Das ausgemusterte Passagierschiff RMS Queen Mary in Long Beach liegt festgemacht am Ufer, während im glitzernden Hafenwasser direkt davor ein russisches U-Boot der Foxtrot-Klasse im hellen Sonnenschein vor üppig blühenden Sträuchern und kargem Gestein vorankommt

Queen Mary

In Long Beach liegt seit langer Zeit die Queen Mary, ein Schiff, das früher den Luxus verkörperte. Jetzt wird sie für die verschiedensten Zwecke verwendet, wie wir noch sehen werden.

Zuerst muß man wissen, daß alleine das Parken bei der Queen Mary $15 kostet. Man kann auch mit dem Shuttle von einer beliebigen Stelle des Long Beach Bereiches kommen, aber zahlen muß man für das Parken auf jeden Fall. Zumindest haben sie es dort so geplant. Vom Parkplatz (völlig schattenlos und echt warm) kommend, kann man an der Ticketstation Geld lassen.

Das historische Passagierschiff RMS Queen Mary liegt festgemacht an der Kaimauer, während am gepflasterten Vorplatz Autos parken und im Hintergrund der blaue Himmel strahlt

Es gibt eine Reihe von Eintrittsarten und eine noch längere Reihe an Führungen. Ich wollte nur den Standardpaß = auf das Schiff gehen und rumrennen. Ich habe aber im Internet gelesen, daß man AAA Ermäßigungen erfragen soll. Da ich extra eine ÖAMTC Karte habe = AAA Partner, habe ich doch glatt gefragt. Die gute Frau hat zu suchen begonnen und irgendwann gemeint, ich bekomme den Combopaß Queen Mary + U-Boot um 8$ billiger als die Queen Mary alleine. Ok, war ich nicht dagegen.

Man könnte auch noch weitere Führungen und Ausstellungen buchen: die hounted Tour, die Tour der parapsychologischen Vorkommnisse, die Ausstellung zu Prinzessin Diana, … The Chill (im Foro Mitte) war noch nicht offen: Ein großer Raum wird runtergekühlt und man kann dort auf Eisbahnen rutschen und Schnee kennenlernen; genau das wovor ich geflüchtet bin.

Vor dem Bug der Queen Mary liegt ein russisches U-Boot, das nun auch in meiner Besichtigungstour dabei war.

Das Passagierschiff Queen Mary liegt mit dunklem Rumpf und charakteristischen orangen Rauchfängen vor strahlend blauem Himmel im Hafen, davor schwimmt ein graues U-Boot im Wasser

Man kommt nach der Ticketkontrolle mit dem Lift in die Lobby des Schiffes. Dort kann man sich von Greisen rumführen lassen und sich alte Geschichten erzählen lassen; da war ich gleich weg.

Im hell erleuchteten Gang an Bord der RMS Queen Mary schlendern Passagiere vorbei an messinggerahmten Vitrinen, während glänzende Holzsäulen und eine großflächige Deckenbeleuchtung den historischen Schiffssalon prägen

Mein Weg führte mich auf das vordere Deck, wo man eine nette Aussicht auf das russische U-Boot hat. Sieht irgendwie klein aus.

Das in Long Beach liegende Museumsschiff RMS Queen Mary gewährt von seiner hölzernen Decksstiege und Reling den Blick nach unten auf ein dunkles U-Boot im Hafenbecken, während im Hintergrund das Hafengelände und Krane zu sehen sind

Die Queen Mary wurde wie zwei andere Schiffe zur Weltkriegszeit beschlagnahmt und für Kriegszwecke genutzt. Daher haben sie auch Kanonen zur Verteidigung montiert. Die Kanonen wurden von armen Soldaten geputzt, es wurde aber nie auch nur ein Schuß auf den Feind abgegeben.

Graues Flugabwehrgeschütz an Bord der RMS Queen Mary mit einem blauen Infotafeltäfelchen auf hölzernem Schiffsdeck, im Hintergrund blauer Himmel und gelber Mast

Das vordere Deck ist heute sehr leer und übersichtlich, die Kanonen wurden alle (bis auf die eine) wieder entfernt.

Der Bug der RMS Queen Mary in Long Beach zeigt ein hölzernes Deck mit Pollern, während im Hintergrund der Rumpf mit rot-schwarzem Rauchfang und die Kuppel des ehemaligen Spruce Goose-Hangars thronen

Der Blick auf die Long Beach In-Meile war an dem Tag ungetrübt.

Die weite Skyline von Long Beach zeigt im Vordergrund den ausgedehnten Yachthafen mit zahllosen Segelbooten entlang der Steinmole, während im Hintergrund helle Hochhäuser und Palmen unter hellem Himmel aufragen

Im Außengang der Queen Mary sind einige historische Fotos mit entsprechender Erklärung aufgehängt. Meistens Fotos von berühmten Persönlichkeiten, die auf dem Schiff mitgefahren sind.

Der gedeckte, hölzerne Gang der Queen Mary verläuft in die Tiefe, gesäumt von beigen Wänden und einer genieteten, gelben Deckenkonstruktion aus Stahl mit sichtbaren Rohren. Auf der rechten Seite fällt durch große Fenster helles Licht ein, während an der linken Wand dunkle Wandbilder hängen

Aber auch ein Foto aus der Zeit, wo die Queen Mary für Kriegszwecke umgebaut wurde. Lange haben sie darüber nachgedacht, was sie aus dem großen Schiff machen sollten. Es gab auch Überlegungen, einen Flugzeugträger daraus zu machen. Sie haben sich aber dann doch für den Truppentransporter entschieden. Also nicht viel umgebaut sondern vorwiegend grau angestrichen. Bei der Normandie (links im Bild), ging der Umbau nach der Beschlagnahmung nicht so gut aus: Der neue Name war Lafayette und dann haben sie sie irrtümlich niedergebrannt. Ups.

Historische Schwarzweißaufnahme einer gewölbten Schautafel, die drei große Ozeanriesen parallel an Kaimauern liegend zeigt; im Vordergrund verläuft eine mehrspurige Straße mit einigen Autos vor städtischen Gebäuden

Die Seile zur Befestigung des Schiffes sind eigentlich sinnlos, denn sie haben das Schiff ohnehin mit diversen Konstruktionen am Kai befestigt. Die Vögel mögen die Seile aber sehr.

Eine Reihe schwarzer Kormorane und eine weiße Möwe sitzen auf einem dicken, rostbraunen Drahtseil, das schräg über das blau schimmernde Wasser zu einer steinigen Uferböschung verläuft

Im Schiff kann man sich verschiedene Bereiche ansehen, die aber alle eher leer sind. Das alte Gefängnis, die medizinische Station oder die Quarantänestation. Nett ist der Blick hinaus.

Ein rundes Bullauge in einer grauen Schiffswand öffnet den Blick auf blaues Wasser und eine ferne Uferpromenade mit Palmen unter hellem Himmel

Oder man geht auf das Achterdeck; da haben sie sogar Fernrohre aufgestellt.

Blick von einem Schiffsdeck mit hölzernem Boden und weißer Reling über das blaue Wasser auf die weitschichtige Skyline von Long Beach mit zahlreichen Hochhäusern unter hellem Sommerhimmel

Unter den Rettungsbooten war auch viel Platz. Auf den begehbaren Bereichen war ganz prinzipiell viel Platz.

Blick entlang des hölzernen Decks der Queen Mary in Long Beach mit massiven Rettungsbooten in Davits rechts, einer weißen Stiege und orange-schwarzen Rauchfängen unter blauem Himmel

Eine Sonderausstellung ist der Kommunikation gewidmet. Man sieht nicht nur die alten Fernschreiber und Funkgeräte, sondern es wird auch erklärt, wie man innerhalb des Schiffes kommuniziert hat. Mit solchen Dingern.

Der goldfarbene Messing-Telegraf für Turbogeneratoren zeigt auf einem halbkreisförmigen Zifferblatt diverse Schiffsbetriebsstellungen wie „Stand By“ und „At Sea“, während im Hintergrund an der holzverkleideten Wand mehrere historische Schwarz-Weiß-Fotografien von Räumlichkeiten und Personen hängen Historischer Funkraum mit holzgetäfelten Wänden, massiven Pulten aus hellem Holz, zwei schwarzen Drehstühlen und grauen Funkgeräten sowie Instrumenten

Damit man von der Brücke auch beide Seiten des Schiffes sehen konnte, haben sie links und rechts Überhänge rausgezogen (wie bei den großen Schiffen heute auch). Davon hat man echt einen guten Ausblick.

Blick von oben auf das Promenadendeck der RMS Queen Mary in Long Beach mit hölzernem Fußboden, steiler Stiege und Personen, die an der weißen Bordwand entlanggehen, während das Schiff im blauen Hafenwasser liegt Das historische Passagierschiff RMS Queen Mary in Long Beach zeigt seine markanten orange-schwarzen Rauchfänge und Rettungsboote an Deck, während im Hintergrund ein modernes Kreuzfahrtschiff im blauen Wasser liegt Der ockerfarbene Mast der RMS Queen Mary ragt imposant über das hölzerne Deck, während im Hintergrund das blaue Wasser des Hafens von Long Beach und grüne Uferanlagen liegen

Die Brücke selbst ist eher schlicht. Es gibt verschiedene Stationen für verschiedene Aufgaben, selbst die wasserdichten Schotte konnten von hier aus gesteuert werden. Sieht halt für jetzige Verhältnisse übertrieben mechanisch aus. Und was es da an Messing zum Putzen gibt. Zwinkerndes Smiley

Im historischen Steuerhaus dominieren dunkelbraune Holzvertäfelungen, ein dunkler Riemenboden und eine vernietete Decke in Messingoptik. Mehrere glänzende Telegraphen und Messinginstrumente stehen hinter einer niedrigen Absperrung, während eine durchgehende Fensterfront den Blick nach draußen freigibt

Die wichtigen Leute hatten auch am Schiff genug Platz. Wichtig war der erste Ingenieur, der für die ganze Technik des Schiffes zuständig war. Er hatte ein ganzes Zimmer für sich alleine.

Kompakter Schiffsraum mit Holztisch, dunkelblau gemustertem Sessel im Gang, rot-weißem Vorhang, Waschbecken an der Wand und einem schmalen Bett im Hintergrund

Der Kapitän hatte gleich zwei Zimmer. Hier nur sein Wohnzimmer.

Gemütlich eingerichtete Kanzlei mit holzverkleideten Wänden, einem grauen Sofa, Sesseln, zwei runden Tischen auf dem blauen Teppich und einem holzgefassten Schreibpult an der Fensterfront

Ein Großteil des Schiffes wird heute als Hotel genutzt. Da versuchen sie den Scharm des alten Schiffes zu bewahren.

Gemütliche Schiffs-Lounge mit tiefroten Polstermöbeln, gemustertem Teppichboden, holzvertäfelten Wänden mit historischen Gemälden und einem offenen Gang im Hintergrund

Das Schiff ist so groß, daß es eine eigene Druckerei für die diversen Aushänge hatte.

Museumsdarstellung einer historischen Druckerei mit zwei lebensgroßen Figuren in grünem Blouson und Schürze: Links bedient eine stehende Figur eine gusseiserne Druckerpresse, rechts sitzt ein Setzer am Regal. Im Hintergrund lagern Schachteln auf Wandregalen und eine Stehleiter lehnt an der Wand

Wenn man sehr lange sucht, findet man den Außengang, der an die Rückseite führt, von wo man die Bob Hope Ausstellung sehen kann und zur Tour in den Maschinenraum aufbrechen kann. An Anzeigen und Dampfumformern fehlt es da nicht.

Der Maschinenraum der RMS Queen Mary zeigt eine dichte Anordnung von grauen und schwarzen Schaltpulten mit analogen Rundinstrumenten, Hebeln und Ventilen, umgeben von unzähligen metallenen Rohren an den Wänden sowie einer schmalen Stiege im Vordergrund Ein Blick in den Maschinenraum eines historischen Schiffs mit massiven schwarzen und rot lackierten Turbinen, die von zahlreichen Leitungen und robusten Stehern aus Stahl umgeben sind Im eisernen Maschinenraum eines alten Schiffes führt ein schmaler Gang mit dunklem Metallboden und hölzernem Handlauf vorbei an massiven Zahnrädern, Rohrleitungen und Kontrollkästen in die Tiefe

Das Schiff hat 4 Antriebsschrauben. Eine Antriebswelle alleine ist echt groß.

Blick in den schummrigen Maschinenraum eines historischen Schiffs mit massiven Stahlträgern, genieteten Blechen und einer langen, rostbraunen Welle, die parallel zu einer eisernen Stiege durch den Gang verläuft Der massive Schiffspropeller aus grünlich schimmerndem Metall ragt in einem dunklen, wassergefüllten Ausstellungsraum schräg nach unten, flankiert von einer roten Trägerkonstruktion

Die ‘billigen’ zweite Klasse Kabinen hatten Stockbetten.

Im schlichten Zimmer einer historischen Schiffsunterkunft stehen zwei Betten mit grün-gold gemusterten Decken, wobei das obere Einzelbett an Ketten frei unter der eisernen Deckenverstrebung hängt. An der linken Wand befinden sich ein Waschtisch, zwei Spiegel sowie eine Kommode aus Holz

Die erste Klasse dann normale Betten und einen Wohnraum. Luxus gab es natürlich auch noch in jeder Menge.

Ich habe an der Stelle dann genug gesehen, wollte mich nicht mehr über das Leben von Bob Hope informieren und bin zum russischen U-Boot gegangen.

Blick über das verwitterte Deck des Museums-U-Boots USS Bogue an der Kaimauer in San Diego, eingefasst von grauen Metallgeländern, mit dem blauen Hafenwasser im Hintergrund

Die wasserdichten Schotte sind erstaunlich eng und klein. Mit normaler Kleidung und Fotoapparat kann man sich schon überlegen, wie man da durchkommt.

Das Enge Innere eines U-Boots mit einer weiß lackierten Schotte, einem runden Einstiegsloch samt Handrad und einem Gewirr aus Rohren, Kabeln und Armaturen an der Wand

Die verschiedenen Stationen werden von einer Stimme mit russischem Akzent in einer Tonloop erklärt. Man erfährt so, daß eine U-Boot Mannschaft aus ziemlich vielen Leuten bestand. Was die da alles getan haben, ist mir ein Rätsel, aber scheinbar waren sie notwendig.

Einblicke in den engen, metallnen Gang eines U-Boots mit roten Akzenten, bei dem rechts ein langer, grüner Torpedo lagert und Leitungen sowie Armaturen die Decke säumen Der offene metallene Lukendeckel gibt den Blick auf das zylindrische Rohr frei, umgeben von olivgrünen Armaturentafeln mit runden analogen Anzeigen, roten Kontrollleuchten, Hebeln und Kabelsalat im engen Gang eines U-Boots

Viel Platz hatte man in so einem U Boot echt nicht. So wenig Platz, daß sich nicht einmal alle gleichzeitig hinlegen konnten. Das ging nur in Schichten. Die Bewaffnung eines U Bootes war auch eher bescheiden: Torpedos im Rohr und maximal noch einmal so viel im Stauraum. Die Luken waren btw zu klein um die Torpedos zu laden; die wurden durch die Abschußrohre reingeschafft.

Auf dem U-Boot gab es nur zwei Kabinchen: Eine für den Kapitän und einen für den Politbeauftragten.

In einer engen Schiffsmesse mit holzverkleideten Wänden stehen eine schmale Pritsche mit dunkelblauer Decke und ein Kasterl mit alten Papieren. An der Wand hängen Schwarz-Weiß-Fotografien und eine Flagge mit rotem Stern

Der Essenraum war auch eine echte Kuschelecke.

Ein langer, schmaler Messesalon im Unterdeck mit beigen Resopaltischen, braunen Polsterbänken, massiven Stahlrohren an der gewölbten Decke und historischen Postern an der Holzvertäfelung

Weil U-Boot-Dienst eigentlich immer Kacke war, gab es wenigstens das beste Essen der Marine so ziemlich rund um die Uhr. Irgendwie mußte man die Leute davon überzeugen, daß es dort doch ganz ok war. Nur beim Klo konnten sie wohl nicht punkten.

Der enge Gang eines historischen U-Boots zeigt eine hellgelbe Wandverkleidung mit dicken Kabelbündeln links und ein marinesblaues Schotsystem mit zahlreichen roten Handrädern rund um eine WC-Anlage

Wie das mit der Kommunikation war, haben sie mir nicht erklärt. Aber einfach rüberrufen, ‘dreh mal an dem Rad’ war wohl nix.

Ein schmaler, gedrängter Gang im Inneren eines U-Boots mit gelb lackierten Wänden, zahlreichen roten Ventilen und Armaturen sowie einer metallenen Stiege im Hintergrund

Man hätte aber cool antworten können, ‘hab ich gemacht, siehst es eh an der Anzeige’ (hier am Steuerstand).

Das maritime Armaturenbrett eines historischen U-Boots zeigt zahlreiche matte Rundinstrumente, Schalter und ein zentrales Steuerrad in einem engen Gang aus Metall

Der hintere Torpedoraum war mit noch mehr Leuten vollgestopft, sodaß Platzangst wohl ganz üblich war.

Manual Update Task

Meine Abschiedsbilder sind nicht ganz so hübsch wie die im Flyer, wo sie auf die Abendsonne gewartet haben, aber auch ganz ok.

Das im Hafen von Long Beach festgemachte Museumsschiff Queen Mary mit schwarzem Rumpf, rotem Unterwasserschiff und weißem Aufbautandem liegt direkt neben dem sowjetischen U-Boot der Foxtrot-Klasse im glitzernden Wasser Das ausgemusterte Passagierschiff RMS Queen Mary in Long Beach liegt festgemacht am Ufer, während im glitzernden Hafenwasser direkt davor ein russisches U-Boot der Foxtrot-Klasse im hellen Sonnenschein vor üppig blühenden Sträuchern und kargem Gestein vorankommt

Das Rausfahren war nach den Besichtigungen noch angesagt. Brav habe ich meine $15 in bar hergerichtet, da öffnen sie links eine weitere Spur. Ich fahr hin, halte dem Typen mein Einfahrtsticket hin, er sagt ok und deutet ich soll losfahren. Also Geld schnell wieder weggesteckt und losgedüst. Smile and wave. So war der Ausflug doch noch recht günstig!

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