Heute wollten wir gleich zwei Dinge ansehen, aber wie immer es kam anders.
In der Nähe von Savannah hat man die Auswahl aus zwei tollen Wildgebieten, wobei eine Online-Nachschau schnell festgestellt hat, für uns wird es nur eine. Das größere Gebiet hat zur Dezimierung des Bestandes gerade jetzt Bogenjagd und daher ist das Gebiet gesperrt. Also auf zum Savannah National Wildlife Refuge. Nur das war nicht so einfach, weil der TomTom wollte es einfach nicht finden. Also sind wir mit Google Maps aufgebrochen und schon haben mich die Vorurteile eingeholt: Mit halten sie sich rechts, meinte Google eigentlich, links einordnen, weil man dann kurz drauf links abbiegen muß… In Savannah gilt es eine echt hohe Brücke zu überwinden.

Egal wir haben es dann zum Visitor Center geschafft und das Rätsel, warum TomTom es nicht finden konnte gelüftet: Er hat sich wieder zuhause die Karten beim Aktualisieren demoliert, weil ihm der Speicher ausgegangen ist. Und auch beim nachherigen Update ist ihm nicht aufgefallen, das South Carolina fehlt. Und wenn man keine Karte hat… Da ich das schon mal hatte, habe ich alle Karten am Handy installiert und mußte den Rest des Tages mit dem Handy im Getränkebecher navigieren.
Aber zurück zum Refuge. Früher waren hier überall Reisfelder, die von Sklaven bewirtschaftet wurden und wo Sklaven Dämme gebaut haben. Nach dem Bürgerkrieg gab es keine Sklaven mehr und keiner wollte den Reis anbauen. Daher sind die Felder verfallen. Die Regierung hat das Gebiet gekauft und zum Schutzgebiet umgewandelt. Mit Einnahmen aus Jagdscheinen wurde das Gebiet nach und nach größer gekauft, bis es zur aktuellen Größe kam und zu einem der wichtigsten Reservate der Ostküste wurde.
4mi Rundweg kann man mit dem Auto fahren und wir waren schon am Weg. Gleich zu Beginn sieht man die alten Reisbecken, wo heute die Vögel rumfliegen und die Swamp Puppies (aka Alligatoren) rumdümpeln.

Astrid hat auch die Spezies Homo sapiens imaginis venator entdeckt.

Bald kommt man zu Hamocks mit wunderbar behangenen Bäumen.

In einem kann man bis zum Wasser gehen und auf dem Weg eine alte Zisterne sehen.

Heute war auch eine Neuerung: Damit ich besser Bilder jagen konnte, hat Astrid sich hinters Steuer geklemmt. Sie hat das gleich von Anfang an bravourös gemeistert.

Astrid hatte auch die Idee, die Action Cam vorne zu befestigen. Die Videos sind ein bißl viel für die Handy-Internetverbindung, aber ein paar Schnappschüsse aus dem Video kann ich schon mal posten.

Am Weg zum Ausgang hatte Astrid dann auch gleich eine Fahrprüfung. Ein Auto ist mitten am Weg eingegangen und sie mußte links dran vorbei. Hat sie ebenfalls gemeistert.

Und ja, auch die alte Sony Bridge Cam, wo sie völlig überraschend gerade den Nachfolger rausgebracht haben, aber um die Alpha Kameras nicht zu gefährden mit dem 10jährigen Bildsensor, kam zum Einsatz. Zunächst einige Alligatoren.

Dann Schmetterlinge…

… und natürlich die Vögel; es ist ein Vogelschutzgebiet.

Und zum Abschluß Teich mit Seerose.

Der nächste Halt war Mt. Pleasant, weil wir uns die USS Yorktown wieder ansehen wollten.

Korrekt wollten, denn da sind sie inzwischen irre geworden. Sie haben alle Parkplätze gesperrt, nur ein weit entfernter ist offen und der kostet $5.50 pro Stunde! Dazu kommt der Eintritt von $35 pro Person. Außer man hat zu Dienstzeiten des Schiffes darauf gedient und kann das nachweisen, dann ist es gratis (das ist ein Schiff aus dem 2. Weltkrieg! Wieviele leben da noch?). Den Nepp wollten wir nicht mitmachen, also sind wir in Ruhe bei Publix und Walmart shoppen gegangen, haben bei Bojangles gegessen und sind in Ruhe zu unserem Nacht-Statepark Huntingten Beach gefahren. In Anlehnung an die Frage eines Komikers, wo der Unterschied zwischen free range und cage free Eiern liegt, hier die Popcornfrage:

Der ist auch frech teuer (das Doppelte von Bahia Honda) liegt aber wirklich schön und es gibt kaum sinnvolle Alternativen also irgendwo im weitgelegenen Inland.

Morgen bleiben wir gleich hier und haben den Lowry Zoo und Brookgreen Gardens am Besuchsplan.