Das Wetter war für den Tag extrem regnerisch angesagt. Wir waren daher sehr positiv überrascht, daß das Wetter beim Aufwachen zwar leicht regnerisch war (spitting, wie ich gelernt habe), aber sonst ganz ok aussah. Für Charleston war sogar nahezu wolkenloser Sonnenschein angesagt. Also schnell zum inkludierten Frühstück des Motels, das Astrid in Jacksonville, NC gebucht hat, weil sie sonst weit und breit keinen sinnvollen Campingplatz gefunden hat.
Das Frühstück war für US Verhältnisse purer Luxus:
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Cereal & Milch
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Waffeln zum Selbstbacken
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Ei-Omlette mit Käsefüllung
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Frühstückswurst
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Frühstücksburger und –Biscuits
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Frischer Apfel- und Orangensaft
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Obstcups
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und so viel mehr.
Spannend ist der Förderbandtoaster, den ich so noch nie gesehen habe.

So ein Frühstück hatten wir sonst noch nirgends. Daher gingen wir mehr als nur gestärkt zum Auto und es ging los.
Die Fahrt in den Süden begann ziemlich sonnig…

… wurde wolkiger …

… und wurde gewittrig.

Bis Astrid am Handy die Tornado-Watch-Meldung bekommen hat. Die weiteren Meilen waren ziemlich hart zu fahren, weil der blöde Toyota einen extrem miesen Scheibenwischer hat und es echt extrem geschüttet hat. Kurz vor Myrtle Beach kam aber die Sonne raus und wir machten Mittagspause bei Bojangles. Nur wenige Meilen weiter liegt der Brookgreen Garden, der eine ziemliche Ausnahme zu den üblichen botanischen Gärten ist. Denn eigentlich ist der Garten nur eine Umrandung für viele vorwiegend tierbezogene Skulpturen. Alleine der Einfahrtsbereich ist schon genial.

Der schwere Regen hat dort einiges überschwemmt und das Kassasystem hat den Geist aufgegeben, sodaß wir ein handgeschriebenes Ticket mit einer manuellen Kreditkartenrechnung bekamen (und das dauerte beim alten Herrn), aber sonst ist der Garten extrem genial. Angefangen haben wir beim Indoor Skulpturgarten, da es nach dem schweren Gewitter extrem schwül war und das Wasser von jeder Scheibe heruntergeronnen ist, weil alles beschlagen hat. Genau das Wetter, das Astrid killed.

Dann hat sich Astrid ein Herz gefaßt und ab ging es in den schwülen strahlenden Sonnenschein bei knappen 30°C. Ich war jedenfalls extrem happy, denn so strahlenden Sonnenschein hätte ich nach dem Weltuntergang nicht mehr erwartet.

Weil der Brunnen nebenan so hübsche Männer in so genialen Posen zeigt, konnte ich mich nicht zurückhalten und stellte ‘Fotograf’ dar.

Hier mein Vorbild zum Vergleich.

Rund um den Brunnen ziehen die Blumen Schmetterlinge wie wild an. Da braucht man sich mit der Kamera nicht lange auf die Lauer legen, um hübsche Fotos zu bekommen.

Nackt geht in den USA garnicht. Heute wurde uns in Boonehall erklärt, es gab einen eigenen Petticoat Tisch, wo man testen konnte, ob man den Unterrock nicht sieht. Nicht Haut, den Rock! Aber wenn es Kunst ist, dann kann man sich nackte Frauen und Männer überall in den Garten stellen. No stress. Bei der Frau hätte ich aber angst, daß der Busen als Stichwaffe eingesetzt werden kann.

Heuschrecken sind da im Garten ohnehin ungeniert.

Zum Glück gibt es im Garten viele riesige Bäume, sodaß Astrid im Schatten verschnaufen konnte.

Ich war dann wieder auf Fotojagd mit meinen beiden Sonys (Xperia 1 II (links) und RX10 (rechts)).

Auch auf meiner Runde über den Naturetrail konnte Astrid verschnaufen. Da waren sie bei der Beschilderung ein wenig uneins. Zuerst wird man darauf hingewiesen, daß Gators dort leben könnten, einige Yards später wird man dann darauf hingewiesen, daß das Füttern der Gators verboten ist.

Am Ende des Trails kommt man wieder in den Garten zurück und findet weitere Großskulpturen.

Besonders fetzig sind die Bäume mit dem spanischen Moos drauf. Sieht schon aus wie in Florida.

Über einen Wiesenbereich kommt man Richtung Eingang zurück.

Auf dem Gelände gibt es auch noch einen kleinen Zoo, wo heimische und vorwiegend verletzte Tiere gezeigt werden. Der Teich mit Schildkröten, und mehrere begehbare Gehege mit Vögeln.

In einem hat sich wohl eine heimische Schlange eingeschlichen und klaut die Fische.

Die Flußotter haben ein echt großes Außengehege und tollen darin wie die wilden herum.

In deutlich kleineren Volieren halten sie verletzte Vögel, die nicht mehr fliegen können. Die Voliere sind kleiner, damit die Pfleger sie erwischen und behandeln können.

Am Weg fand ich einen Tausendfüßler. Keine Ahnung ob der giftig ist.

Aufgrund weiterer heftiger Gewitter, die sie für die Nacht erwartet haben, sind wir in ein günstiges Motel in Myrtle Beach geflüchtet. Fast wären wir wieder davon gelaufen, aber das zweite angebotene Zimmer war besser (aber lange nicht gut). Aber wenigstens war das Motel direkt an der Beachfront.

Weil es in der Gegend schon viele Adventuregolfplätze gibt, nutzten wir die Chance für eine Runde. Nett gemacht, aber sehr leicht zu spielen. Das geht besser (aber auch teurer).

Abendessen war wieder von Bojangles, der damit KFC unbrauchbar gemacht hat. Wer bei Bojangles gegessen hat, geht ganz sicher nicht mehr zu KFC. Überraschend bei dem Standort war, daß es ausschließlich einen Drive Through gegeben hat.