Der nächste Tag begann wie versprochen strahlend sonnig und wir konnten uns kaum entscheiden was wir zuerst machen sollten. Der Blick von unserem Zimmer war echt vielversprechend.

Gut war, daß das Hotel eine Ladestation hatte und unser Auto daher vor Ort aufgefüllt werden konnte und damit schon in der Früh einsatzbereit war. All das war aber in der Früh egal, das angeblich geniale Frühstück wartete. Und es war genial! So eine Auswahl hatten wir eigentlich noch nirgends und wir hatten z.B. in der Steiermark ein echt gutes Hotel.
Vollgefuttert haben wir uns entschlossen eine Runde mit dem Roller zu machen, denn so schönes Wetter muß man nutzen.
Also auf zum Fahrradraum, die Roller geholt und losgefahren. Nach einigen Metern blieben wir stehen und fragten uns, ob wir das wirklich wollten, denn es war a***-kalt. Bei 25km/h froh einem das Gesicht ab.

Da wir uns schon auf die Runde gefreut hatten, gingen wir auf Stufe 1 zurück und fuhren weiter. Spart ja auch Akku. Die Aussichten auf die Drau sind wirklich malerisch und man fragt sich, warum Leute den Donauradweg fahren, wenn es doch auch andere Wege, wie den Drauradweg, gibt.

Zugegeben, das ist nicht der offizielle Radweg, der verläuft auf der anderen Seite der Drau. Der kleine Nachteil des Hotels ist, daß es in einer Schlinge der Drau ohne Brücke liegt. Dort einmal wegkommen ist daher schwierig. Aber die Straßen sind so schmal und klein, man könnte sie für Radwege halten.

Nach einiger Zeit haben wir den Steg gefunden und sind auf die andere Seite gewechselt, da wo der Drau-Radweg verläuft.

Auf der Seite haben sie ein paar Biotope und Überschwemmungsgebiete, die nett anzusehen sind. Ansehen, nicht baden? Yup, sie haben ein Blaualgenproblem.

Der Drauradweg ist zum Teil nur geschottert. Das stört normale Fahrräder und unsere Roller absolut nicht.

Zurück zum Hotel ist es wieder ein wenig problematischer, weil man sicher 5km im Kreis fährt, weil da eben keine Brücke ist. Bis zur Abzweigung zum Hotel ist es aber super schön, der Weg zum Hotel führt entlang der Bundesstraße und ist gut zu fahren, aber der Romantikfaktor hält sich in Grenzen.

Ab ins voll geladene Auto, einen kurzen Stopp beim BK für ein Mittagessen und ‘aufi muas i’.

Wir wollten uns den Reptilien-Zoo Nockalm ansehen. Der Parkplatz ist übersichtlich, der Eintritt überraschend teuer (und sie akzeptieren nur die Kärnten Card als Ermäßigung) und es ist außer dem kleinen Vorgarten nur ein großer Raum. Die Gehege sind eher klein, aber die Artenvielfalt ist schon cool.

Da wir beide recht neue Handies haben, wurde das zur Fotoschlacht. Wer kommt da zu den besseren Fotos? Das mit dem Makro hat mein neues Xperia 1 VII erst gelernt (da war das Xperia 1 V noch schwach), Astrid’s Samsung S25 Ultra ist da nur das Update zum S23+ gewesen und das war da schon gut.

Im Endeffekt sind nun beide Handies echt nicht schlecht und Makroaufnahmen sind ein weiterer Bereich, der keine echte Kamera mehr braucht. Wer wissen will welches Foto von welchem Handy stammt, ein kleiner Trick: Samsung macht Fotos mit Datum_Uhrzeit, Sony nun mit Datum_UhrzeitMikroticks; also die mit dem längeren Uhrzeitstamp sind vom Sony. Der eigentlich einfache Trick, um die (1) Anhänge bei mehreren Fotos der gleichen Sekunde zu vermeiden treibt Anzeigen mit ‘natürlicher Ziffernreihenfolge’ zum Wahnsinn, weil die Zahlen natürlich um den Faktor 1000 größer sind und dem entsprechend ganz nach hinten gereiht werden.

Wenn man schon so weit gekommen ist, dann kann man auch gleich auf die Turracher Höhe rauffahren. Man fährt ja nicht Fahrrad, wo man sich das überlegen würde.

Runter ist beim e-Auto sehr angenehm, kein Bremsen, dafür Strom zurückgewinnen. Ganz prinzipiell bin ich kein Fan von Automatik-Autos, weil die schalten immer wenn man es nicht braucht und gerade Bergstrecken werden in den USA zum Leiden. e-Autos haben garkeine Gänge, schalten aber eben auch nicht. Daher immer volle Power (und da hat unser eigentlich schwacher Scenic mehr als nur genug) ohne jegliche Schaltverzögerung, Bremsen geht bei ‘one pedal’ automatisch und bringt Strom. So machen Bergstraßen echt Spaß!

Als Abschluß des Tages ging es noch zum Aussichtsturm am Wörthersee. Das soll bei der nachmittäglichen Sonne sehr hübsch sein. Die Preise sind auch da wild (auch mit Ermäßigung) und wirklich alles außer dem Rauf/Runterfahren kostet noch Geld zusätzlich. Einmal rutschen ➔ Geld, ein Foto davon ➔ mehr Geld! Dafür ist das Parken sogar gratis.

Die Aussicht kann sich dann aber schon sehen lassen. Nicht vergessen, da oben ist es windig und daher echt frisch! Wir haben natürlich nicht daran gedacht, sodaß unser Aufenthalt eher kurz war.

Von oben hat man Maria Wörth gut gesehen. Das haben wir uns als Abschluß vorgenommen. Da die Saison noch nicht begonnen hatte, war der Parkplatz fast leer und wir konnten in Ruhe zur Kapelle und Kirche gehen.

Später im Sommer treten sich da die Leute nieder. Wir hatten unsere Ruhe.

Billiges Laden beim Lidl war gut aber leider aus, eine Säule war defekt, die andere belegt. Also sind wir wieder beim Hotel laden gegangen und haben dort auch das Abendessen genossen. Leider ist die Speisekarte a la carte sehr übersichtlich. Die Schnitzel sind gut, aber sicher nicht für jeden Tag geeignet.