Tucson Botanic Gardens und Minigolf die Zweite

An unserem letzten Tag in Tucson und Umgebung haben wir uns ein verstecktes Kleinod herausgesucht, das den Beschreibungen wirklich gerecht wird.


Größere Kartenansicht

Die Fahrt vom Campingplatz nach Tucson ist schon Routine, genauso wie der schnelle Sprung in den Pool, wenn man auf den Platz zurückkommt. Der botanische Garten war schnell gefunden und der erste Eindruck war schon recht positiv. Der Kräutergarten war mit riesigem buschigen Basilikum gefüllt und es duftete herrlich.

Der offizielle botanische Garten der Stadt war ursprünglich ein ganz normaler Garten einer (wie immer) reichen Familie. Die wollte zu ihrem Haus einen kühlen Garten haben, denn Klimaanlagen waren damals noch nicht bekannt. Die schwedische Haushälterin liebte Zitruspflanzen und daher hat sie auch jede Menge davon gesetzt. Sie war bis zu ihrem Tod dort am Werken und scheinbar glücklich. Das ist ihr Gartenhäuschen, wo sie selbst gegartelt hat.

Wie für die hiesige südliche Gegend üblich, sind die Malereien Kacheln. Auch in dem Garten sehr hübsch gemacht.

Ab Oktober gibt es im Orchideenhaus noch viel mehr zu sehen: Schmetterlinge. Wir hatten also das Glück ein ziemlich voll besetztes Schmetterlingshaus besuchen zu können.

Beim Eingang wird einem erklärt wie man sich verhalten soll. Besonders wichtig ist ihnen, daß kein Schmetterling entkommt. Nicht weil der Geld kostet, sondern weil die US Behörde dann stinkig wird, weil ein fremdländischer Schmetterling in die freie Luft Amerikas entkommt. Auch so kann man illegale Immigranten bekämpfen. Zwinkerndes Smiley

Tropische Pflanzen und Blumen sind natürlich auch in dem Glashaus zu sehen.

Die absoluten Highlights sind aber die zum Teil überdimensional großen Schmetterlinge, die es in echt großer Dichte zu sehen gibt. Lustig am Rande erscheint es, daß die beiden asiatischen Türwächter offenbar Angst vor Schmetterlingen haben und mit seltsamen Wedeln bewaffnet sind. Manche Schmetterlinge hängen in Trauben an Ästen. Sie bewegen sich auch nicht weg, wenn man ziemlich nahe herankommt.

Noch ein letztes Beispiel zum Abschluß (ja, ich habe da viele Fotos gemacht) und schon ging es nach draußen. Unglaublich, wie einem über 30°C plötzlich echt kalt vorkommen, wenn man vorher in dem Glashaus war.

Vor dem Schmetterlingshaus kann man sich im Schatten von Orangenbäumen ausruhen und erholen. Bis einem eine Megaorange auf den Kopf fällt, weil die scheinen echt groß und gefährlich zu sein.

Mehrere Pavillons enthalten kleine Minigärten, die zum Teil nach dem Ankauf durch die Stadt dazugesponsert wurden. Unter anderem auch ein japanischer Zen Garten.

Es gibt noch einen Garten der Sinne, einen der Gewürze und und und. Und alle sind sehr hübsch hergerichtet.

Ein großer Bereich wird von den Kakteen der verschiedenen Wüsten eingenommen. In Tucson kommen nämlich mehrere Wüsten zusammen, die jede eine völlig andere Pflanzenwelt hat. Und alle kann man in Tucson sehen. Fangen wir mit den Kleinen an, der rechte heißt Baseballpflanze.

Und nun die größeren.

Auch die Bänke sind dort bunt gekachelt.

Eidechsen gibt es natürlich auch. Und genauso natürlich habe ich sie gesehen und fotographiert. So wie diese hier.

Dieser Vogel saß mitten in einem Baum und wollte sich nicht fotographieren lassen. Er hat mich immer angesehen wie ein angry bird, aber immer war etwas zwischen ihm und mir. Bis ich einmal schneller war.

Es gibt auch einen Schmetterlingsgarten, der im Freien native Schmetterlinge anlockt. Auch dort war ich erfolgreich.

Mit einem weiteren Kurzbesuch im Schmetterlingshaus, haben wir den Besichtigungsteil abgeschlossen.

Wir haben uns zuletzt mit dem sehr günstig in einem Automaten geholten und echt eiskalten Getränk (laut Automat 1.6°C) unter den Orangenbaum gesetzt und den Garten einfach auf uns wirken lassen. Die Familie hat es sich nicht schlecht gehen lassen. Das Haus war für heutige Verhältnisse klein (ist jetzt der Gift Shop), sie hatten aber ein Gästehaus im Garten. Der für den Garten notwendige Wasserspeicher diente früher auch gleich als Pool. Ich denke, so konnte man es da wohl ganz gut aushalten.

Weiter ging es zu einem zweiten Besuch im Familyzentrum, um die zweite Runde Minigolf zu probieren. Die ist fast noch ein wenig anspruchsvoller als die erste. Spaß hat es allemal gemacht.

Beim Rausgehen sind wir an den Bumperbooten vorbeigekommen. Nicht nur, daß man einen kleinen Wasserstrahl verwenden kann, um anderen eine Abkühlung zukommen zu lassen, man kann sie auch da reindrängen. Und dann wird es echt naß.

Und damit haben wir die lange Zeit in und um Tucson abgeschlossen und wir mußten uns auf den langsamen Heimweg machen.

Kommentar hinterlassen