In der Früh ging es früh los, denn an dem Tag war einiges zu erledigen: Zunächst war ein schönes Stück bis zu meinem Besichtigungsziel des Tages – der Butterfly World – zurückzulegen. Und auch nach der Besichtigung blieben noch einige Meilen bis Miami offen:
Das Wetter war leicht wolkig vorhergesagt, aber als wir bei der Butterfly World ankamen, hatten sich auch schon die restlichen Wolken ziemlich verzogen. Ein perfekter Tag um sich Schmetterlinge anzusehen.
Butterfly World behauptet von sich, der größte Schmetterlingszoo der Welt zu sein. Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht, aber groß ist er schon. Da auch Florida an fehlenden Besuchern kaut, gibt es im Oktober Aktionen. Z.B. zwei Personen zum Preis von einer. Und da kann man sich das ganze sogar gut leisten.
Der ganze Zoo ist als Runde angelegt. Diese kann man so oft man will laufen. Die Runde beginnt im großen Schmetterlingshaus, das selbst aus mehreren Häusern besteht, die durch Gänge miteinander verbunden sind. Und darin flattert es ziemlich. Obwohl ich mir das ‘Erkennungsbuch’ gekauft habe, werde ich es mir hier sparen die Namen der Schmetterlinge dazuzuschreiben.
Damit die Besucher etwas zu staunen haben und die Schmetterlinge gleich etwas zu fressen, sind die Schmetterlingshäuser als tropischer Garten konzipiert. Die Blumen sind alle echt und eigentlich alleine schon einen Besuch wert:
Zusätzlich zu den Blumen gibt es noch Futterstellen für die Schmetterlinge, aber außer einer Sorte (siehe oben) nimmt die kaum einer an:
Stundenlang könnte ich in den verschiedenen Räumen umhergehen, schauen und fotographieren. Daher waren es auch drei ausgiebige Runden. Ich zeige hier einmal die besten aller Runden, man würde es ohnehin kaum sehen, was in welcher Runde war. Vielleicht hat sich das Licht ein wenig geändert:
Die Schmetterlingshäuser sind übrigens nicht wie bei uns Glashäuser, sondern sie sind nur mit Netzen begrenzt. In Florida wird es wenig kalt und so weit im Süden gar nicht.
In den Häusern gibt es auch eine Brutstation, wo man den Schmetterlingen beim Schlüpfen zusehen kann. Als ich dort war, waren aber außer leeren Puppen keine Highlights zu sehen. Daher lieber noch ein paar aktive Schmetterlinge an dieser Stelle:

Ein Rundblick in den zweiten Bereich des Schmetterlingshauses mit Teich und Wasserfall zeigt, daß die Schmetterlinge genug Bewegungsraum haben:
In diesem Bereich gibt es Fische im Teich und Vögel in der Luft. Zum Beispiel den größten Kolibri der Welt:
Weiter geht es in einen weiteren Pavillon mit Pflanzen und vielen sehr bunten Vögeln. Man erreicht diesen Teil über eine sehr hübsch schwingende Seilbrücke über dem großen Außenteich. Drinnen flattert und zwitschert es ungemein:
Ein weiterer Vogelpavillion wird über einen gewunden Pfad begangen, der auch sehr hübsche Blumen zu bieten hat. Kurz vor dem Pavillon, ist mir diese Rieseneidechse begegnet, die frei und offenkundig ortsansässig war. Mit Schwanz fast einen Meter lang, der Körper alleine wohl deutlich über 25cm. Man beachte auch die großen Hinterfüße. Am nächsten Tag ist so ein Exemplar über den Campingplatz in Miami geflitzt und da erklärt sich auch die Fußlänge: Sie laufen nur auf den Hinterfüßen mit aufrechtem Körper. Sieht cool aus:
Aber zurück zu den Blumen, wirklich hübsch:
Auch die Vögel in dem Pavillon sind nett und fast zutraulich:
Nach jeder Runde kommt man am örtlichen Cafe vorbei, wo man sich stärken kann. Bei feuchten 34°C ist ein kühles Getränk schon nicht schlecht. Überraschenderweise halten sich auch da die Preise sehr zurück.
Als Abschluß natürlich einen Schmetterling:
Die restlichen Meilen bis zum Campingplatz waren leicht zu schaffen (auch wenn natürlich Stau war) und schon war Miami wieder erreicht. Und weil es dort gar so schön ist, bin ich auch 6 Nächte dort geblieben, das Wetter hätte sogar noch länger durchgehalten, aber das ist eine andere Geschichte.