Es hat nicht ideal angefangen wurde aber zu einem großartigen Tag.
Der Anruf bei Captain Pips wegen der Schnorcheltour war wenig aufbauend: Wenn ich fahre, fehlen nur mehr alle anderen bis zum Minimum von 10. Sie rufen aber gerne an, wenn sich doch noch so viele melden sollten. Ok, also nicht zu einem Riff, gehen wir wieder zum Horeseshoe Beach. Gesagt getan. Die Überraschung da: Das Gewitter, das wir draußen ausgesessen haben, hat die ganze Bucht mit Seegras geflutet. Daher mußte man sich seegrasfreie Einstiege suchen. Dafür war das Wasser spiegelglatt und klar. Nach ein wenig ‘dümpeln’ bin ich zum Schnorcheln aufgebrochen. Zunächst war es nicht so toll, aber an der südlichen Seite war es dann doch nicht so schlecht.

Die ganze Felsenreihe war recht seicht und wenn die Sonne von der richtigen Seite kam, war es ok. Normalerweise wäre ich happy gewesen, aber nach der mörderhaften Sicht von gestern, wird man schnell unzufrieden.

Einige wirklich riesige Papageienfische waren zu sehen. Da habe ich mich gefragt, ob man die nicht essen kann, weil da waren sicher 10+kg Fische dabei. Die Antwort ist aber ernüchternd: Ja, sie schmecken eigentlich gut und in manchen Regionen gelten sie als Delikatesse, sie sammeln aber alle Gifte der gefressenen Algen und die gehen auch durch Kochen nicht weg. Das kann zu Übelkeit und Durchfall führen… Also vielleicht nicht.

Nach noch einer Runde dümpeln sind wir doch noch zum Theater of the Sea gefahren. Ein sehr kleiner aber toller Zoo, wo wir schon mit Delphinen geschwommen sind. Wir haben überlegt mit Seelöwen zu schwimmen, aber da schwimmt man nicht, sie machen ihre trainierten Kunststücke nur privat. Wem das viel Geld wert ist… Wir waren beim Reinfahren schon ein wenig verwundert, weil manche Parkplätze waren nur für Fische geeignet.

Eines der bösen Gewitter konnte noch nicht weggepumpt werden. Dafür war der Eintritt um 20% ermäßigt. Wir kamen auch noch gerade rechtzeitig um eine Reihe an Shows zu genießen. Zunächst aber durch das tropische Gebiet an den Papageien vorbei.

Einen Alligator begrüßt…

… durch einen tropischen Wald hindurch …

zum ‘Badeteich’. Dort kann man mit Rochen und Fischen interagieren. So wie Astrid das vormacht.

Gleich daneben kommt man zu den restlichen Rochen und Haien. Man erfährt das der oben gestreichelte Rochen sich b ei den anderen nicht wohlgefühlt hat und eben zum menschenzugänglichen Bereich dazugekommen ist, wo sie jetzt happy ist. Die Haie und Rochen werden brav gefüttert (von Hand) und man erfährt, daß dieses tropische Paradis auch nur ein Steinbruch wie der Horseshoe Beach war, den sie revitalisiert haben. Damit das Wasser drinnen bleibt pumpen sie 2 Millionen Gallonen pro Tag aus dem Meer rein.

Weiter ging es bei der Papageienshow, wo einem sehr klar gemacht wird, daß diese Tiere so schlau wie Dreijkährige Menschen sind, aber aus 2 Meilen Entfernung gehört werden können und 90 Jahre alt werden (und immer noch wie Dreijährige sind). Wir wissen auch, daß sie 1200lbs Druck im Schnabel zum Beißen nutzen können und es ‘nur’ 200 braucht, um einen Finger abzutrennen.

Am Weg zur Seelöwenshow kamen wir an einem hungrigen Delphin vorbei. Wir hatten nicht zufällig Fische in den Taschen.

Wir haben zwei entzückende Seelöwen kennengelernt, die für Fisch auch so ziemlich alles machen. Aber wie in dem Zoo üblich, sind es Tiere die nicht in der Wildnis überleben könnten. Diese beiden brauchen täglich Augentropfen.

Der Abschluß war die Delphin-Show. Die zwei sind es gewohnt in direktem Kontakt zu Menschen zu agieren und ich habe noch ein ganzes Video, was man so mit 2 Delphinstärken alles machen kann.

Die zweite Trainerin war dann auch noch mit Powertricks am Werk.

Zum Abschluß der Key-Tage sind wir noch zu Boondocks essen gefahren. Auf dem Weg dort hin haben wir laut Regenradar eine Fatamorgana gesehen, denn das Wetterradar sah da keine Wolke…

Zusätzlich zu den Burgern haben wir uns noch ein Flatbread als Vorspeise einreden lassen. Wirklich hervorragend, aber Vorspeise??? Die Burger haben wir dann nicht mehr ganz geschafft und haben uns Teile mitgeben lassen.

Da wir auf Minigolf verzichtet haben (viel Käse auf dem Flatbread und im Burger können auf einem langen Minigolfkurs spannend werden), kamen wir noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück nach Bahia Honda. Der Reiher hat schon possiert…

… und die Sonne versteckte sich nur ein wenig hinter den Wolken.

Damit waren die Tage auf den Keys auch schon wieder vorbei. So schnell kann es gehen.