunes Felskänguru sitzt auf sandigem Boden, hält ein grünes Futterstück in den Pfoten und blickt aufmerksam nach rechts, während im Hintergrund ein dunkler Trog steht

Die Meerkatzen von der Früh haben sich offensichtlich bei der Aufsichtsfunktion überanstrengt. Dieses Exemplar will wohl nur noch schlafen. Das konnte ich ihm nicht verdenken:

Ein Erdmännchen mit grau-braun gestreiftem Fell lugt aus einer sandigen Erdhöhle hervor, stützt sich mit den Vorderpfoten ab und blickt aufmerksam nach oben

Der Weg nach Hause führte über die üblich verstauten Autobahnen LAs. Daran muß man sich gewöhnen. Nur leider schaffte das mein TomTom bisher nicht. 300yds vor  einer Autobahnabzweigung (wo er vorher noch den berühmten Satz mit der linken Spur von sich gegeben hat) eröffnete er mir, er würde gerne rechts (5 Spuren weiter) abbiegen. War wohl nix und wollte ich ohnehin nicht, denn kurz dahinter kam die Carpoollane mit flotter Fahrmöglichkeit.

Morgen geht es dann in ein Arboretum (wenn sich die Pläne nicht wieder völlig ändern).

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