Das Garden of the Gods Naturschutzgebiet in Colorado fasziniert mit markanten roten Sandsteinformationen, die von sattgrünen Sträuchern und Bäumen umrahmt vor einem blauen Himmel mit weissen Wolken aufragen

Pike’s Peak und Garden of the Gods

Der Pike’s Peak war an diesem Tag das Ziel. Eigentlich nicht weit und der Campingplatz macht auch Reklame, indem er behauptet, man würde zu Füßen von Pike’s Peak schlafen. Naja, finden ist in Colorado eine ganz andere Sache:


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Die Anfahrt gestaltete sich nicht ganz so einfach wie erwartet. Zunächst konnte ich kein passendes POI auf meinem TomTom finden. Der war also keine Hilfe. Zumindest in die Gegend konnte er uns bringen. Die Web-Seite spricht vage von 10 Meilen westlich von Cascade auf dem Highway 24. Na das sollte doch nicht zu verfehlen sein.

Denkste. 9 Meilen westlich von Cascade kommt man  durch Woodland Park. Zweifel kamen auf, denn wäre es nicht einfacher 1 Meile westlich von Woodland Park anzugeben? Natürlich kam nix mehr auf dem Highway 24. Also wieder zurück. Schauen wir noch genauer auf Schilder. Hier ist aber das Problem, das der Begriff Pike’s Peak sehr inflationär verwendet wird. In der Gegend heißt einfach alles Pike’s Peak (von der Schule über tausend Geschäfte bis zum Klo).

Ziemlich in Cascade findet sich eine Abzweigung zum Nordpol. Der sind wir gefolgt und siehe da, das Toll Gate war gefunden. Was das also mit den 10 Meilen auf sich hat, weiß wohl keiner. Der Mann am Toll Gate kann nur ein Beamter sein. Es waren gerade mal 3 Autos vor mir und es hat Ewigkeiten gedauert bis ich dran kam. Da man aber einfach pro Person oder pro Auto (was halt billiger ist) zahlt, scheint es mir nicht so schwer das hinzubekommen. Vielleicht war es auch schwer all die Kassiererei mit einem Handy am Ohr hinzubekommen. Das macht auch die Kommunikation so viel leichter, weil man nie weiß ob er mit einem spricht oder mit dem am Telefon.

Egal, nach einiger Zeit habe ich es geschafft meinen Obolus zu entrichten und auf ging es. Schon die ersten Meter der Straße gehen steil nach oben:

Eine asphaltierte Freilandstraße mit doppelter Bodenmarkierung schwingt sich durch einen herbstlich gefärbten Nadelwald unter tiefblauem Himmel

Bevor man sich von dem Tal mit dem Highway 24 abwendet, habe ich noch ein Foto zurückgeschossen:

Blick von einer bewaldeten Anhöhe auf den Ute Pass im US-Bundesstaat Colorado, wobei sich eine helle Autostrasse und der begrünte Talgrund zwischen schattigen Nadelwäldern erstrecken

Nach dem ersten Schub wird es flacher:

Eine langgezogene Straße führt durch eine herbstlich gefärbte Allee mit grün-gelben Bäumen unter strahlend blauem Himmel mit einer einzelnen Wolke

Bald kommt man zu einem See, der sehr hübsch ist.

Das Panorama zeigt den tiefblauen Stausee im Colorado National Monument, umgeben von herbstlich gelben Espen und dunklen Nadelbäumen unter blauem Himmel mit leichten Wolken

Offensichtlich kann man auch Dauerkarten für die Straße nur bis zum See kaufen, denn am Ende des Sees steht eine große Tafel, die einem klar macht, man braucht ein Ticket, das bis zum Gipfel gültig ist, um weiterfahren zu dürfen. Ich habe aber, man hat ja Zeit, noch die Seerunde gemacht. Da haben sie vergessen darauf hinzuweisen, daß die Straße nach ganz kurzer Fahrzeit, das Pavement verliert. Und nachdem man am See entlanggefahren ist (was btw sehr hübsch ist), fährt man ziemlich wild und steil eine heftige Schotterstraße zurück zur Gipfelstraße. Das arme Auto:

Ein heller Schotterweg windet sich im herbstlichen Sonnenlicht durch einen bunten Mischwald aus goldgelben Espen und dunklen Nadelbäumen unter einem blauen Himmel

Aber auch die Gipfelstraße läßt nach einigen Meilen ziemlich aus. Auch hier kommt einem das Pavement abhanden:

Eine kurvige Schotterstraße führt durch eine lichte Waldlandschaft mit gelb-grünen Bäumen unter einem klaren blauen Himmel

Ein hübscher Blick zurück zu einem der Seen geht auch über die Schotterstraße:

Blick vom sandigen Fahrweg im Vordergrund auf den tiefblauen Stausee, der von dichten Fichtenwäldern und sanft abfallenden Hängen im herbstlichen Licht umgeben ist

Beim Blick nach oben sieht man eine winzige Wolke über einen Gipfel lugen:

Der kahle, felsige Berggipfel erhebt sich hinter einem dichten Nadelwald mit herbstlich gelben Laubbäumen am Rand, während am blauen Himmel eine einzelne Wolke knapp über dem Kamm schwebt

Ein wenig nach der Hälfte kehrt das Pavement zurück und ein Restaurant lädt zu einer Pause ein. Diese Pause kann auch erzwungen werden, denn beim Runterfahren muß man dort anhalten und ein netter alter Mann mißt die Temperatur der Bremsscheiben. Ist sie zu hoch, muß man eine halbe Stunde Zwangspause einlegen. Keine Ahnung was sie tun, wenn man altmodische Stahlfelgen hat und man die Scheiben nicht sieht. Der alte Mann schafft es wohl eher nicht unter ein Auto zu kriechen.

Jedenfalls müssen dort Autos langsam fahren oder sogar stehenbleiben. Das hat eine Fuchsdame schlau erkannt und treibt sich rum:

Ein rotbrauner Fuchs quert aufmerksam den grauen Asphalt des Gehsteigs vor einem silbernen Personenwagen mit amerikanischem Kennzeichen

Wenn man vor ihr stehenbleibt, wird heftig gebettelt. Ich habe es mit getrockneten Papayas probiert. Und siehe da, sie mochte das Zeug:

Ein Rotfuchs mit rotbraunem Fell, markanter weißer Kehle und dunklen Läufen steht auf einem Schotterweg, wobei seine buschige Lunte mit weißer Spitze charakteristisch nach unten hängt

Nach dem Restaurant geht es wirklich rauf. Und wie. Kehre folgt auf Kehre:

Die asphaltierte Kehre der Pikes Peak Highway schlängelt sich durch die karge, rotbraune Gebirgslandschaft Colorados, flankiert von Schotterhänge und weitläufigen Bergrücken unter blauem Himmel

Es gibt aber viele turnouts, wo man gemütlich nach unten sehen kann:

Der Pikes Peak Highway in Colorado schlängelt sich als asphaltierte Bergstraße mit gelber Bodenmarkierung durch karge, felsige Hänge, während im Hintergrund weite Täler und ein blauer Himmel mit Wolken zu sehen sind

Das Colorado National Monument offenbart eine weitläufige Aussicht von der geschwungenen Asphaltstraße mit gelber Bodenmarkierung und dunkler Leitplanke über steile, rötliche Felsen bis zum weiten Horizont unter blauem Himmel

Zum Teil kann man auch in den Kehren stehen:

Die aschgraue, gewundene Fahrbahn des Pikes Peak Highway zieht sich in engen Kehren mit gelber Bodenmarkierung und weißer Randlinie durch karge, rotbraune Berghänge unter blauem Himmel mit weissen Wolkenfetzen

Ein Blick nach unten zeigt, wie hoch man schon ist:

Der Blick vom Mount Evans im US-Bundesstaat Colorado zeigt die gewundene Passstraße mit Kehren durch karge Felslandschaften, grüne Nadelwälder und weite Täler bis zum Horizont unter leicht bewölktem Himmel Das weite Panorama vom Gipfel des Pikes Peak zeigt im Vordergrund schroffe, rötliche Felsbrocken und eine gesicherte Aussichtsplattform, während im Hintergrund endlose Bergketten und Täler unter einem hellen Wolkenhimmel liegen

Kurz vor dem Gipfel wird auch die Aussicht des Fahrers interessant:

Der asphaltierte Highway führt im Pikes Peak Highway steil nach oben durch karge, felsige Hänge aus braunem Gestein unter einem intensiv blauen Himmel mit weißen Wolken

Oben. Ziel erreicht. Das arme Auto kann durchschnaufen. Man selbst beginnt aber schnell beim Gehen zu schnaufen, denn oben bedeutet 4302m!

Ein Blick nach unten sieht dann gut aus, ist aber auch wieder nicht so umwerfend. Man darf nicht vergessen, Colorado Springs liegt auch schon recht hoch. Die Differenz ist daher zwar groß, aber eben keine 4000m:

Der weitreichende Panoramablick vom felsigen Pikes Peak in Colorado zeigt im Vordergrund rotbraune Granitbrocken und eine Stiege mit Geländer, während im dunstigen Hintergrund endlose Bergketten und Wälder unter einem weiten Himmel mit weißen Wolken liegen

Wer nicht mit dem Auto rauffahren will, kann auch eine Zahnradbahn nehmen. Die fährt viel kürzer, aber steiler. Und klar, die Schweizer haben sie gebaut:

Der knallrote Triebwagen der Manitou and Pikes Peak Railway steht auf rostbraunen Schienen im hochalpinen Schottergelände, während im Hintergrund ein weites Tal unter strahlend blauem Himmel mit weißen Quellwolken liegt

Mutig ist das Gleisende. Ein wenig Vertrauen braucht es da schon:

Weitläufiger Blick von der hochalpinen Kuppe des Pikes Peak über ein felsiges Terrain aus rötlichen Granitbrocken und die tieferliegende Ebene unter einem blauen Himmel mit sanften Wolken, im Vordergrund rostige Zahnstangen und hölzerne Schwellen der historischen Bergbahn

Irgendwann ist es wieder Zeit für den Abstieg. Auch da hat man hübsche Ausblicke:

Das Colorado National Monument zeigt eine kurvige Fahrbahn mit gelber Bodenmarkierung, die sich durch karge Felslandschaften windet, während am tiefblauen Himmel dichte weiße Wolken thronen

Nach der Temperaturkontrolle sind bald wieder die Seen in Sicht:

Weitläufiger Blick von einer bewaldeten Anhöhe über ein endloses, grüngraues Nadelwaldgebiet mit dunklen Fichten im Vordergrund, während am blauen Himmel dichte, weiße Haufenwolken ziehen und ferne Bergrücken den Horizont säumen

Zwischen den gelben Bäumen durch und schon ist man wieder an der Zahlstelle:

Eine asphaltierte Landstraße führt durch dichte Laub- und Nadelwälder unter einem tiefblauen Himmel mit leichten, weißen Wolken. Rechts säumen schlanke Laubbäume mit hellgrünen Kronen den Fahrrand, während links dunklere Nadelbäume stehen

So ein Berg ist auch beim Höhendiagramm der Fahrt leicht zu finden:

Das Höhendiagramm auf grauem Raster zeigt eine 193 km lange Strecke mit einer Maximalen Höhe von 4311 m und 4444 Höhenmetern im Aufstieg, deren rote Linie zwei markante Anstiege und einen zentralen Höhpunkt verzeichnet

Beim Weiterfahren habe ich noch schnell das Geheimnis des Nordpoles geklärt: Dort haben sie doch glatt einen Vergnügungspark zum Thema Weihnachten gemacht. So schnell ist man also am Nordpol:

Das hölzerne Eingangstor von Santa’s Workshop am North Pole im US-Bundesstaat Colorado mit rot-blauem Schriftzug und aufgesetztem Weihnachtsmann im Schlitten, durch das ein weiss lackiertes Auto fährt

Eine der Hauptattraktionen von Colorado Springs ist der Garden of the Gods. Ein großflächigeres Parkgebiet, in dem man GRATIS seine Freizeit verbringen kann. Ob Radfahren, Reiten, Wandern, Picknicken, man kann es dort tun. Und damit es hübscher ist, in einer überaus attraktiven Felslandschaft. Ich habe beim balanced rock begonnen:

Im Garden of the Gods in Colorado führt eine asphaltierte Straße mit gelber Bodenmarkierung durch eine spektakuläre Kulisse aus rostiroten Felsformationen und grünem Nadelholz unter wolkenlosem HimmelDer berühmte Balanced Rock aus rotem Sandstein im Garden of the Gods in Colorado ragt vor einem strahlend blauen Himmel mit weissen Wolken auf

Jede Menge andere Steinformationen haben auch Namen wie die küssenden Kamele oder die siamsischen Zwillinge. Mir waren die Namen egal und ich habe die Parkrundfahrt genossen:

Das Garden of the Gods Naturschutzgebiet in Colorado fasziniert mit leuchtend roten Felsformationen, die hinter dichtem Grün emporragen, während weiße Wolken den blauen Himmel zieren

Fast alle Straßen sind Einbahnen und man fährt in großen Kreisen zwischen den Felsen herum. Einfach hübsch:

Das Garden of the Gods Naturschutzgebiet in Colorado fasziniert mit markanten roten Sandsteinformationen, die von sattgrünen Sträuchern und Bäumen umrahmt vor einem blauen Himmel mit weissen Wolken aufragen

Und weil es gar so hübsch war (und auch auf dem Weg zum Campingplatz lag), kam ich am nächsten Tag wieder:

Das markante Sandsteinmonolith im Garden of the Gods in Colorado ragt steil empor, umgeben von trockenem Gras, Sträuchern und einem schmalen Wanderweg im Vordergrund unter einem wolkigen Himmel

Zuvor ging es jedoch auf eine große Runde über ein NM, eine Casinostadt und eine Mine.

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