A sunday drive through Toscany and Umbria oder Rom Teil 1 – Tag 4

Ganz in Anlehnung an unseren super Sonntag mit Frank im Amish country haben wir uns einen gemütlichen Fahrtag durch die Toskana und Umbrien gemacht. Und wenn es schon Sonntag war, dann ist der Name quasi aufgelegt.

Zunächst hieß es ‘bitte wenden’. Das ist mit 6m Länge nicht so ganz einfach auf schmalen Terrassen. Vorallem wenn sich auch noch deutsche Camper quer hinstellen, wo sie eigentlich längs stehen sollten. Nach einigem hin und her sind wir aber ohne Kratzer wieder neben der Rezeption gestanden. Astrid ging zahlen, ich machte ein Abschiedsfoto.

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Wir wollten noch schnell ein Frühstück beim Lidl holen und weil sich Lidls außerhalb der Stadt besser anfahren lassen, haben wir einen in 25km Luftlinie genommen. Und wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich die erste Strecke über Landstraßen fahren. Und schon waren wir beim Sunday Drive.

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Natürlich wurde die Straße eng und steil, aber sie führte auch durch geniale toskanische Berge mit Olivenbäumen und Zypressen.

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Und noblen Weingütern. Spätestens an dem Punkt wußte ich schon recht genau, wie breit unsere Camper-Van war.

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Und irgendwie wurden wir vom Lidl fast gestört. Natürlich gab es dort geniales Brot und Salat für Astrid.

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Gestärkt entschlossen wir uns, wir vermeiden Autobahnen weiterhin und nehmen die gemütliche Tour.

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Irgendwann haben wir dann doch eine Schnellstraße gefunden, die sich aber auch sehr nett durch die Hügel gewunden hat.

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Vor Rom sind wir wieder auf die Landstraße ausgewichen und auch Umbrien zeigte sich von seiner wirklich schönen Seite.

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Mitten drinn kamen wir zu einem Aquädukt mit Burganlage, wo TomTom mitten durch wollte, die Straße war dann aber gesperrt. Nach einem weiteren spannenden Wendemanöver ging es weiter.

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Die Endanfahrt durch Rom war trotz des Sonntags sehr spannend, aber wir fanden den Campingplatz auf Anhieb. Und waren auf Anhieb enttäuscht, denn was sie da als Campingplatz verkaufen ist eine Zumutung. Die Stellplätze sind extrem eng, die ehemals nette Rezeption wurde durch eine Baracke ersetzt, der Strom ist auf 3A begrenzt (da kannst keinen Kocher anwerfen), es gibt ganze zwei unisex Klos für den ganzen Camingplatz, …. Na egal, wir wollten in die Stadt rein.

Also auf die Straßenbahn gewartet (jetzt wissen wir, es ist mehr eine Lokalbahn als eine Straßenbahn). Aber oh my god, was ist da passiert? Überall Dreck, die Bahn kann nicht upgefuckter sein und ist aus einem Weltkrieg übrig geblieben.

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Zwei Stationen vor der Endstation ist ein großer Umsteigplatz mit Straßenbahnen. Da sollten zwei Linien bis zum Kolosseum fahren.

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Nur wir standen ewig wie viele andere, es kam halt nix auf der Linie. Nebenbei liegen überall die Obdachlosen rum und es riecht sehr speziell. Wir haben uns daher zu Fuß aufgemacht und Astrid hat sich zum Thema Mietroller schlau gemacht. Wir haben unsere Eoller nicht mitgenommen, weil alle davor warnen: Seit Jahresbeginn gibt es Versicherungspflicht mit Kennzeichen und man soll es daher nicht riskieren. Wir nicht, aber hier fährt wirklich alles was verboten ist, überall rum. Es gibt im Gegensatz zu Florenz keinen Meter Radweg (den man aber mit Scootern laut Gesetz nicht befahren darf) und alle fahren wie die Irren. Ist nicht anders als in Ägypten!

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Wir haben dann doch zwei Birds gemietet und sind ähnlich unerlaubt auf Gehsteigen und gegen Einbahnen bis zum Kolloseum gefahren wie alle anderen auch. Das gehört wohl zum süditalienischen Lebensstil. Das Abstellen der Scooter war wieder speziell, weil es einfach nicht ging. Erst beim xten Versuch. Wahrscheinlich macht man das zum Verlängern der Mietzeit.

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Sie haben seit meinem letzten Besuch alles zu einer großen Fußgängerzone gemacht und sie bauen die zweite U-Bahn gerade ein. Daher bauen sie überall und hängen entsprechend viel zu. Es ist aber extrem erstaunlich wieviel Leute da rumrennen.

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Auch da fahren sie alle mit Rollern, ohne Helm und ohne Kennzeichen. Genau genommen haben wir in beiden Rom-Tagen nicht einen Roller mit Kennzeichen gesehen. Wir wären am zweiten Tag eh mit dem Roller gefahren, aber es gibt keine ruhigen Straßen ins Zentrum. Und wer will 6km auf den zweispurigen Straßen fahren? In der Innenstadt sind so viele Leute, da kannst eh nur schieben…

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Wir haben uns dann in die U-Bahn geworfen und stellten fest: Ein wenig weniger dreckig, echt voll, sie fahren mit Oberdraht und das auf der linken Seite.

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Wir wissen jetzt auch, warum man nicht mit der Lokalbahn bis zur Endstation fährt. Es klingt zwar so, als wäre es der Hauptbahnhof, aber zwischen U-Bahn und Lokalbahn ist es mehr als 1km… ohne Schilder und auf der Straße. Wir haben es dann nach Hause geschafft und wollten zum Restaurant nebenan gehen. War aber zu. Also wieder 2 Stationen in Richtung Stadt gefahren (in der Ecke der Stadt wohnen wohl nur Inder und Afrikaner) und haben einen Mäcki besucht. Und natürlich wieder zwei Stationen rausfahren. Astrid wäre nach dem Tag am liebsten schon am nächsten Tag wieder gefahren.