Ely liegt im absoluten Nichts. Daher führen alle Wege nach Ely durchs Nichts und genauso muß man viel Nichts durchqueren, um wieder in die zivilisierte Welt zu gelangen. Da ging sich heute aber trotzdem der Great Basin NP aus:
Nach einem größeren Einkauf im örtlichen Supermarkt (wo ich natürlich eine Mitgliedskarte habe und dadurch alleine an dem Tag über $15 gespart habe) ging es zum Great Basin NP. Ich war schon zwei mal zuvor dort, habe aber da immer die Höhle besucht: Lehman Cave. Da ich morgen ohnehin eine Höhle machen werde (das hat sich erst an diesem Morgen herausgestellt, denn erst da war sicher, daß noch eine Führung frei war – es lebe das Handy) habe ich nur den Wheelers Peak gemacht: Die Straße geht nicht ganz auf den Peak rauf, aber doch auf über 3000m. Die Straße von Ely zum NP ist jedenfalls fast noch fesselnd:

Der Peak selbst hat ein Loch und ein wenig Schnee liegt auch noch drauf:

Neben der hübschen Aussicht ins Tal ist die Verfärbung der Bäume ein Highlight der Strecke. Letztes mal war hier alles knallgelb, dieses mal war es – trotz der kalten Nächte im Tal – noch sehr grün. Man mußte die bunten Bäume schon suchen:

Manchmal haben sie sich auch gut versteckt:

Nach einer guten Jause mit frischen Donuts (an dieser Stelle erinnere ich an den vorher erwähnten Einkauf) ging es wieder dem Tal entgegen:

Die nächsten Meilen der Straße waren noch ok, dann kommt man zu einem scheinbar nahezu unfahrbaren Canyon (zumindest wird die Geschwindigkeit auf 35mi/h gesenkt – und was für ein Zufall genau dort kam mir ein Sheriff entgegen):

Und dann wird es gerade. Gute zwei Stunden sieht es genau so aus. Der größte Kampf ist es, nicht wegen totaler Langeweile einzuschlafen; und das kommt als Lenker nicht so gut an:

Wie freut man sich da schon alleine über die Aussicht auf einen Berg:

Jedenfalls sind wir gut in Provo, UT angekommen und ich schaue mir morgen Timpanogos Cave an.