Der letzte aber angeblich schönste Teil des Pkwy wurde mit einer Fluchtroute nach Anderson, SC abgeschlossen. Wobei diese Route ebenfalls sehr hübsch ist:
Zunächst sind wir ein paar Yards auf dem Pkwy zurückgefahren, denn das Folk Art Museum wäre sich am Vortag nicht mehr ausgegangen. Da der Umweg aber unter einer Meile ist, kann man das locker verschmerzen. Das Folk Art Museum ist wirklich sehenswert. Verschiedene Kunstrichtungen werden dort gezeigt und zum Teil auch live vorgeführt. Besonderer Kernpunkt der Kunst ist das Quilting. Wikipedia übersetzt Quilt recht uncharmant mit Steppdecke, solche Decken sind wahre Kunst. Leider kann ich nicht allzuviele Fotos anbieten, denn Fotographieren ist dort strengstens untersagt. Hier nur ein Beispiel eines Quilts, der anlässlich des 75 Jahr-Jubiläums des Pkwy gemacht wurde:

Weiters gibt es Holz- und Glaskunst, wobei ein Glasbläser live vorgeführt hat, wie man Christbaumkugeln macht. Aber nicht nur langweilige normale runde, nein, mit verschiedenen Farben gekringelt. Wenn man weiß wie es geht, garnicht so schwer. Wenn man ein paar Jahre Training hat.
Man kann auch in einer Gallerie Skulpturen und Bilder bewundern. Und nicht zu vergessen, man kann auch viel kaufen (wenn man viel Geld hat).
Dieser letzte Teil des Pkwy enthält die höchste Erhebung der Strecke. Daher geht es zunächst ziemlich hinauf. Die Aussicht in die Täler oder Hügelflanken werden besser. So sieht man auch einen kleinen Wasserfall:

Die Schmetterlingswanderung ist im Süden des Pkwy sehr deutlich zu sehen. Man sieht sie überall herumflattern, bei ihren Lieblingsblumen hängen sie in Trauben:

Die Straße windet sich immer mehr hinauf. Wasser scheint mehr vorhanden zu sein, es läuft teilweise die Felswand herunter:

Die Tunnel werden wieder häufiger, aber auch sinnvoller und länger:

Der höchste Punkt war leider auch bald erreicht. Die Wolken haben sich nun auch schon mehr gezeigt, die angekündigte Front war wohl wirklich im Anmarsch:

Hübsch ist es in dem Bereich, auf die eigene Straße voraus oder zurückblicken zu können. Solche Ausblicke hat man wirklich nur in diesem Südteil:

Im Visitor Center kann man Sachen kaufen, die sind sogar originell. Was hat man auf Aussichtstraßen für Probleme? Genau, die Leute fahren wie Traummännlein durch die Gegend und stürzen sich im schlimmsten Fall wo runter. Dafür haben sie sogar ein eigenes Warnschild erfunden. Das steht nicht nur entlang der Straße, das kann man auch kaufen. Als Schild, oder T-Shirt oder Schlüsselanhänger…

Gestern habe ich von den Baukünsten gesprochen und das es eine neuartige Kurventechnik auf die Straße geschafft hat, wo sich der Kurvenradius ändert (ich nenne die bei den österreichischen Autobahnauffahrten Ringelschwanzkurve). Hier ein Bild von so einem Warnschild (hier heißen sie spiral curve):

Am Ende des Pkwy stoßt man direkt an den nächsten Nationalpark, den ich mir aber gespart habe: Erstens waren die Wolken am Werken und zweitens sieht man beim Durchfahren nicht viel, wie ich beim letzten Besuch feststellen mußte. Also ging es auf mehr oder minder direktem Weg nach Anderson. Sehr hübsch ist der Highway 76, mit dem ich das Eck zur Interstate 85 abgeschnitten habe. Die Straße ist wirklich hübsch und kann sich zum Teil mit dem Blue Ridge Pkwy messen:

Wie man schon an den Fotos erkennen kann, war das Wetter im Süden deutlich hübscher. Und auch viel wärmer! Der Campingplatz in Anderson ist nicht riesig, aber sehr nett gelegen. Wir bekamen einen wirklich hübschen Zeltplatz, der von Bäumen umrahmt war. Das hat sich als Vorteil für den nächsten Morgen herausgestellt. Den Abend konnten wir aber bei deutlich über 30°C im warmen Pool verbringen. Was will man mehr?
