Nach einer kurzen Autobahnfahrt ging es in den Rocky Mtn NP. Danach wieder über die bekannte I70 und die I25 zum Campingplatz in Colorado Springs. Ganz schön lange Fahrt wenn man bedenkt, daß ein NP zu besichtigen war.
Die Fahrt auf der I25 zur Abzweigung war schnell geschafft. Die Straße hinauf nach Estes Park ist schon zum Teil recht hübsch, wenn sie einem kleinen Bach folgend durch ein Tal nach oben steigt:
Estes Park, der Eingang zum NP, ist ein sehr touristisches Dörfchen mit allen Einkaufsmöglichkeiten, die man sich nur vorstellen kann. Im Prinzip hübscher als Aspen, aber sicher nicht weniger touristisch. Die wenigen Meter zum NP Zahlstein waren auch bald geschafft und die $20 Eintritt habe ich mir dank NP Jahrespaß vom Vorjahr auch gespart. Da ist es nicht so schlimm, daß ich aufgrund des Zeitmangels nur die Hauptroute gefahren bin.
Nach Estes Park geht es zunächst moderat den Berg hinauf:
Links und rechts sieht man die ersten Berge, neben der Straße sind aber noch recht normale Wiesen, wo man am Abend auch so manches Tier sehen kann:
Kurz habe ich in eine Seitenstraße geschaut, die zu einem Nebeneingang führt. Auch hübsch:
Nach den ersten Kehren hat man einen sehr schönen Blick ins Tal:
Bei den Tiersichtungen hatte ich dieses Jahr wenig Glück. Squirrels und Chipmunks waren natürlich dabei, aber die sind i.A. zu schnell für ein gutes Foto. Hier würde Futter helfen, aber an den Parkplätzen passen Ranger auf, daß man gerade das nicht spendet. So blieb es zunächst bei einem Blue Jay, der auch etwas wollte, aber wenigstens einen Augenblick inne gehalten hat:
Noch ein Blick zurück ins Tal, wo man bei Estes Park startet, dann kurbelt man sich noch viel höher:
Hübsch ist es, die eigene Straße von oben zu sehen:
Wieder auf einem ‘bewachten’ Parkplatz ging mir der folgende Vogel vor die Linse: Er setzte sich auf eine Hinweistafel und bettelte ungeniert direkt neben der Rangerin. Er zahlt ja auch nicht die min. $500 für unerlaubtes Füttern. Da aber der Wind ziemlich blies, duckte er sich immer mehr in Windrichtung. Schließlich sah es gefährlich nach Notstart aus:
Noch weiter oben kehrt man dem Ausgangstal den Rücken und man kommt weiter in die Berge hinein. Die Ausblicke werden aber nur hübscher:

Schließlich vergeht es auch den amerikanischen Bäumen zu wachsen und die Hänge werden langsam öd und leer. Ein wenig Schnee ist schon auszumachen:
Man darf sich jedoch nicht einen Gipfel oder einen Pass wie in Europa vorstellen. Das ganze verläuft ziemlich flach und man bemerkt die guten 10000ft eigentlich kaum.
Auf der anderen Seite geht es wieder in ein Tal. Bäume wachsen dicht, wenngleich auch ein Borkenkäfer viele Baumleichen hinter sich läßt. Dieses Phänomen tritt immer wieder auf und man kann wenig dagegen tun. Der Borkenkäfer braucht einen etwas wärmeren Winter und einen trockenen Sommer. Und schon vermehr er sich sprunghaft. Beim folgenden Foto sieht man es zum Glück nicht so stark, es gibt aber auch echt schlimme Hänge:
Im Tal fließt ein Bächlein. Sieht so harmlos aus, trägt aber einen bekannten Namen: Colorado River. Zumindest wird es einmal ein river werden, einige Meilen später:
Nach einer Stärkung bei einer der vielen Picknickplätze ging es wieder zur I70 und über die I25 zum Campingplatz. Schon waren 325mi gefahren.
Am nächsten Tag sollte es noch viel höher hinaus gehen: Pikes Peak mit 14100ft sollte das Ziel sein.