Der Heimflug

Der letzte Tag geht immer mit dem restlichen Einpacken, Quatschen und ein paar Computerdingen drauf. Dieses mal mußten wir auch wieder das Auto früher zurückbringen, da wir mit dem frühen Flug gekommen sind und mit einem späten wieder abfliegen. Und die Mietwagenfirma nimmt die 24h sehr ernst.

Die Fahrt mit Tanken zu Alamo war recht schnell erledigt, komischer Weise sind die billigsten Tankstellen jetzt direkt vor dem Flughafen. Man spart sich da 10 Cent pro Gallone. Ich habe 2x tanken müssen, denn aus welchen Gründen auch immer, beim ersten ma war er laut Tankanzeige nicht voll. Und fehlender Tank wird mit 5.90 pro Gallone gerne bei Alamo nachgetankt. Also noch einmal eine dreiviertel Gallone getankt und siehe da, die Tankanzeige konnte sich für ‘voll’ entscheiden.

Die Rückgabe war so schnell wie noch nie: Ich fahre rein, sie machen eine neue Lane auf, auf der ich ganz nach vorne fahren soll. Dort werde ich schon mit Namen angesprochen und 30 Sekunden nach der Einfahrt bin ich schon am Weg zum Parkplatz, wo mich mein Freund abholen wollte. Und welch Zufall, er biegt gerade in dem Moment ein. Besser geht es nicht.

Der Tag war schöner als die anderen, denn es gab nicht einmal den üblichen Frühnebel. Desto schwerer fiel uns daher der Abschied, selbst Astrid könnte sich sehr gut vorstellen in Kalifornien zu leben. Das Wetter ist so schön gleichmäßig schön und nicht zu heiß und nicht zu kalt. Smiley Trotzdem mußten wir zum in-n-out fahren, um unseren Abschiedsburger zu verdrücken. Die Zeit verflog und schon standen wir vor dem AA Terminal. Und da fingen die Probleme an.

Am Vortag teilte mir British Airways beim online checkin mit, daß sie sich garnicht für einen von AA durchgeführten Flug zuständig fühlen und haben mich einfach nur auf die AA Seite weitergeleitet. Die wollten von mir alle Daten noch einmal bestätigt haben, wobei sie es aber nicht schaffen, Dropdowns richtig vorauszuwählen. Also alles was in Drop Downs drinnen steht, muß man noch einmal eingeben (obwohl man das schon für den Herflug getan hat). Nach ewigem Tippen und Klicken kann man endlich einchecken (wo das Zusatzgepäckstück anzugeben ist weiß ich bis jetzt nicht) und wird darauf hingewiesen, daß ein BA Flug nicht eingecheckt werden kann, man soll am Schalter einchecken.

Wir pilgern daher in das Terminal und stellen nach langem Suchen und Fragen fest, es gibt für Economy keine Schalter mehr. Nur noch Automaten. Wir kämpfen uns daher durch ein weiteres sinnloses Interface (sie wollen z.B. NUR die völlig verschiedene AA Buchungsnummer wissen, die echte von der BA kann man nicht eingeben), scannt seinen Paß, was erst beim hundertsten Versuch geht (und das war nicht nur unser Automat, alle haben gekämpft) um den roten Text: ‘Need assistance’ zu lesen. Die gerade vorher nicht zuständige Frau kommt jetzt, und jetzt ist sie zuständig. Sie ruft aber gleich mal nach einer anderen. Die fragt was los ist und ruft gleich noch eine andere. Die rennt sinnlos rum, holt sich zur Abwechslung einen Typen, dem sie unsere Pässe gibt. Der tippt in ein ganz spezielles Terminal ewig Daten ein (super Interface, alles über ein Textterminal!), sagt nur Bags und wir kriegen 3 Bagtags (dem war es wurscht, daß man für ein zweites Gepäckstück eigentlich $60 zahlen müßten). Dann schnauzen sie uns an, wir sollen das Gepäck selbst zum Security Check schleppen. Wie wir weggehen, hören wir schon die nächsten Österreicher wie sie den Checkinschalter suchen…

Nach dem Bagdrop beim Security Check wollen wir zum Gate gehen. Da werden wir wieder angeschnauzt, daß der einzige sichtbare Eingang nur für Premiumkunden ist. Wir sollen den hinter uns liegenden cattle-class Eingang nutzen. Ich sehe schon, das gibt eine Beschwerde bei British Airways…

An Bord war es AAüblich (also wie früher) nett und gemütlich, das Essen war viel besser als bei BA und man bekommt normale Dosen anstelle der Microdosen, wo sich nur eine feuchte Lippe ausgeht.

In Heathrow mußte ich zum ersten mal in der Geschichte nicht Terminal wechseln, denn AA darf auch nur am alten Terminal 3 landen, genau da, wo BA nach Wien wegfliegt. Man muß aber trotzdem durch einen weiteren Security Check, die Amerikaner können soetwas wohl nicht. Die zeit am Terminal verging nur seeeehr langsam, das Internet ist leider nicht gratis und so habe ich halt ein paar Berichte geschrieben. Das Notebook hält ja zum Glück einige Stunden ohne Strom durch.

Der Heimflug nach Wien war dann überraschend ruhig, da rund um Wien Gewittertobten, aber ein Zufall uns ohne großes Rütteln daran vorbeigeführt hat. Das Gepäck kam schnell und in einem Stück, das reservierte Taxi stand für uns bereit. Nur leider nicht das versprochene tolle Service (was wir auch beim Wegfahren hatten) sondern ein komischer Typ mit uraltem Mercedes Taxi (das Wort abgefuckt könnte einem durch den Kopf gehen) fuhr uns in abartigem Style in lebensbedrohlicher Art nach Hause. Zum Glück haben wir das auch noch überlebt.

Und schon hatte uns der Winter wieder, denn anders konnte ich die Temperaturen nicht einordnen…

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