Dallas Downtown

Der Weg nach Shreveport war lange, daher war eigentlich ein reiner Fahrtag geplant. Zudem war es am Vormittag ziemlich bedeckt, also eigentlich ideal für einen Fahrtag. In der Früh waren wir aber recht früh unterwegs (fast ein Rekord), was bei dem Campingplatz aber auch kein Wunder war. Drum wurde kurzerhand die Strecke rund um Dallas etwas angepaßt:


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Die Fahrt bis Dallas war wie zu erwarten unspektakulär. Langweilige Interstate halt. Da es aber ziemlich bewölkt war, waren wir schon ein wenig beunruhigt, denn am nächsten Tag war ein riesiger Rosengarten geplant (siehe folgender Tagesbericht). Es war bekannt, daß wir vor einer weiteren Schlechtwetterfront hersurften, aber sollte sich da etwas geändert haben (der Tag mit den Rosen war noch als wolkenlos vorhergesagt)? Ein Versuch bei einer Raststation mit gratis Internet an einen Wetterbericht zu kommen scheiterte. Na dann halt weiter wie geplant.

Dallas wäre eigentlich interessant anzusehen, aber weder hatten wir Zeit noch war das Wetter entsprechend. Oder? Als wir gerade den Südumfahrungsring begonnen haben, sah alles wesentlich besser aus:

Die Wolken waren wie weggeblasen und eigentlich war auch noch Zeit, denn auf der Interstate ging es flott voran. Am Abend hatten wir ein reserviertes Motel (da der KOA in Shreveport vor einem Jahr KOA verlassen hat und nun keine Zelte mehr mag). Also könnte man doch einen Abstecher ins Zentrum machen. Nur, wo ist das Zentrum??? TomTom als auch die alte Papierkarte kennen kein Downtown. Wir fahren also auf die Interstate, die am ehesten ins Zentrum geht und halten Ausschau nach Wolkenkratzern. Und siehe da:

Wir sind nicht ganz falsch, aber welche Querstraße, welche Ausfahrt??? Immer den Häusern nach und siehe da kurz bevor man das erste Hochhaus erreicht ein Schild: ‘Downtown’:

Ein öffentlicher Parkplatz war schnell gefunden (der Preis hielt sich in Grenzen, obwohl man es billiger hätte haben können, wie der Fußrundgang gezeigt hat). Und schon konnten wir mit Kameras bewaffnet durch Downtown spazieren:

Gleich neben dem Parkplatz ist ein riesiges Gerichtsgebäude, gegenüber dieses Museum:

Auch seltsame Denkmäler dürfen nicht fehlen (der Klotz links):

Für mich ahnungslosen Europäer sind natürlich die spiegelnden Hochhäuser am reizvollsten. Denn wo sieht man sowas sonst?

Die Straßenschluchten sind eng (so eng, daß mein TomTom beim Rausfahren mehrmals die Positionierung verloren hat) und die Hochhäuser verdammt hoch. Keine leichte Aufgabe beim Fotographieren:

Ich bin ja sonst kein Fan von US-Städten, aber Dallas hat irgendetwas Nettes. Ich kann es nicht beschreiben, aber es war einfach nett:

Sogar ein paar ältere Häuser (oder zumindest welche die so ausgesehen haben) sind in Downtown zu finden:

Die meisten der Hochhäuser werden von Banken genützt. Da weiß man wo auch nach der Kriese das Geld zuhause ist. Nicht alle Häuser sind optimale Volumensnützer, aber sie sind so auch architektonisch abwechslungsreich. Da ich nicht drinnen wohnen will, kann ich dem Design schon etwas Positives abgewinnen. Sogar mit Wasserspielen gibt es Häuser (die ganze linke Wand wird mit Wasser überspült, hinten ist ein Wasserfall):

Nach einem Deluxe-Hotdog in einer versteckten Freßmeile (im Untergeschoß eines Hochhauses) ging es wieder zurück zum Auto. So fanden wir auch ein wenig Grün:

Besonders ansprechend ist es, wenn sich in den Glasfassaden der Hochhäuser andere Hochhäuser spiegeln:

Für mich überraschend war das dichte Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Straßen hat es vor lauter Bussen nur so gewimmelt. Am Rand von Downtown fährt auch eine Straßenbahn:

Der Weg aus der Stadt war schnell gefunden, obwohl es ein wenig schwieriger war als erwartet, da sich mein TomTom wegen des schlechten Empfanges um eine Straße geirrt hat und ich dadurch eine Interstateauffahrt verpaßt habe (‘biegen sie rechts ab’ wäre halt links gewesen, weil wir auf der Parallelstraße waren). Die nächste Auffahrt war aber nicht einmal eine Meile entfernt und die hat er problemlos gefunden.

Der restliche Weg nach Shreveport verlief problemlos und war sonnig. Der Wetterbericht für den nächsten Tag war aber niederschmetternd: Nach einer wolkenlosen Nacht sollte die Kaltfront um 8 Uhr eintreffen und eine geschlossene Wolkendecke ab spätestens 9 Uhr bringen. Blöd für die Rosen. Aber hoffen konnte man noch, denn Wetterfrösche sind auch nicht unfehlbar. Können sie doch auch einmal auf meiner Seite sein…

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