Chattanooga Downtown und das Tennessee Aquarium

Der Weg war heute mal wieder sehr kurz, dafür hatten wir einen super Tag in Chattanooga.

Nach ein paar Meilen ging es zum Choochoo. Die frühere Eisenbahnstation wurde zum Hotel umgebaut, der berühmte Choochoo steht draußen rum. Obwohl Labour day war, war Parken nur gegen grüne Scheine verfügbar. Und das hat uns an dem Tag ohnehin gefuchst.

Man kann aus der Parkgarage einfach über die Straße gehen und schon sieht man das Außengelände. Die alten Gleise haben sie zugeschüttet und begrünt, die Gleise beim Hotel sind erhalten geblieben. Die Züge waren sicher einmal schön, aktuell rosten sie gar heftig und niemand kümmert es. Das in einem Wagon angesiedelte Café ist geschlossen.

Die Bahnhofshalle ist die Lobby mit der Rezeption.

Einen schönen Überblick bekommt vom Parkhaus.

Und nun begann es schwieriger zu werden. Man kann das Auto im Parkhaus stehen lassen und den gratis Elektro-Shuttle zum Aquarium nehmen. Wie ich letztes mal dort war, ging das Shuttle nur nie. Also mal nachgelesen, wie oft das denn fährt. Im Prinzip ca. alle 5 Minuten, nur an Feiertagen (inkl. Labour day) nie. Wir zahlen also die Garage mit $2 und gerade da kommt das erste Shuttle vorbei. Labour day nie?!?

Na egal, mit dem Auto zum Aquarium gefahren, dort keinen Parkplatz (gegen Geld) bekommen und auf dem Parkplatz gegenüber geparkt. In der Sonne. Bei 33°C. In einem dunkelgrauen Auto. Und 10 Minuten am Automaten gewartet, um die Parkgebühr im Vorhinein zu zahlen. Wir haben uns für 3 Stunden zu $9 entschieden.

An der Kasse vom Aquarium sieht Astrid das IMAX Combo und erzählt, sie war noch nie im IMAX. Also nehmen wir das dazu. Und los ging es in den größeren Süßwasserteil. Gleich ganz nach oben zur ersten Schlange.

Die Otter wollten sich nicht zeigen, also noch schnell ein Foto vom Wasserfall an der Oberfläche und auf ging es nach unten.

Das Aquarium erzählt die Geschichte des Tennessee Rivers. Von der Quelle (=der Wasserfall) bis zur Mündung mit allen Tiefen. Im Bach nach dem Wasserfall sind forellenartige Fische zuhause.

Man folgt dem riesigen Becken, das bis fast nach unten geht in einer großen Wendel. Zwischendurch geht man in die Stockwerke, um auch andere Süßwasserbereiche der Erde zu sehen. Der rote Faden ist aber der Tennessee River.

Den Wasserfall sieht man auch von unten. Von oben ist es ein kleiner Teich, von unten sieht man, es ist ein riesiges Becken.

Statt Keeper-Talks gibt es hier Tauchvorführungen.

Mein Freund Paul mit seiner teuren Nikon Kamera war mit mir im LA Aquarium. Seine Lehre: Fotographieren im Dunkeln des Aquariums ist schwer. Also habe ich auch meine neue Sony mit dem Problem konfrontiert. Der Chip ist nicht größer geworden und auch nicht viel neuer. Wie wird sie sich schlagen?

Gut ist auf jeden Fall der Weißabgleich. Die Farben werden wirklich frisch und gut. Gut ist auch der Autofokus, der mit dem Licht auch ganz ohne Suchlicht kein Problem hat. In der Standardeinstellung geht sie jedoch bis auf ein 1/30 herunter und das ist für viele Fische zu langsam. Frösche sind viel ruhiger. Smile

Man kann immer noch Fische mit 2 Fingern streicheln. Astrid ist da immer live dabei.

Einer der Gebäude-Zacken beherbergt einen ganzen Stock an Sumpfgebiet. Mit Vögeln, Alligatoren und Fischen. Echt genial gelöst.

Das Objektiv ist mit der Tiefenschärfe manchmal ein wenig happig. Da kommen interessante Bilder heraus und fordern den Autofokus (vorallem sollte man sich gut überlegen, wo der Fokuspunkt liegt).

Im Aquarium ist es mit dem Größenvergleich schwer. Das nächste Bild zeigt einen Fisch, der wie ein Delphin aussieht und man hat entsprechende Vorstellungen. Das gute Fischchen ist aber nur 10cm groß. Andere Fische sind jedoch sicher 500kg+ Kaliber und sehen auf den Bildern harmlos aus.

Viel schneller als einem lieb ist, ist man schon unten im Gift-Shop.Dazu gibt es gute und schlechte Nachrichten. Der Keller mit den Sea-Dragons wurde gesperrt, dafür darf man jetzt so oft man will in beide Aquarien gehen.

Nach dem ersten Aquarium war es schon zeit für den IMAX-Film. Das war ein zeitliches Problem, denn wir hatten ja nur 3 Stunden Parkplatz gekauft. Glück oder Pech, ‘The Great Barrier Reef’ dauert 45 Minuten und mit Werbung ist man gleich eine Stunde beschäftigt. Und schwups, war nur mehr eine halbe Parkstunde übrig. Verlängern darf man nicht,man kann nur neu kaufen. Blöd. Also sind wir gleich in die Parkgarage neben das IMAX gewechselt. Das hat Schatten, ist billiger UND man zahlt im Nachhinein, wenn man weiß, wie lange man braucht.

Da es bei schon sehr feuchten 33°C für Astrid ein wenig schwer war, habe ich den Besuch von Ben & Jerry’s vorgeschlagen. Da gibt es einen regelrechten Hype. Also mal kosten. Der Preis ist jedenfalls exorbitant, das Eis ist prinzipiell sehr süß und wenn man wie Astrid Caramel nimmt, bekommt man echt viel Caramel; bis zum Zuckersturz. Die Waffeln werden aber brav frisch gebacken und die Menge ist wenigstens entsprechend groß. Mein Kaffeeeis war jedenfalls eines der besten Kaffeeeissorten, die ich bisher gegessen habe.

Also nach der Stärkung auf in den Salzwasserbereich.

Hier gibt es im obersten Stock verschiedenste Dinge, darunter vorwiegend ein ungeahnt großes Becken aus jeder Richtung und natürlich viele kleine. Oben sieht man Lemuren, hat einen großen Rochenangreifteil und eine Schmetterlingswelt. Alles sehr lose mit Ocean verbunden.

Den Schmetterlingsteil mußte Astrid auslassen, denn es war nicht nur sehr warm, sie haben auch die Luft voll besprüht, sodaß es mehr ein Luft trinken denn atmen war. Das war zu viel für sie. Die Schmetterlinge mochten es.

Es folgen Pinguine und sehr viele Quallen.

Die Ansichten des Riesenbeckens wechseln sich mit z.B. tropischen Fischen ab.

Zwischendurch finden Echsen ihren Platz. Die sehen dort nur wenig Sonne.

Das riesige Becken kann unten aus einem Tunnel betrachtet werden. Für die Müden auch im Liegen.

Und weil es eh schon zu spät war ein weiteres Programm in Chattanooga zu machen, haben wir das Bonusprogramm genutzt und haben einen zweiten IMAX 3D Film angesehen. Nein, nicht Apollo 11 (ist nur 2D), sondern Vulkane. Der war noch besser als das Great Barrier Reef.

Danach war es schon Zeit zum Einkaufen zu fahren. Es war auch lange genug Zeit, um in der Parkgarage auf das Tageshöchstlimit zu kommen: $8. Wir hätten uns also den Sonnenplatz gleich ganz sparen können. Wenn man es weiß.

Der Labour Day ging auf der Interstate offenbar mit Stau zu ende, sodaß die wenigen Minuten zum Walmart einige mehr wurden. Vorallem dadurch, daß die frisch gewarteten POIs mal wieder falsch waren (sind von einem Drittanbieter) und die zwei nebeneinander liegenden Geschäfte sind doch nur eines und wir haben das ‘virtuelle’ erwischt. Der restliche Weg zum Campingplatz wurde auf den normalen Highway verschoben (nicht noch mehr Stau), aber dalag ein Auto am Dach und die Polizei war am Werken. Egal, der Tag war super und der Abend sollte auch noch gemütlich und angenehm am Campingplatz werden.

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