Wieder war das Wetter nicht auf unserer Seite, aber auch damit muß man umgehen. Es geht aber viel leichter, wenn man im Auto sitzen kann und am Abend ein Motel hat.
Die Nacht war ziemlich kalt und die Hoffnung, daß uns die Sonne in der Früh aufwärmt und weckt wurde nicht so wirklich erfüllt. Aber für einige Momente streifte die Sonne den Devils Tower. Bei meinem letzten Besuch 2015 war das Wetter besser aber so ist es auch nicht schlecht: die Aussicht vom Zelt.

Der Weg zum National Monument ist wirklich kurz, denn unser Zelt lag am Zaun quasi an. In der Nacht haben uns Rehe besucht und haben das Zelt gestupst. Neugierde. Aber trotzdem hatten wir einige Stopps, bevor wir zum Tower kamen. Zunächst ist da die Schwarzschwanz Präriehund Stadt.

Dann kamen wir an Rehen (mitten auf der Straße) und Truthähnen vorbei.

Leider hat uns ab da die Sonne nicht mehr so lieb gehabt und sie verzog sich. Trotzdem haben wir den Tower zu Fuß umrundet. Für mich neu waren die bunten Tücher überall in den Bäumen. Dies sind laut Aushang Gebetstücher, da der Tower für die Ureinwohner heilig ist.

Überraschend findet man beim Tower die roten europäischen Eichhörnchen, nicht die grauen amerikanischen.

Am Weg raus mußten wir wieder durch die Prariedog Town durch. Und siehe da, da geht ein Wanderweg durch. Also raus aus dem Auto und mitten in die Stadt hinein.

Die Tiere sind Menschen gewöhnt. Sie pfeifen sie zwar an, aber sie kommen auch betteln. Da lassen sich coole Bilder machen.

Da hätte ich gerne welche zuhause. Wenn gleich auch nur dann, wenn man seinen Garten nicht mag, denn die Hügel sind schon beachtlich.

20mi weiter kam die Sonne wieder raus; natürlich nicht beim Tower. Das hatten wir ja schon einen Tag zuvor. Aber was soll’s, so war die Fahrt auf der I90 wenigstens nicht langweilig. Vorallem, weil Wolken rumzogen.

Nach den ersten Schauern ging es runter von der I90, auf die normalen Highways.

Es ging sehr bald sehr steil bergauf. Jetzt weiß ich, daß das Maximum nur wenige Meter unter 3000m gelegen hat; das erklärt auch den vielen Schnee.

Und aus den Fenstern des Autos sah das dann so aus.

Am Gipfel kam die Sonne wieder raus und wir fuhren an einem riesigen See vorbei, der KOMPLETT zugefroren war. Ups. Zum Glück ging es auch wieder runter und das sah mit Sonne super aus.

Die Temperatur stieg von 3°C auf knappe 20°C an. In ein paar Metern!

Im Tal sieht man viel Landwirtschaft: Kühe, Schafe, Ackerbau, … und es ist überraschend warm. Nur die vagabundierenden Wolken waren ein wenig einschüchternd.

TomTom hat wieder einige Abkürzungen eingebaut, die ein wenig überrascht haben. Aber zum Glück weiß TomTom ja, wo man fahren kann. Zum Beispiel auch mitten in eine riesige Gewitterwolke.

Und mitten im heftigen Regen kam die nächste Abkürzung. Nur dieses mal, endete es auf einer Schotterstraße. Der Name: R5½. Also ab in den Matsch (es regnete ja heftig).

Ich gebe zu, wenn man sich das auf der Karte ansieht, dann ist der Weg kürzer. Aber scheinbar glaubt da jemand, die Straße ist asphaltiert… Ich kann das Gegenteil beweisen.
Der Regen hat kurz vor Cody aufgehört und es sah genial aus, wie sich die Sonne durch die Wolken geschoben hat. Man könnte dort auch auf einem KOA zelten, der hat schon vor einer Woche die Wintersperre beendet, aber der Boden war naß und nach dem Gewitter war es kühl. Was für ein Glück, daß wir ein Motel reserviert hatten.

Da war die Kälte nicht so wichtig wie sonst im Zelt. Die Vorhersage blieb btw immer noch stabil: Wolkenloses Wetter für die kommenden drei Tage in Yellowstone. Na mal sehen.