US #1 bis knapp vor San Francisco

Ich bin nun einmal ein Anhänger des Meeres. Daher ist diese Strecke immer wieder, egal wie oft ich sie fahre, ein Highlight. Möglich, daß schon einige den Namen US #1 gehört haben. Darunter darf man sich aber auf keinen Fall eine immer gleich aussehende Straße vorstellen. Bevor ich also zu den Details komme, hier ein paar Ausschnitte nur aus dem einen Tag:

Hier ist die #1 ein Freeway:

Hier eine winzige Bergstraße:

Hier eine normale Küstenstraße:

Hier verläuft sie durch den Wald:

Und hier wird sie vom Nebel des Grauens gefressen:

Wie gesagt, das waren alles Bilder von nur einem Tag. Das ganze kann man noch wesentlich erweitern, wenn man die nördliche Verlängerung mit einbezieht. Daher merke: US#1 ist immer anders und nur abschnittsweise beschreibbar.

Und nach dieser ewigen Einleitung, der reguläre Tagesbericht:

An dem Tag ging es wirklich nur und ausschließlich um das Genießen des Meeres. Mit allen Ansichten, Tieren und Pflanzen. So war die Route:


Größere Kartenansicht

Zunächst beginnt die Küste eher flach. Flach muß aber nicht langweilig bedeuten:

An den verschiedenen Aussichtspunkten tummeln sich verschiedene Betteltiere. Fangen wir mit den Möwen an:

Besonders aufdringlich sind Erdhörnchen. Die krabbeln einem auf den Fuß, ganz ohne jegliche Scham. Oder sie zeigen einem die Zunge wie dieses Exemplar:

Zwischen dem sicher sehr anstrengenden Betteln müssen sich auch Erdhörnchen erholen. Bevorzugt ausgestreckt auf einem Felsen:

In der richtigen Perspektive, kann man Erdhörnchen und Meer zusammenbringen. Sieht bedrohlich für das Erdhörnchen aus:

Immer wieder wird die Küste von vorstehenden Felsen geziert. Man kann hier der Erosion quasi zusehen:

Auch reiche Männer fühlten sich zu dieser Küste hingezogen und haben hier ihr Traumschloß erbaut. Heute ist Hearst Castle immer noch gut erhalten, die Preise für die Besichtigung sind aber astronomisch. Also gibt es davon nur ein Foto aus mächtig weiter Entfernung (400mm Tele + digital x2):

Kurz nach dem Traumschloß gibt es sichtlich den Traumstrand. Nicht für Menschen, sondern für Seeelephanten. Eine ganze Bucht ist völlig von diesen Tieren vereinnahmt worden. Etwas seltsam sind die Seeelephanten, die gemütlich auf Felsen liegen. Na wenn das gemütlich ist:

Zwischen den Tieren am Strand laufen seltsame Vögel herum:

Die südliche Seite der Bucht ist von Seeelephanten belagert:

Leider kommt man dort nicht wirklich hin, sodaß Fotos nur aus der großen Entfernung möglich sind. Ein freiwilliger Aufpasser hat mir jedoch den Tipp gegeben, daß auf der Nordseite gleich beim Weg auch sehr viele liegen. Quasi zu Füßen der Zuschauer. Durch das gaffende Volk lassen sie sich aber ganz offensichtlich nicht stören:

Da liegen sie in Gruppen, eng an eng. Eigentlich mögen sie nur den warmen Sand, die warme Sonne auf der Haut ist nicht so gut. Daher schaufeln sie sich mit Sand zu, wie gerade der große im Vordergrund:

Kuscheln ist aber ein absolutes Muß. Das geht im Meer ja auch gar nicht so gut:

Und wer ist auch dann munter wenn alle schlafen? Die Kleinen natürlich:

In Kolonien geht es oft menschlicher zu als man erwarten würde. Einer stänkert zum Beispiel immer. Querulanten muß es einfach geben. Und schon kommt es zu einer Rempelei:

Ich hätte am liebsten noch den restlichen Tag dort zugesehen, aber ich mußte weiter. Weiter die Küste nach Norden, wo sie langsam höher und steiler wird:

Bei Big Sur sind die berühmten alten Brücken zu sehen. Davon gibt es mehrere.  Bisher hatte ich immer alle im Nebel. Dieses Jahr ging es mir bis dahin besser:

Ich sage einmal ausdrücklich bis dahin. Denn kaum an der Brücke vorbei, da hat mich der Nebel des Grauens wiedergefunden. An manchen Stellen – und zum Glück nur an manchen – hat er sich den Berg hinaufbewegt:

Die bekannteste Brücke wäre wieder fast dem Nebel zum Opfer gefallen, aber dieses mal ist es sich um ein paar Meter ausgegangen:

Der Rest der Strecke durch Monterey hat sich dann der Nebel an der Küste ausgetobt, kaum ein paar Meter im Landesinneren war er weg. So war es auch am Campingplatz: Der Strand war gerade noch zu sehen, dahinter war der Nebel. Das hat uns einen hübschen Sonnenuntergang verhauen, aber wie immer, man kann wohl nicht alles haben.

Am nächsten Tag ging es dann weg vom Meer, ab nach Sacramento, wo es endlich wieder schön warm sein sollte (>30 Grad C).

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