Es war nur ein Katzensprung zum Eingang des NPs, sodaß wir da sehr bald waren.
Die Nacht war frostig und Astrid hat bei einem frühmorgentlichen Klogang den Sonnenaufgang dokumentiert.

Ich war um 8:30 noch mit einer Frostschicht auf dem Gras konfrontiert.

Mit einem warmen Frühstück haben wir den Tag begonnen, denn das war bei der kalten Nacht echt notwendig. Gestärkt sind wir daher in den Nationalpark gefahren. Es war viel los aber im flachen Teil mit den Seen gab es genug Parkplätze.

Das Wetter war zwar nicht sehr warm, aber unglaublich sonnig. Und mit der Sonne konnte man auch bald wieder die Jacke ausziehen.

Die Straße zieht sich 12mi bis auf den Logan Paß hinauf. Unterwegs gibt es einige Haltepunkte, wo man unter anderem auch einen Gletscher sieht. Auch der schmilzt jedes Jahr mehr ab. Ist nicht anders als in Europa.

Kurz vor dem Paß gibt es noch ein Tunnelchen und schon ist man oben. Am Paß parken kann man sich bei dem Menschenansturm stecken. Aber wir wollten da ohnehin nicht rumrennen.

Auf der Westseite wird die Straße wesentlich schmaler und sie zieht sich in leichten Kurven den Hang entlang nach unten. Für Astrid zum Glück ist man von Ost nach West sowohl hinauf als auch hinunter auf der Bergseite.

Jetzt im Herbst sind die Wasserfälle nur sehr dünn. Im Frühjahr geht da sicher die Post ab.

Die geführten Touren sind immer noch in den traditionellen roten Bussen unterwegs. Die schleichen extrem rum, aber wir hatten lange das Glück, daß sie uns nur entgegengekommen sind.

Wenig Wasser wird nun im Herbst mit buntem Laub auf den Bäumen ausgeglichen. Viele Bäume zeigen von einem gelben Schimmer hin bis zu knallgelben Blättern. Wenige auch in super rot.

Die untere Bergstrecke geht durch wunderschöne Wäldchen, die sich ebenfalls schon verfärben. Zwischendurch immer ein Blick ins Tal.

Im flacheren Teil folgt man einem Flüsschen mit wunderbar bunten Steinen und Wasserfällen.

Im Visitorcenter der Westseite werden einem verschiedene Wanderwege empfohlen. Man wird aber auch auf die aktuell extrem aktiven Bären hingewiesen. Daher wird einem, außer bei der Runde rund ums Visitor Center, ein Bärenspray gratis mitgegeben. Ohne sollte man die Wege aktuell erst garnicht gehen. Hunde sind auch wegen der Bären bis auf den minimalen Weg verboten.
Die Westseite des NPs ist wirklich nett. Man kann auch alle möglichen Outdoor Aktivitäten buchen. Die Seite ist touristisch echt erschlossen (im Gegensatz zur eher toten Ostseite). Den restlichen Weg nach Spokane haben wir mit einem kleinen Umweg von einer halben Stunde durch den National Forrest genommen, weil das wesentlich hübscher als die Interstate ist. Überrascht waren wir von unserem Hotel, das in Downtown Spokane liegt. Die Anfahrt war wegen gesperrter Straßen nicht völlig simpel (ohne Onlinezugang hat mein TomTom da wenig Ahnung davon) aber machbar. Und es hatte ganz im Gegenteil zur Früh sonnige 29°C

Dafür waren wir bei der Fahrt zum nahen Taco Bell wenig von der Gegend begeistert. Jede Menge Homeless, eine Polizei sperrt eine Straße wegen eines Einbruchs, seltsame Gestalten auf der Straße, … Da können wir uns gut vorstellen, warum man nicht zu Fuß zum Taco Bell 2 Blocks entfernt geht.