Wir waren schon Ewigkeiten nicht mehr in einem der großen Vergnügungsparks und als Abschluß unserer Duzend-Jubiläumsfahrt haben wir uns wieder so einen Park geleistet. Man beachte auch, daß alle drei Seaworlds (San Antonio, San Diego und Orlando) verschieden viel kosten! San Antonio ist das günstigste und wenn man noch einen passenden Gutschein hat, kann man für $49.99 (+ Tax + Parken) ZWEI Tage in den Park gehen. Das Angebot haben wir angenommen:
Eigentlich wollten wir nur einen Tag nach Seaworld fahren. Online bekommt man günstige Tickets, aber ich habe keinen Drucker, um das erstandene Ticket auch ausdrucken zu können. Hilft also nix. Daher habe ich die nette Dame vom Campingplatz gefragt, ob sie nicht einen Coupon hätte. Sie war wirklich fleißig und hat alle Heftl durchsucht, denn sie wußte, da war erst vor kurzem was Passendes. Und tatsächlich, sie hat den ‘Erwachsene zum Kinderpreis + 2. Tag gratis’ Gutschein gefunden. Und da war es: 2. Tag gratis. Sollte man sowas herschenken? Das Wetter war sehr warm und sonnig. Soll man so ein Wetter verlassen? Und der Campingplatz in San Antonio ist sehr nett und günstig…
Wir sind jedenfalls nach Seaworld gefahren und waren zunächst einmal ziemlich unglücklich: Die Schlange an den Kassen war seeeehr lange. Darum wird wohl das online-Ticket beworben. Kaum eine Stunde später hatten wir die zwei-Tagespässe und durften unseren Rucksack durchsuchen lassen. Dort darf man nicht nur keine gefährlichen Sachen mitnehmen, dort ist selbst eine Flasche Wasser verboten; man soll das gefälligst im Park kaufen.
Kaum im Park sind wir gleich zur Shamu Show gelaufen (man hat es zuweilen ziemlich eilig um von einer Show zur nächsten zu kommen). Die Shamu-Show hat sich seit unserem letzten Besuch in einer Seaworld total geändert (wohl weil vor einem Jahr ein Trainer vor Zuschauern in Orlando gestorben ist). Jedenfalls darf kein Trainer mit den Killerwalen schwimmen, der Abstand zwischen Trainer und Wal ist recht groß. Das wirkt sich natürlich aus. Zunächst sind es jetzt bis zu 5 Wale (eines davon ein Baby), die die Show bestreiten. Die Eröffnung zeigt Geschwindigkeit, Power und Sprungkraft:

Die Trainer sind dabei weit entfernt oder hinter der Glasscheibe:

Das neue Ziel dürfte sein, quasi ein Walballett hinzubekommen. So wie man es mit Delphinen schon länger macht. Derzeit sind sie beim Paarlauf:

Die komischen Farben kommen übrigens nicht von einer irritierten Kamera, sie beleuchten dort mit rotem und blauem Licht (wie bei den Wachstumleuchten für Pflanzen). Mehr als die Hälfte der recht kurzen Show ist nun Wasser auf begeistert schreiende Leute (zumeist Kids) spritzen lassen:

Nicht vergessen, das Wasser ist saukalt und salzig. Viel Spaß da gesoaked zu werden. Zum Abschluß wird noch einmal heftig Gehüpft:

Beim Parkbesuch konnte man nicht übersehen, daß Halloween vor der Türe stand. Genau an unserem Abflugtag war Halloween. Ein Vergnügungspark macht aus Halloween glatt zwei Monate. Wir waren ja nur eine gute Woche vorher dort. Daher sah man genug Dekorationen:

Eine für mich unglaublich faszinierende Show ist Azul. Hier wird in der Art von Cirque du Soleil Zirkus, Show und Tierdressur verbunden. Die Musik ist auch ziemlich gut. Die Show habe ich mir öfter als einmal angesehen. Wenn ich Zeit habe, kommen Videomitschnitte auf die Homepage. Es ist als Foto ziemlich schwer zu sagen, was wann wie passiert oder gut ist.

Bei den Tieren kommen Delphine und Belugawale vor (da dürfen die Trainer auch mitschwimmen) und Papageien fliegen frei.

Bei den Artisten gibt es Turmspringer (auch von ganz oben aus dem Dach heraus), Wasserballett, Sprünge von Schaukeln und Sprungbrettern sowie Gummischnur- und Tuchakrobatik:

Die dritte große Tiershow ist die übliche Seelöwenshow. Hier spielt das in einer recht aufwendigen Fischfabrikkulisse:

Die Seelöwen holen Dinge und schleppen sie herum:

Asiatische Fischotter spielen mit (gar nicht so wenig) und der Abschluß gehört einem Walroß. Und das ist echt nicht klein:

VW macht Reklame und zeigt einen besonders gestylten Käfer:

Neben den Shows gibt es noch Aquarien (eher wenige und versteckt, aber es gibt sie noch) und Hochschaubahnen. Für die Freaks wohl viel zu öde, aber ich finde sie gut zum Ansehen; von unten:

Eine kurze Hochschaubahn verknüpft sogar Hoch mit Wasser:

Pinguine leben in einem Terrarium mit echtem Schnee (oder hat da nur wer die Klimaanlage zu viel aufgedreht?
):

Wie gesagt versteckt aber doch finden sich Aquarien (irgendwann einmal war das das Hauptthema). Vom tropischen Fisch bis zum Golf mit Haien ist viel zu sehen:

Wenn es dunkel wird, ist Gruselzeit. Ein großer Teil des Parks ist mit speziellen Halloweenattraktionen zugepflastert worden, wo einem mit Nebel, Puppen, Blitzen und natürlich Schreien Angst eingejagt werden soll. Wieder etwas, worauf ich verzichten kann (wenn man dafür auch noch mindestens eine Stunde Schlange stehen soll). Die Dekorationen sehen aber ganz ok aus:

Auch extra für Halloween entwickelt wurde die Show Monster Stomp. Ganz nach der Stomp-Art wird hier ein Musical mit viel Schlagzeug (sie haben 4 davon!) aufgeführt. Und natürlich gibt es Monster aller Art. Eine der besten Shows, die ich seit langem gesehen habe. Ich habe sie auch komplett mitgeschnitten und schaue wie ich das herzeigen kann.
Bis dahin ein paar Bilder:

Den Abendabschluß hat Shamu gemacht. Die Rockshow mit Shamu wurde natürlich auch Halloweenifiziert. Laute Musik (und ich meine wirklich laut) und Jack, der Kürbiskopf. Auch da habe ich Videos, für den Bericht müssen aber ebenfalls Bilder genügen:

Auch bei der Show sind 4 Killerwale gleichzeitig am Werken, die Wasserkanonen sind wohl ein Ersatz für das Feuerwerk, das ich zuletzt in Orlando und San Diego gesehen habe. Nach 10 Minuten ist das ganze aber auch schon wieder vorbei.
Am Ausgang gibt es noch eine Musikshow, die ich aber am ersten Tag ausgelassen habe, um nicht im Ausfahrtstau zu stecken. Mit der kurzen Fahrt waren wir trotzdem erst um 23 Uhr am Campingplatz. Am nächsten Tag ging es wieder nach Seaworld, es war aber sicher keine Kopie dieses Tages.