Die Nacht auf der Tanzfläche, oder was das Ding auch immer sein sollte (siehe Post über seltsame Campingideen) war zugegebenermaßen gemütlich (weil der Boden sehr eben war). In der Früh wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Wir hatten also Glück, der Nebel war nur einige 100m entfernt auf dem Meer. Das sonnig warme Wetter muß auch der Gopher bemerkt haben, denn er fing vor meinem Auto ungeniert an seine zerstörten Löcher wieder zu reparieren. So kam ich also in den Genuß, den Täter der Verwüstung zu sehen:
Das Zusammenpacken und Frühstücken ging schnell vorbei und schon konnten wir auf die US #1 zurückkehren. An dem Tag war ein kleiner Schlenkerer über die Golden Gate Bridge und dann ein Besuch beim botanischen Garten in Berkeley geplant. Danach waren noch ein paar Meilen bis zum Campingplatz nach Sacramento zu fahren:
Nur wenige Meilen vom Startpunkt entfernt liegt der Pigeon’s Point mit einem angeblich hübschen Leuchtturm. Naja, so hat es bei mir ausgesehen:
Der Nebel des Grauens war auch auf der weiteren Fahrt bestimmend. Manchmal zeigte sich die ungetrübte Sonne, manchmal gewann der Nebel. Die Einfahrt nach San Francisco gestaltete sich unerwartet unproblematisch, nicht der geringste Stau war zu finden. Leider fand sich aber in Küstennähe der Nebel und so war die Überfahrt über die Golden Gate Bridge (eine Premiere für mich) ein nebliges Ereignis:

Da ich nicht extra wegen der Brücke hingefahren bin, war das nicht so tragisch, aber die vielen Touristen, die mit den Bussen dort abgeladen wurden, sind mit Regenjacke über die Brücke gehirscht. Das ist dann doch Pech.
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, kaum ist die Brücke im Norden zu Ende, schon ist die ungetrübte Sonne da. Nur so weit hat es wohl kein Tourist mit dem Bus geschafft, die stehen alle am Parkplatz auf der Südseite. Von der Nordseite sieht das ganze dann so aus:
Der standhafte Matrose am Parkplatz, hat die Sonne wohl auch genossen. Auch wenn er nur eine Statue ist:
Die Fahrt zum botanischen Garten der Berkeley Universität hat dann etwas länger als erwartet gedauert (siehe Post zum Thema Nokia und TomTom), mein TomTom hat dann aber, als er die richtige Zielposition anpeilte, locker zum botanischen Garten gefunden. Dort muß man immer noch im vorhinein eine Art Parkuhr füttern. D.h. man muß schon vor dem Betreten des botanischen Gartens wissen, wie lange man dort bleiben will (3 Stunden sollten btw genügen). Blöd, aber ist halt so. Dafür war das Wetter ungetrübt sonnig und wirklich warm. Die Blumen strahlten mit der Sonne um die Wette:
Trotz Herbst blüht in dem Garten noch beachtlich viel:

Vom Garten hat man einen hübschen Blick auf die Golden Gate Bridge. Man beachte, daß in der vergangenen Zeit der Nebel deutlich zurückgegangen ist. Schade, zu spät für mich:
Ich bin auf einige Gräser ziemlich allergisch. Trotzdem schaue ich sie mir gerne an:
Auch diese Blumen sind traumhaft schön:
Der Garten selbst ist wie viele andere wieder in typische Regionen unterteilt. Südafrika, mediterraner Garten, Südamerika, … alle sind hier vertreten.
Ich bin im Uhrzeigersinn herumgelaufen und habe recht wahllos Blumen aufgenommen. Immer der Nase nach (weil es dort zum Teil sehr betörend riecht) oder der nächsten hübschen Pflanzen hinterher:
Die Glashäuser sind winzig klein, aber das ist auch schon der einzige Nachteil dieses Gartens. In einem Glashaus haben sie einen einsehbaren Bienenstock. Daher wundert es wenig, daß auf den Blumen auch Bienen zu finden sind:
Auch Bäume sind im Herbst auf Vermehrung aus:
Ziemlich beim Ausgang findet man diese zerzauste Blühte:
Der laut TomTom kürzeste weg nach Sacramento führt über den Berg, auf dem der botanische Garten liegt. Da geht es mächtig rauf, man hat aber auch einen sehr hübschen Ausblick von oben:
Man sieht da auch, daß der Nebel am späten Nachmittag die Golden Gate Bridge ganz freigegeben hat:
Der Weg zum Campingplatz wurde dann nach sehr lang, denn ein Stau wurde vom nächsten Stau abgelöst. Erst kurz vor Sonnenuntergang war der Campingplatz erreicht, wo sich die nächste Planänderung vollzogen hat. Der nächste Tag sollte nun überraschend nach Reno führen.