Heute hatten wir einen ganzen Tag für den Garten und den kleinen Zoo. Ein entspannender Genießertag.
Nach meinen Aufzeichnungen war ich zum ersten mal 2007 in dem Garten. Wie die Zeit vergeht. Heute hatten wir uns den ganzen Tag zeit genommen, damit wir nicht auch noch in Wilmington nach einem Campingplatz suchen mußten; am Wochenende hat man da schnell ein 2 Tage Minimum. Huntington Beach Statepark ist teuer, aber gut gelegen. Da das RV Sprit gurgelt wie was, sind Meilen auch bares Geld. So konnten wir einfach quasi über die Straße fahren und schon waren wir da. Und wir haben 4$ pro Person an Eintritt gespart. BTW, man bekommt Tickets mit 7 Tagen Gültigkeit. Wenn wer also unsere Tickets braucht, sie sind noch 6 Tage gültig.
Es gibt auch Parkplätze für die längeren Fahrzeuge (aber nicht vergessen, wir haben ein compact RV) und schon standen wir vor den Eingangshallen des Gartens.

Die Blumen sind auch aus der Nähe wirklich toll. Davon sind auch die Schmetterlinge echt überzeugt.

In der ersten Halle haben sie von Modellspezialisten ein Modell des Gartens bauen lassen. Echt cool.

Gleich dahinter ein Wasserbecken mit den ersten Skulpturen. Das ist auch die Spezialität des Gartens. Eigentlich ist der Garten nur die Unterstützung für die Skulpturen.

Und das mit den Skulpturen hat auch seinen Grund: 1930 kauften der Millionär Archer Milton Huntington und seine Frau Anna Hyatt Huntington mehrere ehemalige Reisplantagen bei Murrells Inlet. Eigentlich suchten sie nur einen ruhigen Rückzugsort, damit sich Anna von gesundheitlichen Problemen erholen konnte. Doch statt einer gemütlichen Ferienresidenz entstand schnell eine deutlich größere Idee. Bereits 1931 gründeten sie die Brookgreen Gardens, eine Stiftung mit einem ehrgeizigen Ziel: Kunst, Natur und die Tierwelt des Südostens der USA an einem Ort zu bewahren.

Das war damals etwas völlig Neues. Brookgreen wurde die erste öffentliche Skulpturengarten-Anlage der USA. Anna war eine der bekanntesten Bildhauerinnen ihrer Zeit, berühmt für ihre Pferde-, Tier- und Reiterstatuen. Ursprünglich sollten hier vor allem ihre Werke stehen. Doch schon bald beschlossen die Huntingtons, die besten amerikanischen Bildhauer ihrer Zeit gleich mit einzuladen. Das Ergebnis war kein gewöhnlicher Park, sondern ein Freilichtmuseum, in dem Kunstwerke zwischen uralten Eichen, Magnolien und Palmen auftauchen.

Man kann den Ort (nur als Mitglied) für Events mieten. Heute war da eine Hochzeit mit sicher gut 100 Leuten. Es gibt da keine Preisliste, aber Gerüchten zu Folge kostet nur die Location ohne irgendwas um die 7000$, mit Empfang mehr. Schön ist das schon, wenn man es sich leisten kann.

Hinten raus kommt man zu einem großen Park, wo die großen Statuen stehen.

Der Kindergarten ist auch nicht zum Rumtoben, aber es sind mehr kinderbezogene Skulpturen. Wobei man bei manchen Darstellungen von nackten Kinderfiguren denkt, heute wäre man da schnell wegen Pädophilie angezeigt.

Dazwischen wieder viele Blumen mit Schmetterlingen und Bienen.

Fast das gleiche Foto habe ich auch schon 2007 im Garten aufgenommen. Wie bei fast allen Statuen, nackte Frauen. Wie das in den USA eigentlich geht? Kunst heiligt das scheinbar.

Weiter durch den Park, der auch Teiche beinhaltet. Auch mit Warnschildern wegen Alligatoren, Schlangen und anderem Getier.

Vögel jagen offenbar da auch gerne. Ein Wildschutzbereich grenzt auch gleich an den Garten.

Auch Insekten sind in der Mehrzahl.

Mit mir als Statue als Abschluß sind wir dann in den Minizoo gefahren, der auch Teil des Gartens ist.

Auf einem kleinen Rundgang sind einige Gehege, auch zum Durchgehen, enthalten.

Alle Vögel sind verletzt und können nicht mehr ausgesetzt werden und können so ihre Zeit im Zoo verbringen.

In den Durchgangsgehegen kommt man heimischen Tieren sehr nah.

Wir haben auf einer Parkbank versucht die weitere Reiseroute zu bestimmen. Das macht dort viel mehr Spaß als im RV am Abend. Und danach bin ich noch auf eine Nachmittagssonnenrunde gegangen.

Die Runde war aber ein wenig schwieriger, weil die Hochzeit da in vollem Gang war. Ich konnte über die Lautsprecher die berühmten Worte “I pronounce you husband and wife” hören (es sind jetzt Mr. und Ms. Jones – was an den Film Die Jones erinnert) und wäre beim Versuch die Zeremonie zu umlaufen fast ins Brautpaar gerannt, die mit einem Golfcart zum Partyzelt gefahren wurden.

In der Entfernung war dann bald heftiges Donnergrollen zu hören und man konnte nur hoffen, daß das Party-Zelt dicht war.

Wir haben uns daher auf unseren Statepark zurückgezogen und noch einen schnellen Blick auf den Strand gemacht. Der Sand ist ur fein, fast wie Staub, und das Wasser ist auch hier im Norden noch extrem warm. Das Gewitter war aber schon gut zu sehen.

Kaum am neuen Platz angekommen (wir mußten auch hier Platz wechseln) fing es auch schon zu schütten an: Im RV war uns das ziemlich egal.
Wir mußten aber bemerken, daß da eine riesige Schlechtwetterfront aus dem Norden kam und das hat uns dann noch einige Zeit mit Planungen gekostet.