Big Cypress National Preserve

Das Wetter war unerbittlich und auch in der Früh war es total bewölkt. Wir sind daher in den Norden geflohen. Auf dem Weg dorthin sind wir (als Ausgleich für den Kurzbesuch des Everglades NP) ins Big Cypress National Preserve gefahren; da waren wir noch nie:


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Wenn man nicht kleinlich ist, ist das Big Cypress National Preserve eh nichts anderes als der Everglades NP, es schließt auch nahtlos daran an. Es ist halt anders verwaltet und es gelten andere Schutzmaßnahmen; es sind wohl auch andere Budgets im Spiel. Der leichte Zugang zu dem Preserve über den Tamiami Trail hat uns dorthin gebracht. Wir sind sicher schon einige male daran vorbeigefahren, aber dieses mal haben wir ein wenig genauer hingesehen. Und das zahlt sich aus, auch wenn das Wetter vorwiegend bewölkt war.

Beim Visitor Center (der erste Punkt aus Miami kommend) kann man sich darüber informieren, was man so alles machen kann. Wir haben dort erfahren, daß es nur 8mi weiter einen sehr hübschen Boardwalk gibt. Da sind wir natürlich hin. Zunächst geht es durch sehr feuchte Wiesen:

Palmettos kommen sichtlich auch gut mit den ‘feuchten Füssen’ zu recht:

Wer an der Stelle umdreht (was einige andere getan haben) verpaßt die eigentliche Schönheit dieses Boardwalks. Weiter hinten kommt man in tieferes Wasser und Zypressen (die wenigen Bäume, die mit soviel Wasser umgehen können) dominieren die Aussicht. Das dunkle Wasser spiegelt hervorragend und es ergibt sich eine eigene Welt:

Das ist nicht wie bei unserem letzten langen Boardwalk, wo man auch auf einem trockenen Weg hätte gehen können, nein da ist es auch jetzt naß:

Das Ende des Boardwalks ist ein Wasserloch, wo es auch in den trockensten Zeiten Wasser gibt. Dann tummeln sich dort sehr viele Tiere, natürlich auch Alligatoren, herum. Wir hatten mehr als genug Wasser und daher keine sichtbaren Alligatoren. Schildkröten gab es zu sehen:

Am Rückweg zum Parkplatz sieht alles anders aus, die Blickrichtung ist in der Gegend enorm wichtig:

Wenn man auch keine Alligatoren sieht, zumindest ihre Spuren sind da:

Weiter ging es über eine Schotterrundstraße. Zunächst entlang eines Flusses, den man auch mit dem Kanu befahren kann (wenn man eines hat). Dort sind Anhingas gut zu sehen:

Ich habe auch einen verzweifelten Anhinga gesehen: Da fängt man einmal in seinem Leben einen ordentlich großen Fisch und dann? Wie soll man den hinunterwürgen???

Auf der Straße fahren und nach Alligatoren im Fluß suchen ist nicht einfach. Zunächst habe ich nur hübsche Blumen gefunden, aber dann kam ein Alligator zum Vorschein, der aber das stehenbleibende Auto nicht mochte und getürmt ist. Ich war aber schneller!

Der restliche Teil der Straße geht durch den Sumpf mit kleineren Kanälen. Das mögen offensichtlich die Vögel mehr. Was sie aber mit der Straßensperre bezwecken wollten, konnte ich nicht klären:

Man findet auch einiges das blüht oder zumindest interessante Blätter bildet:

Kurz vor der Hauptstraße wundere ich mich über den seltsamen Ast auf der Straße. Der Ast hat sich aber äußerst rege bewegt, wie ich mit dem Auto herangekommen bin. Mann war das eine große Schlange! Leider war ich so überrascht, daß ich kein Bild davon geschafft habe.

Nach der weiteren Fahrt bis nach St. Petersburg, habe ich die ersten Fotos vom Campingplatz gemacht. Mein  Zeltplatz lag direkt am Bayou, der Sonnenuntergang sah nett aus:

Der Blick nach genau hinter mir (aus Sicht des vorherigen Bildes) war aber spektakulär:

Ach ja, warum bin ich auf den Campingplatz gefahren: Erstens war für den kommenden Tag in Tampa super Wetter vorhergesagt und zweites war die zweite Nacht gratis (angeblich ein Sonderangebot wegen der Eröffnung des Legolandes in Tampa).

Der nächste Tag war dann mehr als nur voll mit Besichtigungen.

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