Ein schattiger Sumpf mit dunklem Wasser, üppigem Grün und von den Ästen herabhängendem spanischem Moos, umgeben von einem dichten Mischwald in einer Aulandschaft

Big Cypress National Preserve

Das Wetter war unerbittlich und auch in der Früh war es total bewölkt. Wir sind daher in den Norden geflohen. Auf dem Weg dorthin sind wir (als Ausgleich für den Kurzbesuch des Everglades NP) ins Big Cypress National Preserve gefahren; da waren wir noch nie:


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Wenn man nicht kleinlich ist, ist das Big Cypress National Preserve eh nichts anderes als der Everglades NP, es schließt auch nahtlos daran an. Es ist halt anders verwaltet und es gelten andere Schutzmaßnahmen; es sind wohl auch andere Budgets im Spiel. Der leichte Zugang zu dem Preserve über den Tamiami Trail hat uns dorthin gebracht. Wir sind sicher schon einige male daran vorbeigefahren, aber dieses mal haben wir ein wenig genauer hingesehen. Und das zahlt sich aus, auch wenn das Wetter vorwiegend bewölkt war.

Beim Visitor Center (der erste Punkt aus Miami kommend) kann man sich darüber informieren, was man so alles machen kann. Wir haben dort erfahren, daß es nur 8mi weiter einen sehr hübschen Boardwalk gibt. Da sind wir natürlich hin. Zunächst geht es durch sehr feuchte Wiesen:

Die weite Sumpflandschaft im Everglades Nationalpark zeigt braunes Gras und schlichte Sumpfzypressen unter einem wolkenverhangenen, fahlem Himmel

Palmettos kommen sichtlich auch gut mit den ‘feuchten Füssen’ zu recht:

Üppige Sagopalme mit kräftig grünen Fächerblättern im dichten Unterholz eines sumpfigen Feuchtgebiets, umgeben von Schilf und kargen Baumstämmen im Hintergrund

Wer an der Stelle umdreht (was einige andere getan haben) verpaßt die eigentliche Schönheit dieses Boardwalks. Weiter hinten kommt man in tieferes Wasser und Zypressen (die wenigen Bäume, die mit soviel Wasser umgehen können) dominieren die Aussicht. Das dunkle Wasser spiegelt hervorragend und es ergibt sich eine eigene Welt:

Mächtige Sumpfzypressen mit markant verdickten Stämmen ragen aus dunklem, stehendem Wasser, in dem sich der dichte, lichte Wald im Hintergrund spiegelt Zahlreiche schlanke Sumpfzypressen mit ihren charakteristischen Wurzelknien ragen aus spiegelendem, dunklem Wasser in einem lichten Bruchwald empor, während ein liegender Ast die Wasserfläche kreuzt Spiegelndes Wasser einer sumpfigen Aulandschaft mit dunkelgrauem Astwerk, von frischem Grün durchsetzten Bäumen und kahlen Stämmen im rauchfarbenen Hintergrund

Das ist nicht wie bei unserem letzten langen Boardwalk, wo man auch auf einem trockenen Weg hätte gehen können, nein da ist es auch jetzt naß:

Der finstere Sumpfwald mit seinen grauen, aus dem stehenden Gewässer ragenden Zypressen und dem dichten, grünen Blätterdach im Hintergrund Ein hölzerner Steg führt durch ein sumpfiges Sumpfgebiet mit stehendem Wasser, in dem schlanke Zypressen mit verdickten Stämmen stehen

Das Ende des Boardwalks ist ein Wasserloch, wo es auch in den trockensten Zeiten Wasser gibt. Dann tummeln sich dort sehr viele Tiere, natürlich auch Alligatoren, herum. Wir hatten mehr als genug Wasser und daher keine sichtbaren Alligatoren. Schildkröten gab es zu sehen:

Eine dunkel gefärbte Schmuckschildkröte mit gelben Streifen am Hals ruht auf einem schlammigen Baumstamm über dunklem Wasser, im Vordergrund wachsen grüne Pflanzen am Ufer Ein schattiger Sumpf mit dunklem Wasser, üppigem Grün und von den Ästen herabhängendem spanischem Moos, umgeben von einem dichten Mischwald in einer Aulandschaft

Am Rückweg zum Parkplatz sieht alles anders aus, die Blickrichtung ist in der Gegend enorm wichtig:

Mächtige Sumpfzypressen mit faserigen, dunkelgrauen Stämmen ragen in einem tiefgrünen Sumpf empor, wobei sich ihre verbreiterten Wurzeln im dunklen Wasser spiegeln und graues Bartmoos von den Ästen hängt

Wenn man auch keine Alligatoren sieht, zumindest ihre Spuren sind da:

Ein schmaler, von hohem Gras und Schilf gesäumter Wasserlauf schlängelt sich durch ein sumpfiges Sumpfgebiet mit lichten, kahlen Bäumen im Hintergrund

Weiter ging es über eine Schotterrundstraße. Zunächst entlang eines Flusses, den man auch mit dem Kanu befahren kann (wenn man eines hat). Dort sind Anhingas gut zu sehen:

Ein dunkler Schlangenhalsvogel sitzt auf einem kahlen Ast über einem spiegelglatten Sumpfgewässer, umgeben von herabhängendem spanischem Moos im Hintergrund Das von grauem spanischen Moos behangene Geäst dicker Laubbäume ragt an einem schattigen Wasserlauf empor und spiegelt sich im dunklen Gewässer

Ich habe auch einen verzweifelten Anhinga gesehen: Da fängt man einmal in seinem Leben einen ordentlich großen Fisch und dann? Wie soll man den hinunterwürgen???

Ein dunkler Schlangenhalsvogel sitzt auf einer schrägen Baumstiege im Sumpf und hält einen kleinen Fisch im Schnabel, umgeben von grünen Blättern und herabhängendem spanischen Moos

Auf der Straße fahren und nach Alligatoren im Fluß suchen ist nicht einfach. Zunächst habe ich nur hübsche Blumen gefunden, aber dann kam ein Alligator zum Vorschein, der aber das stehenbleibende Auto nicht mochte und getürmt ist. Ich war aber schneller!

Eine prächtige blauviolette Blütenkerze des Herzblatts ragt an einem kräftigen Stängel empor, umgeben von sattgrünen Blättern vor einem dunklen, schattigen Wasserlauf Ein dunkler Alligator schwimmt knapp an der Wasseroberfläche in einem schattigen Sumpfgewässer, während sich grüne Ufervegetation und rotes Laub im Wasser spiegeln

Der restliche Teil der Straße geht durch den Sumpf mit kleineren Kanälen. Das mögen offensichtlich die Vögel mehr. Was sie aber mit der Straßensperre bezwecken wollten, konnte ich nicht klären:

Vier schneeweiße Seidenreiher mit gelben Schnäbeln sitzen in einem dichten, üppig grünen Strauchwerk, während hohes Schilf und feuchte Ufervegetation den Vordergrund bilden Eine Schar dunkler Ibisse versammelt sich auf einem hellen Schotterweg, während im Hintergrund ein Auto auf der schnurgeraden Straße durch eine flache Steppenlandschaft rollt

Man findet auch einiges das blüht oder zumindest interessante Blätter bildet:

Eine zartviolette Seerose ragt auf einem kräftigen Stängel aus seichtem Wasser, umgeben von schwimmenden grünen Blättern und untergetauchtem, verworrenem Schilf im dunklen Sumpf Eine silbrig-graue Distel mit gezackten Blättern wächst mitten in einer trockenen Wiese aus gelblich-braunem Gras

Kurz vor der Hauptstraße wundere ich mich über den seltsamen Ast auf der Straße. Der Ast hat sich aber äußerst rege bewegt, wie ich mit dem Auto herangekommen bin. Mann war das eine große Schlange! Leider war ich so überrascht, daß ich kein Bild davon geschafft habe.

Nach der weiteren Fahrt bis nach St. Petersburg, habe ich die ersten Fotos vom Campingplatz gemacht. Mein  Zeltplatz lag direkt am Bayou, der Sonnenuntergang sah nett aus:

Ein rosaroter Abendhimmel spiegelt sich in einem ruhigen Gewässer, eingerahmt von dunklen Baumkronen und dem bewaldeten Ufer im Hintergrund

Der Blick nach genau hinter mir (aus Sicht des vorherigen Bildes) war aber spektakulär:

Ein einzelner Baum und dunkle Buschgruppen heben sich als markante schwarze Silhouetten von einem spektakulären Abendhimmel ab, der in kräftigen Orangetönen und tiefem Violett glüht

Ach ja, warum bin ich auf den Campingplatz gefahren: Erstens war für den kommenden Tag in Tampa super Wetter vorhergesagt und zweites war die zweite Nacht gratis (angeblich ein Sonderangebot wegen der Eröffnung des Legolandes in Tampa).

Der nächste Tag war dann mehr als nur voll mit Besichtigungen.

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