Knoxville Zoo und Parrot Mountain

Zwei kleinere Dinge machen zusammen auch eine volle Tagesbeschäftigung.

Direkt vom Motel ging es in den Zoo. Die Anfahrt ist einfach, weil der Zoo direkt neben der Interstate liegt. Leider ist es dort dementsprechend laut und die künstliche Sounduntermalung verfehlt aufgrund des hohen Geräuschpegels ihr Ziel. Parken kostet auch gleich mal $5, obwohl sie da nur an der Kassa fragen, ob man eh mit dem Auto gekommen ist und sie hauen die $5 zu den Tickets dazu.

Der Zoo hat einen Óst- und Westteil. Soll heißen Asien und Afrika. In der Mitte das Bärengehege.

Der Zoo scheint recht neu zu sein und ist dementsprechend hübsch gestaltet. Die Hauptzielrichtung sind ganz offensichtlich Kinder, denn überall gibt es Spielplätze und alles wird kindgerecht erklärt. Erwachsene sind wohl vorwiegend mit Restaurants zu locken, denn man könnte auch Freßmeile mit Tieren zum Zoo sagen. Smile

20$ Eintritt für einen kleinen Zoo ist nicht wenig. Und trotzdem wird versucht noch mehr Geld zu machen. Eine winzige Runde Kamelreiten (2 Kinder pro Kamel) pro Kind $6. Das Kamel war btw auch noch unhappy gehen zu müssen.

Das einzige aktuelle Junge in Afrika ist eine Giraffe. Sie rennt im Gehege rum und Papa ist stolz dabei.

Die Paviane hatten noch Vormittagsruhe und sind erst langsam aufgestanden.

Die Löwen haben nirgends Stress, auch hier nicht.

Menschenaffen sind dort sehr vermehrungsreich und Papa Gorilla erträgt es nur schwer. Der Schimpanse denkt wohl tiefsinniger.

 

Die Fläche des Zoos täuscht ein wenig; es sind nicht so gar arg viele Tiere und Gehege, sie haben nur große Gehege gebaut, die in hübscher Landschaft eingebettet sind. So verbraucht sich die Fläche halt schnell.

Die Wüstenhunde haben bestens gepennt, die Elefanten haben gerade erst mit dem Freigang angefangen.

Damit war der Westteil schon durch und es ging in den Osten. Angeblich sind sie dort der weltführende Zoo im Bereich Zucht roter Pandas. Sie haben da auch jede Menge Junge, der Papa ist gerade in Einzelhaft.

Der Tiger hat ein riesiges Gehege, das man am besten vom Affenberg aus einsieht. Mit dem 600er Tele auf der Sony kein Problem.

Ein begehbares Sittichvoliere ist mal was Neues. Im Wasser sind auch gleich die Biber untergebracht.

Rund um den Streichelzoo gibt es noch jede Menge Kinderspielsachen und Restaurants. Oben am Berg sind Reptilien. Da sind die Gehege aber echt altmodisch und grauslich.

Insgesamt ein neumodischer und netter aber doch kleiner Zoo, der preislich eher teuer ist. Als Test für meine neue Sony Kamera gab es einiges zu tun und sie hat sich wirklich hervorragend geschlagen. Man kann die Lumix doch tatsächlich in allen Bereichen noch ein wenig überbieten.

Weiter ging es nach Pigeon Forge, Heimat von Dollywood. Wir waren jetzt nicht in Dollywood, sondern gleich daneben in Parrot Mountain. Dort sollte es jede Menge exotischer Vögel auch in direkter Interaktion geben. Zuvor waren wir aber noch bei Taco Bell, denn das Frühstück ist einfach ausgefallen; das was sie Gratisfrühstück im Motel nennen, wollten wir nicht. Ich erwähne Taco Bell deswegen, weil es das erste Fastfood Restaurant in den USA ist, das das elektronische Ordersystem wie bei uns nun schon üblich, hatte.

Die Einfahrt zum Parrot Mountain ist abenteuerlich. Astrid sagt noch, ‘boa, hast Du die steile Auffahrt gesehen’ und schon hatten wir die nächste mit ganz sicher mehr als 25% Steigung. Oben ist ein eher kleiner Parkplatz, aber mit Glück und Warten haben wir noch einen Spot gefunden. Schon am Parkplatz sitzen Papageien.

Durch diese hohle Gasse muß er kommen, äh durch das Häuschen muß man zum Brennstein gehen.

Drinnen sieht man in einer Gartenumgebung (garden of Eden) wirklich viele Gehege mit wirklich vielen Vögeln.

Astrid war am Anfang noch sehr skeptisch ob die Vögel eh nicht gewalttätig sind…

Die nächsten Stationen waren hinter Gitter und sicher.

Überall am Wegesrand sitzen ‘freie’ Papageien.

Ein kleines begehbares Gehege bringt hervorragende Fotomöglichkeiten.

Und dann heißt das Motto ‘go crazy!’ Zunächst kann man für ein Exotenvogelfoto bezahlen. Astrid hat natürlich ja gesagt.

Und dann kommt man in den großen Bereich, wo man verschiedene Vögel mit flacher Hand füttern kann. Oder, wie einem die Wärter sagen, pflücke Dir jeden Vogel wenn er will. Und Du wirst sehen ob er will.

Kakadus sind die vorsichtigsten. Die haben wir erst am Schluß geschafft.

Im Lorekeet Bereich kann man den üblichen Nektar füttern. Nur die Vögel dort waren bei Hitchcock in der Lehre und kaum ist man drinnen, wird man regelrecht attackiert. Für ein paar Kinder war das dann doch zu viel.

Der ganze Garten ist religiös angehaucht. Statuen und Texte aus der Bibel, viele Gehege sind seltsam überbaut. Ich würde ja darauf tippen, sie hatten einen religiösen Garten, den keiner sehen wollte und haben ihn in den Papageiengarten umgebaut. Sind aber nur böse Gedanken. Hier einer der wenigen Orte, wo sie noch keinen Papagei haben.

Wir sind natürlich noch auf eine zweite Runde gegangen, jetzt waren wir ja schon geübte Vogelbändiger. Es zeigte sich, daß Kakadus vorwiegend gerne gekrault werden!

Insgesamt war das der beste Papageienzoo, den ich je hatte. Ob es tiergerecht ist, will ich jetzt nicht beurteilen müssen. Sie tauschen aber die Tiere im Menschenkontakt ständig aus und es laufen viele Wärter rum, die helfen und kontrollieren. Für Tierliebhaber ein absolutes Muß. Für Leute mit Vogelphobien wohl eher nix. Da ist man wirklich Aug in Aug mit großen Vögeln.

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