Der Abholtermin war 15 Uhr. Also hatten wir noch genug Zeit alles herzurichten. Wie wir gemütlich beim Frühstück saßen, klingelte das Telefon und Astrid scherzte noch: Das ist sicher die Vermieterfirma. War sie aber auch. Sie meinten, wegen dem schlechten Wetter werden die RVs früher zurückgegeben und wir können unseres gerne ab sofort abholen. Also nix mehr ruhig frühstücken.
Also alles schnell fertig packen und in den Hänger werfen. Ja Hänger, denn der neue Scenic schafft keine drei Personen mit 2 eScootern und dem ganzen Gepäck. Also in den Hängern. Mit Plane, denn es regnete wieder lustig bei 11°C. Und schon ging es kurz nach 10:30 los in Richtung Bruck an der Leitha. Was für ein “tolles” Wetter.

Dort angekommen wartete unser Camper-Van schon auf uns. Eine Überprüfung der Dokumente und Blitzeinschulung später, konnten wir schon alles einräumen. Auf den ersten Blick war der Camper-Van um einige Level luxuriöser als der in Australien.

Das gratis mitgelieferte Geschirr und Besteck war nicht wirklich brauchbar. Wir haben es gleich Regina mit nach Hause gegeben. Dafür wollten wir keinen Stauraum vergeuden. Nach einer kurzen Rückkehr zum Vermieter (weil unser Van gleich nach Add-Blue geschrien hat) ging es zum Hofer um ein paar Dinge als Proviant und Einrichtung zu kaufen. Immer hin schüttete es nicht mehr.

TomTom wollte über die S6 nach Klagenfurt fahren, also sind wir das auch. Bis zu den Tunnels wurde es immer grauslicher und man sah die Straße nur mehr vage.

Nach den Tunneln die Überraschung. Strahlender Sonnenschein.

In Kapfenberg haben wir einen Action besucht, weil wir wollten wenigstens Besteck und brauchbare Teller haben. Das war schon mal erfolgreich.

Kurz darauf wollte der TomTom eigentlich weiter nach Westen, meinte aber in Richtung Graz und schon waren wir falsch. Das Umdrehen bei der nächsten Abfahrt wurde dann gleich zur ersten Sonderprüfung mit dem Ding. Es ist doch breit, lang und hat ein Gewicht von 3499kg.

Der Rest der Strecke verlief weiterhin ziemlich sonnig, ein paar Wolken kamen nur vorbei.

Den Campingplatz direkt am Wörtersee hat Astrid unterwegs mit dem Handy gebucht. War eh gut, weil die Rezeption macht schon um 18 Uhr dicht.

Nach ein wenig Umräumen sind wir noch zum See vorspaziert, damit man sich auch ein wenig die Füße vertreten kann. Da ist schon überall tote Hose.

Es fing dann zu tröpfeln an, wir sind zurück und danach hat es den Rest des Abends geschüttet. Im RV aber nicht so tragisch; natürlich wäre draußen sitzen besser gewesen, aber der Sonnige Nachmittag war schon eine sehr positive Überraschung.
Am nächsten Tag war es noch nicht sicher wie das Wetter werden würde, also blieb es offen, wie weit wir es nach Italien schaffen würden.