Der Tag begann sonnig. Das ist für die Küste ungewöhnlich. Aber von sonnigen Dingen läßt man sich gerne überraschen. Ein Blick in den Süden machte dann aber doch besorgt: Wird sich das mit Santa Barbara ausgehen oder herrscht dort gnadenlos der Nebel des Grauens:
Wir haben uns aber dann doch für das Risiko entschieden und die Route zeigt, Risiko war schon dabei. In Santa Barbara war es bei der Ankunft mächtig neblig:
Der Weg führte uns zunächst zum botanischen Garten, aber der war tief im Nebel versteckt. Wir hatten gehofft, daß der Nebel am Berg schon weg wäre, aber genau das Gegenteil war der Fall: Der Nebel staute sich am Berg an!
Am Weg ins Stadtzentrum fand sich dann diese nette Kirche. Bei Sonne sicher noch einmal so schön:
Also weiter runter an den Strand, mit dem unbeweglichen Riesenkübel einparken geübt (denn da kann man sogar gratis parken) und einen Blick auf’s Meer gewagt. Soll immer schön sein und warm wie an der Riviera. Wohl eher Riviera bei Winter:
Wenn wir schon einmal da waren, konnten wir auch auf das Santa Barbara Pier gehen, da waren wir noch nie. Der Weg nach draußen war frustrierend, denn im Norden war der Himmel völlig blau, nur über uns war es neblig. Doch mit jeder Minute schien sich die Sonne mehr durchzusetzen:
Wie wir wieder Richtung Strand unterwegs waren, hatte die Sonne obsiegt!
Noch ein schneller Blick auf den Brunnen am Beginn des Piers geworfen (der soll am Abend schön beleuchtet sein, nur war ich noch nie da um das zu sehen):
Am Strand wächst das gleiche seltsame Grünzeugs wie in Griechenland. Scheinbar gibt es nicht viel, das in salzigem Sand wächst. Hier blüht es aber auch noch hübsch:
Da die Sonne nun doch gnädig war, wieder rauf zum botanischen Garten (der liegt in einem Canyon am Hügel). Der Nebel hält sich noch weiter oben am Berg, der Garten hat aber gerade schon Sonne:
Der botanische Garten war ein wenig enttäuschend und der Eintritt kann auch als Spende verstanden werden. Im Mai hat eines der verheerendsten Brände große Gebiete auf diesem Hügel verbrannt; leider auch Teile des botanischen Gartens. Sie richten gerade wieder viel her, aber die Natur braucht eben seine Zeit. Diese silbergrünen Pflanzen blühen aber unerschrocken:
Die Schildkröten im Teich wärmen sich in den ersten Sonnenstrahlen des Tages:
Trotz Brand und Herbst einiges blüht schon sehr hübsch im Garten:
Überraschend ist auch, daß ein verbrannter Baum noch lange nicht tot sein muß. Im botanischen Garten gibt es einige Beispiele von extremen Lebenswillen:
Die ganze Seite mit dem Aquädukt zur Mission ist verbrannt und gesperrt. Der Weg zum alten Damm ist zwar offen, die Bäume sind jedoch zum Teil ziemlich mitgenommen.
Zum Abschluß noch ein Bild eines froh blühenden Strauches:
Die Mission Santa Barbara gilt nach eigenen Angaben als best erhaltendste Mission, da sie als einzige immer im Betrieb war. Auch die Mission war beim großen Feuer im Mai bedroht und die Bilder, die überall aushängen, sehen sehr bedrohlich aus. Jetzt ist davon nichts mehr zu sehen:
Im Inneren der Kirche der Mission konnte ich die neue Kamera einmal richtig testen. Kein Stativ mit und alle Fotos freihand geschossen. Ich würde sagen: Test bestanden:
In die Mission selbst bin ich wieder nicht gegangen, da sie für einen Innenhof $6 sehen wollen. So spannend ist der Hof nun auch wieder nicht. Von außen sieht sie aber hübsch aus, das kann man nicht übersehen:
Danach ging es weiter auf der US #1 in Richtung Norden. Weit war es nicht, da wir noch eine Nacht auf einem State Beach verbringen wollten. Dieses mal war es Pismo Beach. Dort wächst am Strand wieder das Grünzeug von Griechenland und Santa Barbara, es blüht aber lila:
Der Strand in Pismo Beach ist extrem breit. Sehr warm war es aber nicht, sodaß baden definitiv nicht in Frage kam.
Der Meeresanblick und die Luft ist aber einen Abend am Strand immer wert. Wo hat man sonst so ein hübsches Panorama:
Die Möwen sind dort irgendwie wasserscheu. Sie laufen vor den Wellen hin und her, gehen aber nicht ins Wasser. Wenn der kräftige Wind von schwanzwärts bläst, zerzaust es einem ein wenig das Gefieder:
Was gibt es am Meer am Abend noch, was man niemals nie versäumen darf? Richtig, den Sonnenuntergang:

Und kurz darauf war die Sonne weg. Da wurde es echt frisch, aber es war klar und nicht neblig. Alles kann man wohl nicht haben:
Am nächsten Tag ging es weiter die US#1 nach Norden. Spannend blieb weiterhin die Frage, ob sich der gute Bekannte, der Nebel des Grauens, weiter zurückhalten würde oder nicht.