Die Cedar Breaks NM Runde

Der Campingplatz in Fillmore ist quasi des Zelters Traum: Er ist echt günstig, hat einen schönen Grasplatz, Strom ist inklusive und der Tisch ist überdacht mit Licht. Solchen günstigen Luxus kann man nicht einfach verlassen. Wir haben daher das Cedar Breaks NM, das auf dem ursprünglichen Plan stand, zu einer Tagesrunde erklärt und eine zweite Nacht auf diesem sehr empfehlenswerten Campingplatz verbracht. Die Route ist daher eine klassische Runde:


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Wir waren schon einmal im Cedar Breaks NM, daher war es keine Überraschung, daß es mächtig den Berg rauf ging. Die 10000ft Grenze war schnell erreicht, das Höhenprofil zeigt es ebenfalls recht deutlich: Cedar Breaks liegt hoch in den Bergen.

So hohe Berge und Salt Lake City in der Nähe ergibt doch fast zwangsläufig ein Skigebiet. Wir kamen daher von der Interstate durch das Brian Head Skigebiet. Da dürfte im Winter die Hölle los sein, quasi das St. Anton Utahs. Schon dort haben wir wieder die gelben Aspen getroffen:

Über Nacht scheint die Kaltfront uns ein wenig von der kalten Luft spendiert zu haben. Auf über 3000m macht das dann doch ziemlich frische Luft. Aber klar war es dafür:

Cedar Breaks kann man sich als kleines Bryce vorstellen. Man hat ein großes rundes Abbruchgebiet, auf dem es sich wie in Bryce mit Formationen und Farben abspielt. Mit dem Scenic Drive fährt man ein sehr großes Stück am Rim entlang und kann immer wieder eindrucksvolle Aussichten genießen:

Am Rim war es an vielen Stellen ziemlich windig. Das ist bei 48°F nicht besonders angenehm. Aber was tut man nicht alles für hübsche Bilder:

Das Visitor Center ist ebenfalls direkt am Rim gebaut. Es hat auch eine Panoramascheibe für schlechte Tage. Das war aber an dem Tag sicher nicht notwendig, zumal es beim Visitor Center windstill war und somit in der Sonne auch nicht zu kalt. Das Panorama ist dort beeindruckend:

Man kann sich kaum für ein Detail entscheiden, überall gibt es Besonderheiten zu sehen:

Im September werden von den Rangern eigene Fall-Color-Trips angeboten. Das war aber zu dem Zeitpunkt irgendwie sinnlos, denn es gab keinen Baum, der nicht extrem gelb war (und nicht Nadeln trug):

Ich bin schon in anderen Jahren extra auf hohe Berge gefahren und war begeistert einige wenige Bäume in gelb zu sehen. Dieses Jahr kann ich mich der gelben Bäume kaum erwehren und es hat schon etwas mitten in einem gelben Wald zu stehen:

Manche werden auch schon etwas rotstichig. Die sind seltener aber dieses Jahr problemlos zu finden:

Zurück am Campingplatz ging es munter ans Grillen. Der neue Weber Grill ist echt fantastisch: Man kann sowohl die Kohlebelüftung mit zwei Schiebern einstellen als auch die Abluft an zwei Stellrädern im Deckel. Ich hatte bisher noch nie einen so guten Minigrill. Leicht ist er halt nicht, aber ich will ihn ja auch nicht im Flugzeug transportieren, der bleibt schön hier in den USA. Übrigens sollte man Weber Grills, wenn es geht, in den USA kaufen, denn der Preisvergleich Amazon.com und Amazon.at ist erschütternd: In den USA mehr als 50% billiger!!! Hier ist das gute Ding voll in Action:

Der Sonnenuntergang war dann noch das i-Tüpfelchen auf einen sehr schönen Tag:

Am nächsten Tag haben wir uns dann doch von dem Campingplatz getrennt und sind über den Capitol Reef NP nach Moab gefahren.

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