Heute konnten wir den ganzen Tag in Ruhe auf den Keys verbringen.
Zunächst haben sich gleich in der Früh zwei weniger gute Dinge bestätigt:
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Wir konnten hier nicht verlängern, denn es stand ein Wochenende vor der Türe. Das bedeutete zwei Dinge: Einerseits war alles ausgebucht und andererseits stieg der Preis des gleichen Zimmers auf knappe 130$ die Nacht!
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Der gefühlt starke Wind war tatsächlich stark und daher wurden alle Schnorcheltrips zum Riff gecancelt. Angeblich sind dort Wellen mit guten 2m Höhe.
Die bessere Nachricht: Unser Moteleigentümer hat selbst ein Boot, das normalerweise zum Riff fährt. Sie fahren an solchen Schlechtwettertagen zur Pirate’s Cove. Jetzt kein Riff aber besser als nix. Wir haben daher die Fahrt um 13 Uhr gebucht und sind an den lokalen Strand gefahren. Der hat einen kleinen Park, Umziehkabinen und ist ur nett. Astrid hat dort noch in Ruhe spät gefrühstückt.

Um 12:30 mußten wir beim Boot sein, um das Schorchelzeugs zu bekommen (wir hatten eh unser eigenes) und um zu unterschreiben, daß wir an allem selbst schuld sind. Zuvor waren wir noch bei Publix und haben für Astrid Schorchel und Brille gekauft, denn die neue Ganzgesichtsmaske, die sich Astrid in Österreich gekauft hat, ist hier verboten. Angeblich hat es da einige CO2 Unfälle damit gegeben. Wenn wir das nur vorher gewußt hätten, denn sie hat ja eine alte Maske und einen Schnorchel. Nur nicht hier, warum sollte sie auch zwei mitnehmen.

Gleich neben dem Hafen gibt es eine kleine Insel mit einem echt geilen Haus drauf. Die Begleiterin hat uns erzählt, das ist nur das DRITT-Ferienhaus eines Chefs einer großen Baufirma von der Westküste. Dort wohnt nur eine Katze, die vom Hausmeister per Boot täglich gefüttert wird. Wer will nicht diese Katze sein?
Die fahrt zur Pirate’s Cove war sehr windig, die Cove selbst ist relativ windgeschützt, aber eben auch nur eine unverbaute Bucht. Meine Erwartungen waren dem entsprechend gering. Wir haben uns daher aufgeteilt: Astrid ist mit unserer Actioncam losgeschwommen, ich mit der alten Lumix FT5 (habe gerade gesehen, es gäbe schon eine FT7 mit aktueller Technik).
Hier einmal das Ergebnis von Astrid:
Sie hat gleich mit einem doch seltenen Fisch begonnen, da sie bei der gesprengten Fahrrinne in der Cove geblieben ist.

Danach kam bei ihr ein Squid.

Auch der Fisch mit interessanter Rückenflosse war bei ihr dabei.

Dann hat sie den Hauptpreis gemacht und eine Schildkröte mit ein paar anhänglichen Fischen getroffen.

Ich habe mich in der Zeit eher zur unbewohnten Insel hin aufgemacht und bin daher auf mehr Sand und deren Bewohner gestoßen.

Der 1ft Barracuda hätte Astrid geschreckt, aber zum Glück ist er nur mir begegnet.

Ganz einsam ein eher typischer Rifffisch.

Astrid hat mich dann auch zur Fahrrinne gerufen und dort konnte ich noch drei echt große Brummer erwischen; inkl. dem riesigen Kofferfisch!

Dann waren die 1½ Stunden um und wir sind zurückgefahren. Andere haben auch noch einen Lobster und zwei Arten von Rochen gesehen. Damit war die Ausbeute deutlich besser als erwartet, wenngleich sie natürlich nicht mit dem Riff mithalten konnte.
Wieder zurück in Marathon haben wir die Begleiterin gefragt, wo man denn noch einen schönen Strand finden könnte. Sie gab uns Angaben für den Insider-Strand. Dort könnte man am besten ohne Boot schnorcheln. Der Strand liegt eine Brücke südlich von Bahia Honda. Also nichts wie auf dorthin!
Der Strand ist tatsächlich nicht angeschrieben, man muß es tatsächlich wissen. Der Strand ist felsig, aber ur schön.

Wir haben nur Leute mit badenden Hunden getroffen. Astrid ist jetzt ziemlich zerkratzt, weil sich ein rottweilerartiger Hund in sie verliebt hat und dauernd zu ihr hingeschwommen ist. Autsch, hat der Krallen!
Der Platz ist tatsächlich genial zum Schnorcheln. Die vom Bau der Straße herumliegenden Felsen sind schon überwuchert und quasi zu einem künstlichen Riff geworden. Die Sicht war durchschnittlich, aber der Platz ist windgeschützt, sodaß wir auf die private Tour gehen konnten.
Wieder Astrid mit der Actioncam zuerst:
Es war klar genug um auch ein paar Übersichtsfotos zu machen und es zeigten sich die typischen Rifffische.

Die Krabbe haben wir gemeinsam entdeckt, aber die Actioncam hat die deutlich besseren Fotos gemacht.

Ich war hier ein wenig mutiger als Astrid, da ich nicht die Angst habe, von einem Barracuda oder einem Hai angenagt zu werden.

Ich fand eine echte Meeresschnecke (noch nicht als Einsiedlerkrebs).

Die Gegend ist voll von Quallen. Das ist jetzt nicht schlimm, denn es sind die upside down Quallen, die nicht nesseln. Angeblich nesselt eine Sorte davon doch, also lieber drüberschwimmen.

Zwischen dem Gras liegen manchmal so barschartige ‘Grantler’ (zumindest sehen sie grantig aus).

Auf den sandigen Teilen gibt es genug Fische. Viel mehr als in der Pirate’s Cove.

Zwischen den Steinen schwimmen ganze Schulen an Fischen herum. Schon fast riffartig.

Und in den Spalten sitzen die üblichen Verdächtigen.

Damit ist klar: Da für heute Nacht Windwarnung in der Gegend ausgegeben ist, wird es morgen ganz sicher nix mit dem Riff. Also wollen wir morgen, wenn das Wetter es zuläßt, mehr Zeit auf dem geheimen Schnorchelstrand verbringen.
Zurück im Motel hat sich mal wieder eine Wolke vor den Sonnenuntergang geschoben, obwohl es den ganzen Nachmittag quasi wolkenlos war. Damit fällt ein Sonnenuntergang auf den Keys dieses Jahr aus, denn morgen müssen wir wegen dem Wochenende wieder weichen.
