Der Tag fing verspätet an, weil uns die fehlende Nacht nun doch in den Knochen lag und wir wurden daher beide erst gegen 10 Uhr munter. Da war dann auch das mit bezahlte angeblich geniale Frühstück auch schon vorbei. Also sind wir zum gegenüberliegenden Subway in der kleinen Mall gegangen und haben quasi dort gebrunched. Manche Shops haben für deutschsprechende einen seltsamen Namen.


Natürlich haben sie hier andere Sachen, ich kam so zu einem spicy Taco Sub. Note to all: spicy heißt in Asien wirklich scharf. Mit einem Starbucks bewaffnet ging es entlang des Riverwalks zur U-Bahn. Man kann sich bei dem Hotel wirklich nicht über die Lage beschweren. Die U-Bahn (Downtown Line) geht direkt zur Bayfront und von dort gibt es einen eigenen Eingang zu den Gardens. Am Ticket-Booth haben wir das große Combo genommen und damit fingen wir mit Floral Fantasy an. Diese Blumenausstellung macht mit lebenden Pflanzen, Schnittblumen und getrockneten Blumen Fantasien war. Und bietet dem typischen Asiaten 1 Million Selfie-Optionen.




Auch Astrid neigt zu Selfies, also ist sie dort völlig begeistert gewesen. Für mich als Fotograph mit Schwerpunkt ‘kein Mensch’ war es ziemlich herausfordernd.




Da mein Xperia 1 V immer noch das bekannte Manko von Nahaufnahmen hat (das wäre in guter Grund für das 1 VI) ist meine bewährte Sony zum Einsatz gekommen.
![DSC01728[3] DSC01728[3]](https://blog.chbworld.net/wp-content/uploads/2024/11/DSC017283.jpg)

Wir mußten uns aber fast beeilen, da unsere 4D Film zeitlich fix verplant war.


Zum Abschluß sieht man noch einen 4D Film, der einem aus der Perspektive einer Libelle die ganzen Gardens zeigt. Nett gemacht, aber im Vergleich zu typischen USA Filmen schwach. Ich bin nach dem Film noch einmal zurück und habe ein paar Fotos mit weniger Menschen nachgemacht, aber mehr war es nicht. Ist im Prinzip wirklich schön gemacht, aber in einer halben Stunde ist man durch und ob das regulär S$20 wert ist, muß man selbst entscheiden.
Weiter ging es mit dem Shuttle zum Flower Dome. Das ist laut Guiness Buch das größte Glashaus der Welt und überspannt 1.28ha Fläche. Der Eingang ist dann schon atemberaubend.

Da Singapur schon in den Tropen liegt, braucht man dort kein Glashaus für tropische Pflanzen. Daher wird das Glashaus gekühlt und zeigt Trockenpflanzen. Und da aber jede Menge davon.




Damit es nicht fad wird, haben sie am ‘Hauptplatz’ eine Fläche für verschiedene Ausstellungen. Aktuell ist es der Carnival of Flowers.

Damit es nicht so ein langweiliges Ding ist, haben sie auch noch ein Gefälle von ein paar Stockwerken eingebaut. So kommt man auf verschiedenen Terrassen mit verschiedenen Pflanzen der Welt. Lustig ist manchmal die Sicht nach draußen mit den anderen bekannten Bauwerken.



Australier kommen angeblich häufig auf Besuch. Daher werden offenbar auch einige Dinge für Aussies dargestellt.




Im Glashaus ist auch noch ein Ausstellungshaus integriert, wo aktuell Monet audiovisuell dargestellt wird. Eh lieb, aber wir waren schnell durch.

Noch einmal am Carnival vorbei, wieder rauf zu den Kakteen. Da haben sie Aloe in Wonderland ausgedacht.





Zum Abschluß ein Blick zurück, aber ein gekühltes Glashaus dieser Dimension ist für mich völlig neu und man könnte darin sicher Stunden verbringen.

Wir mußten aber weiter. Nach einer Stärkung mit einem Burger (Astrid’s Magen ist derzeit aufgrund der Zeitumstellung erheblich verwirrt) ging es ins zweite Glashaus, Cloud Forrest. Diese Taube sieht btw am Foto eh normal aus, ist aber kleiner als ein Spatz.

Das ist noch stärker gekühlt und zeigt die Tropen zwischen 1000 und 3000 Metern. Gebaut ist das ganze rund um einen künstlichen Berggipfel, den man schon vom Eingang bewundern kann.

Auch in dem Garten sind einige Skulpturen versteckt und wir hatten noch eine ganze Orchideenausstellung dabei. Damit man das mit der Höhe auch mitbekommt, wurde ein Weg in schwindelnder Höhe angelegt. Den muß man schon auch gehen.





Meine Sony hat sich wieder bei den Nahaufnahmen bemüht.

Irgendwie unpraktisch muß man mit Liften auf den Gipfel fahren. Da bilden sich recht lange Warteschlangen. Eine Rolltreppe wie im Tennessee-Aquarium wäre da sinnvoller gewesen. Oben hat man zumindest eine gute Aussicht.



Sehr bald sieht man dann den Höhenweg…




Im Berg hat man interaktive Videowelten.

Der Weg schlängelt sich rund um den Berg nach unten. Für weniger Höhenbegeisterte ist das ein seeeehr langer Weg.



Weiter ging es zum Supertree Grove. Die Kühltürme haben sie hübsch verziehrt und zu Pandora-artigen Leuchtbäumen verwandelt.





Daher haben wir dort auf die Dunkelheit gewartet und nach Sonnenuntergang gibt es dann auch noch zwei 15minütige Licht/Audio-Shows. Also warten wir, daß es dunkel wird…





10 Minuten vor der Show war es schon echt voll, aber das hat sich schnell geändert, wie es zu schütten begonnen hat. Alle haben sich unter die nahen Arcaden geflüchtet und die Show von dort beobachtet. Da kann ich wieder Inder nicht so gar arg empfehlen, weil die brüllen sich an, schauen Videos mit voller Lautstärke und es ist schwer die Musik zur Show zu hören. Aber war trotzdem super. Kaum war die Show aus, war auch der Regen aus und alle sind zur U-Bahn gestürmt. Wir mitten im Strom mit. Ein paar Bilder habe ich da noch erhascht.


Mit der U-Bahn waren wir schnell zuhause, noch ein schneller Stopp im Supermarkt für die pink dragon fruit als Abendessen und schon überquerten wir die Brücke zu unserem Hotel. Da aber auch da über das Wochenende Festival ist, gibt es auch bei den Brücken eine Lichtshow.

Für den nächsten Tag haben wir uns aber einen Wecker gestellt, damit wir das angeblich so geniale Frühstück nicht wieder verschlafen.