Die Fahrt hinüber

Der Anreisetag ist immer mies und wird nur vom Heimreisetag übertroffen, weil man da in die Kälte fährt und der Urlaub zu Ende geht. Dieses mal ist alles ganz anders: Heimkommen hat mehr Bonuseffekte als man glaubt und Wegfahren war zumindest am Anfang viel gemütlicher als bisher.

Der Flieger ging erst um 11:50. Daher konnte man zu einer christlichen Zeit aus dem Bett kommen. Die Fahrt zum Flughafen konnte ich in meinem eigenen Auto absolvieren, weil sich Astrid dankenswerterweise um die Weiterfahrt gekümmert hat. Ich habe mich natürlich gleich spannend verfahren, denn nirgends war der Checkin von BA angeschrieben und dann muß man auf die große Runde im Flughafen gehen. Die ist irgendwie nicht wirklich gut beschriftet und man kämpft ständig gegen den Exit. Aber auch das lies sich hinbekommen. Wir haben uns dann für den Ruckzuck Abschied entschieden, denn der Abschied war ohnehin schwer. Hier das Aufwiedersehensfoto:

Jetzt wo das neue Terminal fertig ist (und btw echt hässlich ist), bauen sie das alte auch um. Der Eingangsbereich geht zwangsläufig durch einen Shop:

Und dieses Jahr ist noch ein Novum zu bemerken: Wir sind bei absolutem Schönwetter abgeflogen. Wochen zuvor war es immer mies, aber gerade am Abreisetag war es schön. Wohl nur so zum Trotz.

Der Trotz hat aber nicht lange gedauert, spätestens in Höhe Linz war es vorbei mit der Sonne:

Sehr klassisch war der Snack bei BA. Vorallem klassisch grauslich:

So ein Ding (Essen würde ich es nicht nennen) ist echt böse. Da sollte man lieber darauf verzichten. Macht vielleicht noch einen billigeren Flug? Zum Glück waren wir vor dem Abflug noch beim Burger King; man muß sich ja auf die USA einstellen. Zwinkerndes Smiley

Über London war es dann auch völlig bedeckt, wir haben die scheinbar obligatorischen Runden gezogen und sind zur Landung übergegangen. Das Rollfeld kam in Sicht, war zum Greifen nah und plötzlich Vollgas, ein Röhren der Turbinen und weg waren wir wieder. Nachdem wir wieder Reiseflughöhe erreicht hatten, teilte uns der Captain mit, daß ein Flugzeug noch auf der Landebahn stand und er daher durchstarten mußte. Wieder Runden ziehen, ein zweiter Versuch auf einer anderen Landebahn und wir kamen doch runter. Sogar in einem Stück.

Der Umstieg auf das Terminal 5 war nicht anders wie immer, wir hatten ja auch genug Zeit. Leider. Der nagelneue Airbus A380 stand wenigstens am allerletzten Ende des Terminals (5c ganz hinten), sodaß man den Eindruck gewinnen konnte, wir wollen zu Fuß nach LA kommen.

Das Gate war natürlich noch nicht das Ende des Marsches, denn der Schnorchel ist bei dem Gate länger als so manch anderes Terminal. Das Flugzeug selbst ist ein Monster. Wenn man drinnen sitzt kommen einem absolut alle anderen Flugzeuge winzig vor. Egal ob Boeing 777 oder 747.

Beim online-Checkin hatte ich Glück und wir kamen in das Oberdeck auf einen Zweiersitzplatz. Die Sessel sind wirklich gut und die elektronische Ausstattung halbwegs zeitgemäß. Selbst ein USB Anschluß ist dabei.

Einzig die overhead lockers sind echt klein, dafür hat man zusätzlichen Stau- und Ablageraum neben dem Sitz. Ziemlich cool.

Natürlich konnte auch der Abflug nicht reibungslos verlaufen: Ein Passagier ist nicht aufgetaucht. Erst warten, dann Passagier suchen, dann Gepäck wieder ausladen. So kamen wir erst 45 Minuten zu spät vom Gate weg. Beim Abflug gab es wie immer auch noch Stau:

Wer glaubt eine 747 startet gemächlich, der war noch nicht in einem A380. Der fährt überhaupt nur so dahin und hebt dann irgendwann mal ab, obwohl man das Gefühl hat noch lange nicht schnell genug zu sein. Das könnte aber auch daran liegen, daß der A380 wirklich sehr leise ist. Da röhrt nix ohrenbetäubend.

Die Fenster sind eher klein und nicht wie beim Dreamliner mit LCD und Farbspiel cool aufgemotzt. Aber wer braucht das schon.

Wolken haben auch bei dem Flug dominiert. Nur hie und da konnte man Blicke in die eisige Kälte werfen. Da will sicher keiner Notlanden. Ich hatte nicht einmal eine Jacke dabei…

Die Landung verlief problemlos, jedoch spürten wir gleich den Freitag Abend, denn sehr viele Menschen waren unterwegs. Das Warten auf die Immigrationüberprüfung war doch ziemlich lange. Dafür war der Immigrationofficer so freundlich wie noch nie und hat nur rumgescherzt. Mal was Positives.

Das Shuttle zum Mietwagen kam auch praktisch sofort und am Schalter von National (Alamo hat eine unüberwindbare 4 Wochen Maximallänge) ging der Typ vor mir gerade weg, wie ich ankam. Auch die Dame war extrem nett und Minuten später war ich schon auf der Suche nach einem Auto. Da sie wieder knapp mit Autos waren, durfte ich mir einfach irgendein Auto nehmen. Kann auch Premium sein. Nur leider ist Kofferraum offenbar völlig überschätzt. Die großen Autos haben nur briefeinwurfschlitze, die Minivans 7 Sitze und wieder keinen Kofferraum. So bin ich also in meiner bezahlten Klasse geblieben und habe mir einen Dodge Charger genommen. Leider in schwarz, was wohl ziemlich warm wird. Gerade als wir rausfuhren, sehe ich noch, wie sie einen weißen Charger hinstellen. Zu spät. Trauriges Smiley

Die Fahrt zum Haus meines Freundes verlief problemlos und so konnten wir etwas nach 21 Uhr Ortszeit zur üblichen Umarmung antreten.

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