So anders wollte ich Death Valley zwar nicht kennenlernen, aber wer sonst kann soetwas behaupten gesehen zu haben? Regen im Death Valley? Ist doch irgendwie widersinnig:
Scheinbar bin ich als Regengott gar nicht so übel. Ich hatte Regen in Petra und jetzt Regen im Death Valley. Aber zunächst alles der Reihe nach. Wir sind aus dem Motel losgefahren und ich hatte Hunger. Nicht so ganz unlogisch, denn in dem Motel gibt es zum Normaltarif von $150 die Nacht (nein, das habe ich nicht bezahlt) kein Frühstück. Wir haben auf die nächste Raststation gewartet und siehe da, schon bald war eine gefunden. Das Wetter sah zumindest schon recht brauchbar aus:

Von unserem Schattenplatz aus konnten wir einiges an Getier sehen. Von manchem wurden wir sogar ungeniert (und erfolgreich) angebettelt:

Dann haben wir den ersten virtuellen Stau gesehen. Mitten im Nichts zeigte der TomTom einen roten Stau von 4 Minuten an. Wir waren gespannt und der Stau läßt sich wohl nur durch Touristenneugierde erklären. Gesehen hat man an der Staustelle das:

Da hat wohl ein Tourist angehalten, um den wehenden Sand zu fotographieren. Und das hat 4 Minuten gedauert…. So viele TomToms mit HD Live kommen dort sicher nicht vorbei.
Weiter ging es auf einsamen Straßen über Berg und Tal:

Nach längerer Fahrt war Death Valley in Sicht. Die Wolken leider auch wieder:

Die Sanddünen im Norden machen immer was her. Dort war es wenigstens nicht kalt, zumindest für europäische Verhältnisse. Für Death Valley war wohl Winter ausgebrochen. Die 80°F haben wir jedenfalls nicht erreicht:

Es war jedenfalls so kalt, daß sogar Astrid lachen konnte. Trotz Sonne!

Auf der Weiterfahrt ist uns ein Kojote über den Weg gelaufen. Er hat uns absolut ignoriert und ist trotz aller Bemühungen nicht langsamer geworden. Halt ein Foto auf der Flucht:

Der Golden Canyon war wieder sonnig beleuchtet und so konnten wir ihn erwandern (was man halt in der Kürze von 5 Minuten wandern nennen kann
):

Auf dem Weg zum Artist Drive hat uns die Sonne dann recht endgültig verlassen. Das war der letzte sinnvolle Auftritt im Death Valley:

Den Artist Drive habe ich bisher nur einmal gesehen, denn beim zweiten Besuch des Death Valleys war er kurz vorher von Geröllmassen bei einem Unwetter verschüttet worden. Und irgendwie ist er auch nicht mehr so ganz toll. Klar, die Sonne hat gefehlt, aber man sieht doch viel Geröll herumliegen, das die bunten Steine verdeckt. Ich hatte da zum ersten mal ein advanced feature: Auto drive. Um Fotographieren zu können habe ich nur Gas und Bremse bedient, das Lenkrad hat sich automagisch von selbst gedreht. Jeder sollte so etwas in einem Auto haben. (btw, das Service Auto Drive ist copyright by Astrid. Anfragen über ihre Verfügbarkeit direkt bei ihr
).

Beim Zabriski Point war es schon ziemlich düster. Echt schade, denn meine bisherigen Fotos sind noch aus der Analogzeit. Auch diese Straße war beim letzten Besuch verschüttet gewesen.

Kurz darauf hat es zu Regnen begonnen. Nicht viel, aber es hat geregnet. Auf der weiteren Fahrt nach Las Vegas hat es rumgezogen, kurz vor dem Ziel hat es dann doch wieder aufgerissen. Die Fahrt ins Harrah’s war mit dem TomTom leicht, das bisher immer in Las Vegas genutzte Sahara existiert nicht mehr. Das Zimmer im Harrah’s kostet angeblich normal 200$ pro Nacht. Glaube ich nicht, denn erstens geben Sie es im Internet um 50$ her (was für ein Rabatt) und zweitens wollen sie noch zusätzlich eine Resortgebühr von 18$ pro Nacht. das Zimmer selbst ist nicht viel anders als im Sahara, ein wenige weniger abgewohnt, und – man höre und staune – im Bad ist ein zweiter Fernseher. Wer’s braucht.
Die Aussicht ist nicht ganz ‘auf den strip’ aber fast. Zumindest sieht man die anderen Strip-Hotels und den explodierenden Vulkan:

Nach einem enttäuschenden Buffet im Harrah’s (teuer und wenn man Krabben nicht mag wenig Auswahl, und das schon lange im Warmhalteschrank) ging es auf eine Abendrunde; so zum Kennenlernen. Die Fotos wird man sicher schon auf meinem Blog gesehen haben, aber ich wollte die neue Kamera ausprobieren. Die geht sehr brav (alle Fotos einfach so freihand ohne lange Nachdenken):

Vorher habe ich den Vulkan erwähnt. So sieht das von unserem Zimmer aus. Warum da in den Menschenmassen baden und warten?

So ging ein langer Tag deutlich nach Mitternacht zu Ende. Am nächsten Tag ging es in die Hotels und wir trafen uns mit meinem Freund Paul. Wie sonst hätte ich ein 250$ Zimmer im Aria gesehen???