Eine asphaltierte Straße mit doppelter gelber Mittel Linie und weißen Randstreifen schlängelt sich durch einen dichten, grünen Wald mit hoch aufragenden Nadel- und Laubbäumen unter blassblauem Himmel

Von Asheville, NC nach Anderson, SC (Blue Ridge Pkwy Teil 3)

Der letzte aber angeblich schönste Teil des Pkwy wurde mit einer Fluchtroute nach Anderson, SC abgeschlossen. Wobei diese Route ebenfalls sehr hübsch ist:


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Zunächst sind wir ein paar Yards auf dem Pkwy zurückgefahren, denn das Folk Art Museum wäre sich am Vortag nicht mehr ausgegangen. Da der Umweg aber unter einer Meile ist, kann man das locker verschmerzen. Das Folk Art Museum ist wirklich sehenswert. Verschiedene Kunstrichtungen werden dort gezeigt und zum Teil auch live vorgeführt. Besonderer Kernpunkt der Kunst ist das Quilting. Wikipedia übersetzt Quilt recht uncharmant mit Steppdecke, solche Decken sind wahre Kunst. Leider kann ich nicht allzuviele Fotos anbieten, denn Fotographieren ist dort strengstens untersagt. Hier nur ein Beispiel eines Quilts, der anlässlich des 75 Jahr-Jubiläums des Pkwy gemacht wurde:

Ein kunstvoller, aus Stoffresten genähter Quilt widmet sich dem 75-jährigen Jubiläum des Blue Ridge Parkway von 1935 bis 2010. Die Patchworkarbeit zeigt im oberen linken Eck die offizielle Jubiläumsplakette auf dunkelblauem Grund mit geschwungenen Bergumrissen. Zahlreiche detailreiche Stoffapplikationen und Steppnähte setzen typische Motive der Panoramastraße in Szene: Blühende rosafarbene Hartriegelzweige, rauschende Wasserfälle, stilisierte Schwarzbären in dichten Wäldern, sanfte blaue Bergketten, markante Tunneldurchfahrten, historische Holzhäuser mit Schindeldächern, einen herbstlichen Rothfuchs im Vordergrund sowie üppige Wildblumenwiesen und eine farbenprächtige Herbstlandschaft mit bunten Bäumen

Weiters gibt es Holz- und Glaskunst, wobei ein Glasbläser live vorgeführt hat, wie man Christbaumkugeln macht. Aber nicht nur langweilige normale runde, nein, mit verschiedenen Farben gekringelt. Wenn man weiß wie es geht, garnicht so schwer. Wenn man ein paar Jahre Training hat. Smiley Man kann auch in einer Gallerie Skulpturen und Bilder bewundern. Und nicht zu vergessen, man kann auch viel kaufen (wenn man viel Geld hat).

Dieser letzte Teil des Pkwy enthält die höchste Erhebung der Strecke. Daher geht es zunächst ziemlich hinauf. Die Aussicht in die Täler oder Hügelflanken werden besser. So sieht man auch einen kleinen Wasserfall:

Flacher Felsenbach mit sanften Kaskaden schlängelt sich durch herbstlich gefärbte Laubbäume, umgeben von dichtem Grün und rötlichem Gestein

Die Schmetterlingswanderung ist im Süden des Pkwy sehr deutlich zu sehen. Man sieht sie überall herumflattern, bei ihren Lieblingsblumen hängen sie in Trauben:

Ein samtschwarzer Schmetterling mit weißen Flecken am Flügelrand sitzt kopfüber auf hellvioletten Asterblüten, umgeben von grünen Stängeln und Blättern Ein Monarchfalter sitzt auf zarten, violetten Astern mit gelben Mitten und labt sich an dem Nektar, während im weich gezeichneten Hintergrund weiteres Grün und Blüten leuchten Ein schwarzer Schmetterling mit zarten weißen Pünktchen und orangen Akzenten auf den Flügeln sitzt auf zarten weißen und gelben Asterblüten inmitten sattgrüner Blätter

Die Straße windet sich immer mehr hinauf. Wasser scheint mehr vorhanden zu sein, es läuft teilweise die Felswand herunter:

Eine kurvige Asphaltstraße mit doppelter Bodenmarkierung führt durch einen dicht bewaldeten Bereich, gesäumt von einer schroffen Felswand zur Rechten und lichterem Grün unter bewölktem Himmel

Die Tunnel werden wieder häufiger, aber auch sinnvoller und länger:

Eine kurvige Freilandstraße mit gelben Fahrstreifenbegrenzungen führt durch ein waldreiches Berggebiet auf einen massiven Straßentunnel mit rustikalem Steinportal zu, während rechts am Fahrbahnrand ein grüner Wiesenstreifen und links eine bewaldete Felswand emporragen

Der höchste Punkt war leider auch bald erreicht. Die Wolken haben sich nun auch schon mehr gezeigt, die angekündigte Front war wohl wirklich im Anmarsch:

Die aus Naturstein gemauerte Aussichtsplattform am Blue Ridge Parkway zeigt eine Hinweistafel mit der Aufschrift „6053 FT. HIGHEST ELEVATION BLUE RIDGE PARKWAY MOTOR ROAD“, umgeben von bewaldeten Hängen unter bewölktem Himmel

Hübsch ist es in dem Bereich, auf die eigene Straße voraus oder zurückblicken zu können. Solche Ausblicke hat man wirklich nur in diesem Südteil:

Im gebirgigen Great-Smoky-Mountains-Nationalpark schlängelt sich eine schmale Straße durch dichte, dunkelgrüne Wälder, während im Vordergrund gelbe Wildblumen und hohes Gras auf einer Anhöhe gedeihen Eine geschwungene Straße windet sich durch ein dichtes, herbstlich gefärbtes Waldstück mit steilen Hängen und felsigen Passagen im Hintergrund

Im Visitor Center kann man Sachen kaufen, die sind sogar originell. Was hat man auf Aussichtstraßen für Probleme? Genau, die Leute fahren wie Traummännlein durch die Gegend und stürzen sich im schlimmsten Fall wo runter. Dafür haben sie sogar ein eigenes Warnschild erfunden. Das steht nicht nur entlang der Straße, das kann man auch kaufen. Als Schild, oder T-Shirt oder Schlüsselanhänger…

Die quadratische, gelbe Warntafel der Blue Ridge Parkway zeigt im oberen Bereich den blauen Schriftzug „BLUE RIDGE PARKWAY“. Darunter ist eine schwarze Piktogramm-Darstellung aufgedruckt: Ein Motorradfahrer stürzt über eine stark gewölbte Fahrbahn in die Tiefe und streckt dabei die Arme in die Luft. Unten rahmen die schwarzen Aufschriften „ENJOY THE VIEW“ und „WATCH THE ROAD“ das Motiv ein

Gestern habe ich von den Baukünsten gesprochen und das es eine neuartige Kurventechnik auf die Straße geschafft hat, wo sich der Kurvenradius ändert (ich nenne die bei den österreichischen Autobahnauffahrten Ringelschwanzkurve). Hier ein Bild von so einem Warnschild (hier heißen sie spiral curve):

Eine asphaltierte Fahrbahn führt durch einen dichten, laubbewachsenen Wald und biegt nach rechts ab, gesäumt von einer gelben Hinweistafel am rechten Fahrbahnrand

Am Ende des Pkwy stoßt man direkt an den nächsten Nationalpark, den ich mir aber gespart habe: Erstens waren die Wolken am Werken und zweitens sieht man beim Durchfahren nicht viel, wie ich beim letzten Besuch feststellen mußte. Also ging es auf mehr oder minder direktem Weg nach Anderson. Sehr hübsch ist der Highway 76, mit dem ich das Eck zur Interstate 85 abgeschnitten habe. Die Straße ist wirklich hübsch und kann sich zum Teil mit dem Blue Ridge Pkwy messen:

Eine gewundene Asphaltstraße führt durch eine hügelige Landschaft mit sattgrünen Laubbäumen am Fahrbahnrand und einem strahlend blauen Himmel mit weissen Wolkenfetzen Eine graue Freilandstraße führt leicht ansteigend durch einen dichten Laubwald mit saftig grünen Bäumen unter einem hellblauen Sommerhimmel mit vereinzelten weißen Wolken. Am Fahrbahnrand stehen helle Verkehrszeichen und gelbe Hinweistafeln, während im Hintergrund ein bewaldeter Bergrücken die Straße begrenzt Eine asphaltierte Straße mit doppelter gelber Mittel Linie und weißen Randstreifen schlängelt sich durch einen dichten, grünen Wald mit hoch aufragenden Nadel- und Laubbäumen unter blassblauem Himmel

Wie man schon an den Fotos erkennen kann, war das Wetter im Süden deutlich hübscher. Und auch viel wärmer! Der Campingplatz in Anderson ist nicht riesig, aber sehr nett gelegen. Wir bekamen einen wirklich hübschen Zeltplatz, der von Bäumen umrahmt war. Das hat sich als Vorteil für den nächsten Morgen herausgestellt. Den Abend konnten wir aber bei deutlich über 30°C im warmen Pool verbringen. Was will man mehr?

Ein weißer Personenkraftwagen steht auf einem schattigen Stellplatz unter dichten Bäumen neben einer Holzbank. Im Hintergrund sind ein kleines Zelt und eine eiserne Feuerstelle auf dem Waldboden erkennbar

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