Ein Stück Natchez Trace Pkwy.

Ein Stück Natchez Trace Pkwy. haben wir geschafft, bis wir uns mal wieder umentschieden haben.

Die Nacht am KOA war ruhig, aber dank meines Handies, das irrtümlich nicht auf lautlos gestellt war, waren wir früh wach. Wir haben gefrühstückt und sind dann vor den Gelsen geflohen. So einen miesen KOA habe ich schon echt lange nicht gesehen: dreckig, die Duschen kaputt, unorganisiert und nicht einmal die Öffnungszeiten, die man am gleichen Tag telephonisch erfragt stimmen. Finger weg!

Wir sind auf zum Natchez Trace Pkwy gefahren, der laut KOA Beschreibung quasi um’s Eck liegt. Das sind dann also so 45 Minuten… Wir haben unseren Essensvorrat (vorallem Getränke, wir haben in den letzten Tagen so um die 34°C und mehr) beim Walmart auf der Strecke aufgefüllt und dort auch das Internet bemüht um Infos über den Pkwy und die nächsten KOAs zu bekommen; beim letzten KOA hatten wir ja kein Internet.

Wir sind mit Hwy (es lebe mein TomTom, der das auch genauso ausspricht Ha We ÜPSILON) 20 auf den Pkwy gestoßen und sind dem in südlicher Richtung gefolgt. Es fehlten uns also gut 140mi im Norden. Wir wollten aber echt nicht wieder in den Norden fahren, um dann in den Süden zu kurven. Die Strecke ähnelt dem des Blue Ridge, nur ist es flacher und offener. Und es gibt noch weniger Besuchspunkte.

Recht bald kommt man zur alten Fährverbindung über den Tenessee River. Die neue Brücke ist hübsch und der gleich neben der Brücke befindliche Picknickplatz gibt einen schönen Überblick.

Auch sehr schön mit der anderen Kamera.

Auf der anderen Seite des Flusses gibt es ein Erholungsgebiet, mit Bootsrampe, Picknicktischen, Anlegesteg und was man sonst noch zum Spaßhaben im und am Wasser braucht. Inkl. Gänse und Reiher am toten Arm des Flusses.

An der historischen Stelle der Fähre erfährt man so einiges, was sich da abgespielt hat. Der Fährmann wurde dort gut bezahlt und die Route war recht beliebt. Die Spitzeneinkunft waren $75000 um eine ganze Armee zu transportieren. Bei der Distanz ist das aber auch echt eine Hack’n gewesen.

Weiter den Pkwy entlang, wo es kaum weitere sinnvolle Halte gab. Die Überblicke sind wieder zugewachsen und schauen aus wie mitten im Wald, und sonst gibt es dort wenig. Die historischen Marker bestehen aus einer Tafel im Wald.

Man kann aber auch wieder einen schattigen Mittagshalt machen. Am Flüsschen. Mit der Pizza vom Vortag.

Entlang des Pkwy haben früher zwei Ureinwohnerstämme gewohnt. Von ihnen ist wenig erhalten geblieben, außer dieser mounds: Erdhügel.

Der Überblick war der erste, wo man zumindest ein wenig blicken konnte.

Entlang des Pkwy gibt es drei NP Campingplätze, die zwar gratis sind, aber auch nur ‘primitive’ sind. Man kann auch noch nahe SPs bemühen, aber das ist auch immer so eine Sache. Der NP Plan gibt nicht einmal eine Liste dazu her. Ein KOA liegt in der Nähe, aber den hätten wir schon um kurz nach 14 Uhr erreicht. Wir haben uns daher einfach entschlossen den Weg zu beschleunigen, die Interstate zu nehmen und kurz nach 19 Uhr waren wir in Baton Rouge, LA. Das hat uns zwar ein paar Ausblicke auf den Mississippi gekostet, aber bei 36°C war Astrid da eh kein großer Fan.

Somit: Ein Stück Pkwy gefahren und dann nach Baton Rouge gedüst. Morgen ist somit schon New Orleans in greifweite.

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