Heute wollten wir schauen, ob sie für Montag vielleicht noch einen Platz am Schnorchelboot des Stateparks offen hätten. Und damit ging das Wechselbad los.
Mit der Klimaanlage wird man nicht von der aufgehenden Sonne aus dem Zelt gescheucht, daher haben wir wieder ausschlafen können. Astrid hatte überraschend in der Früh hunger, also sind wir Frühstück einkaufen gefahren. Damit wir das mit dem Schnorchelboot nicht versäumen, sind wir noch schnell dort vorbeigefahren. Das Schild ‘Tour cancelled’ war schon mal schlecht. Sie meinte aber, ups, das ist ein Irrtum. Sie erklärte uns aber, daß außer uns noch welche fehlen um das MINIMUM zum Fahren zu erreichen. Also haben wir uns angemeldet, ja wir, also inkl. Astrid, und sind einkaufen gefahren. Astrid ist trotz Motion-Sickness bereit mitzufahren, damit wir das Minium erreichen. Und ja, das Boot fährt aktuell nur an Wochenenden, weil sie so wenig Gäste haben. Hätte ich also gleich gestern mitfahren können. Aber wer kommt auf so was.
Frühstück wurde gekauft und am Weg zurück kam der Anruf, ja sie fahren! Also nur was Kleines gefrühstückt, weil um 12:15 sollten wir schon dort sein um alles zu unterschreiben. Unterschrieben (man kann ja auch sterben) und das RV auf den neuen Platz gestellt.

Und zu Fuß zur Marina, weil es sollte ja gleich losgehen. Da begann es nicht allzuweit entfernt sehr dunkel zu werden und zu blitzen. Nach dem Studium der Wetterkarten kam aber Entwarnung, bleibt dort bzw. zieht nach Norden weg. Also ablegen. Auf dem Looe Key sollten perfekte Bedingungen herrschen: Sonne, super Sicht und praktisch keine Wellen.

Bei der Anfahrt beim Key war es schon zu sehen, das wird knapp. Gerade an der Sonnengrenze, das Gewitter verbreitet sich stark. Wieder wurden die Wetterradars gefragt und die Crew entschloß sich zu warten.

Das Gewitter kam näher, der Captain hat die im kleinen Schlauchboot gefragt, ob sie nicht vielleicht auf das große Boot kommen wollten, aber sie haben dankend abgelehnt.
Das Gewitter kam nicht, aber ich hatte bereits jede Hoffnung auf das Schnorcheln begraben, da verzog sich alles und die Sonne kam raus. Kurz darauf waren wir schon im Wasser. Und es war wirklich tolle Sicht, super warmes Wasser und keine Quallen in Sicht. Nur die Wasseroberfläche war noch ein wenig wellig.

Astrid haben die Wellen nicht so gut getan, beim Schnorcheln waren sie aber völlig egal. Von der eher tiefen Ankerstelle waren es nur 100m oder so bis zum Riff, wo es nur mehr 2m oder so bis zum Boden waren. Zunächst nur mit getrübter Sonne, später mit Sonne.
Gleich am Anfang kam ein Hai ins Bild, die üblichen Papageienfische folgten.

Auch der eine oder andere Mondfisch kam ins Bild, sogar ein Kofferfisch war da.

Papageienfische sind riesig und ihnen sind Menschen egal. Daher immer ein gutes Ziel.

Die flachen Fische in den nächsten Bildern sind schon viel schwieriger, weil voll nervös und dann sieht man sie nur mehr von hinten, was bei den dünnen Fischen nicht viel ist.

Die Schule an Fischen war auch wenig von mir beeindruckt und hat mich einfach niedergeschwommen.

Dann habe ich zum ersten mal in meinem Leben eine Muräne frei schwimmend gesehen. Und auch noch einige Mondfische erwischt.

Auch dieser Schnorchelgang ist dann leider zu Ende gegangen, aber es zogen eh wieder Wolken rum und das Licht wurde schwächer. Die Heimfahrt war dann völlig ruhig und Astrid hat es zwar grün im Gesicht aber doch glücklich zurück geschafft.
Das Essen wurde heute in unserer günstigen amerikanischen Ninja zubereitet. Sie ist viel leiser, tut aber auch sehr brav ihren Dienst.

Der Sonnenuntergang wurde wieder einmal von Wolken verdeckt.

Damit blieb nur mehr ein voller Tag auf den Keys übrig, wo noch zu klären war, was wir tun konnten.