Und wieder einmal lese ich doch in de Früh den Wetterbericht und schon ist wieder alles anders. Geplant war nach Tampa zu fahren, denn dort sollte das Wetter am besten sein. Doch das hatte sich einmal mehr radikal geändert. Nun sollte es in Tampa am nassesten sein, an der Westküste besser. So besser sogar, daß nun ein völlig irrer Gedanke aufkam: Ab nach Miami!
Der Weg wollte aber erst in den nächsten 2 Tagen wettermäßig möglich sein, also mußten auf die Schnelle 2 Tage verplant werden. Der Plan kam bald: Nicht nach Tampa fahren, sondern nur bis nach Winter Haven, wo der Cypress Garden schon lange nicht besucht worden ist. Die Nacht kann man dort nur im Motel verbringen, denn Campingplätze gibt es eher kaum (also welche, die auch Zelte nehmen und nicht nur RVs). Schnell online eines gebucht und los ging die Fahrt.
Cypress Gardens wirbt online, daß man 2 Tage zum Preis von einem bekommt. Wir wollten daher am Sonntag Nachmittag mal schnell reinschauen und am Montag dann mehr Zeit dort verbringen. Wir haben auch die Karten gekauft und beim Abholen der Gratiskarten für den nächsten Tag erklärte man uns, daß jetzt im Herbst nur an Wochenenden offen wäre und ich gerne nächstes Wochenende kommen könnte. Äh, das war nicht ganz so geplant. Also mußte der Gesamtplan geändert werden, denn nun mußte ich ja nächstes Wochenende wieder in Winter Haven sein (oder die Karten wegwerfen).
Egal, zunächst einmal den Park genießen. Und das sogar bei Sonne (für den Tag war ab Nachmittag kein so schönes Wetter vorhergesagt). Gleich beim Eingang kommt man zu den lebenden Skulpturen, so wie dieser Käfer und die Ente:

Oder der (Oster)hase und der Seelöwe:

Wenn man die Blütenpracht sieht, fragt man sich, ob es wirklich Herbst oder doch eher Frühling ist. Zum Vergleich könnt Ihr Euch ja die Bilder aus den Jahren 2000 und 2003 ansehen; die sind im Frühjahr gemacht worden. Der Wasserfall mit Blumen sieht jedenfalls nach Frühling aus:

Danach kommt man in den klassischen botanischen Garten, wo früher Southern Bells rumgelaufen sind. Das sind hübsche Mädls in alten Kleidern mit Riesenröcken. Später am Nachmittag bei der Wasserskishow habe ich dann auch noch tatsächlich 2 gesehen; obwohl Herbst ist. Diese Lollipop Plant blüht trotzdem (ich meine trotz Herbst, nicht trotz der zwei Mädls 🙂 )

Diese Wiese ist der Mußstandort der Bells. Dieses Jahr nicht. Man konnte früher auch mit Booten auf den Kanälen fahren. Ist eingestellt. Insgesamt scheint es, daß der Park trotz der Veränderungen (siehe Beschreibungen 2003) ums Überleben kämpft. Natürlich ist es in der Zwischensaison Herbst noch ruhiger. Egal, diese Wiese mit Pavillion und Blumen muß man gesehen haben (zumindest laut Prospekt):

Bei uns in den Geschäften als sauteure Schnittblume zu kaufen, hier im Herbst am blühen:

Keine Ahnung wie die Blumen wieder heißen:

Der riesige Banjanbaum ist immer noch da. Da könnte man eine ganze Party drunter schmeissen:

Die Kanäle scheinen mit Fischen bevölkert zu sein. Und dieser blue heron hätte da wohl gerne einen Happen:

Auch Waschbären haben sich in den Garten verirrt. Dieser war aber sehr schläfrig:

Und nun zum Highlight des Parks was Action betrifft: Die Wasserskishow. Laut Sprecher ist das die am längsten live aufgeführte (ohne Unterbrechungen) Show und wäre im Guiness Buch verzeichnet. Na mal sehen wie lange das noch gut geht, die Manschaft wurde ja 2003 halbiert. Der gute Mann führt btw Wasserbarfußfahren auf einem Fuß vor:

Die Beauties sind auch noch dabei (auch wenn es nun schon fast alle Muttis sind):

Auch der Lauf der Beauties wurde mangels Menschenmassen auf drei gekürzt:

Die Springer an den Schanzen zeigen immer noch die nettesten Dinge:

Die Show ist wieder besser als 2003. Die Musik für die Senioren ist wieder weg und es ist eine weitgehend normale Show. Nur diese beiden spielen die harmlosen Zuschauer und gasen dann übers Wasser. Die Haltung ist aber nicht schlecht:

Die Menschenpyramide gibt es natürlich immer noch, das ist ja der Werbegag. Es sind halt nur mehr 6 Leute dabei:

Der Weg ins Motel war nicht weit (nicht einmal eine Meile vom Park) und der Regen blieb natürlich aus (weil mit Zelt hätte es sicher geschüttet). Weitere Details werde ich dann beim zweiten Anlauf – geschätzt nächsten Sonntag – berichten.
Am nächsten Tag sollte es dann nach West Palm Beach gehen, doch Spontanität war an dem Tag angesagt.