Die Camargue oder Tag der echten Kamera – Tag 12

Heute hatten wir es nicht eilig, weil heute ging es in aller Ruhe durch die Camargue.

Auf den ersten Metern haben wir wieder ein typisches Auto in Frankreich getroffen. Das Auto selbst sieht man nur schwer, denn es verbreitet so viel Rauch, das es quasi vollständig getarnt ist. Jetzt könnte man glauben das ist ein ganz spezieller Einzelfall, aber weit gefehlt. So ein Auto sehen wir quasi zumindest 1x am Tag. Das habe ich halt auch auf Foto festgehalten.

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Die Herausforderung des Tages bestand darin, die offizielle Karte der Camargue mit der Realität und der Ansicht des TomToms in Einklang zu bringen. Auf der Karte schaut alles cool aus, hie und da stehen auch Straßennummern, nur so ist die Realität nicht. Aber mit mehr oder minder Zufall und Glück haben wir es hinbekommen. Glauben wir wenigstens.

Karte

Die Straßen waren aber wie immer ‘romantisch’ und dabei darf man nicht vergessen, das ist mit Gegenverkehr.

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Und dann kam der große Moment der Reise: Ich habe zum allerersten mal die ‘echte’ Kamera ausgepackt, denn es geht halt nix über ein echtes 600mm optisches Zoom. Der Tag war (leider) extrem stürmisch. Das macht nicht nur das Fahren mit einem knapp 3m hohen Vehikel spannend, es macht auch wellen. Und als guter Flamingo nimmt man das hin (mit dem Futtern wird das dann schwer) und man schläft ausgiebig.

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Das wäre sicher kein tag gewesen, um mit dem Hausboot den Etang de Thau zu überqueren, aber es war wenigstens auch nicht heiß (wie Astrid immer befürchtet). Es war fast kühl bei 21°C. Trotzdem macht sich der strahlend blaue Himmel sehr gut auf den schmalen Straßen…

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… und auf den Etangs.

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Trotzdem kann man mit dem Tele einiges an Tierwelt einfangen.

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In der Gegend könnte ich einige Tage verbringen oder gleich den ganzen Winter.

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Wie man an der super Karte oben erkennen kann, gibt es Wege, die man mit Fahrrad und Auto benutzen kann und welche, wo man nur Fahrrad fahren darf. Das letzte Stück, bevor man nur mehr mit Fahrrädern fahren darf hat solche spaßigen Markierungen (sehen aus wie bei uns nach Mikulov rüber). Fahrräder an die Seite und Auto in der Mitte???

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Bei den Salinen (wo sie Meersalz gewinnen) ist dann Schluß für Autos.

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Besonders gute Chancen der Tierwelt nahe zu kommen hat man im örtlichen ornithologischen Park von Pont du Gau. Man zahlt aktuell 8€ um an freilebende Tiere zu kommen, weil es besonders anziehende Teiche gibt, wo man auf netten Wegen gehen kann. Und der Erfolg ist immer da. Zunächst seltene Nicht-Flamingos.

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Dann ein seltenes Flamingo-Baby.

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Und dann echt viiiiele Flamigos. Die gibt es dort in rauhen Mengen und da die Teiche windgeschützter sind, schlafen nicht alle.

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Trotzdem schaut es lustig aus, wenn ein Flamingo Rückenwind bekommt.

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Man läuft den Teichen entlang und freut sich über jeden einzelnen Ausguck. Ein Fotografiebegeisterter könnte hier locker den ganzen Tag verbringen, aber man muß auch an die Mitgekommenen denken. Man sieht aber schon Leute mit den Megateleskopen, die sich mit Stativ aufstellen um den ideal ‘Schuß’ zu bekommen. Ein ca. 12jähriger rannte begeistert mit einem Mega-Tele rum, wo hinten eine kleine APS-C Kamera dran hing. Quasi Tele mit Endstück.

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So gut Handykameras geworden sind, da sind sie einfach verloren. Die Übersichtsfotos habe ich schon mit meiner nun veralteten Xperia 1 V geschossen (wo sie die 1 VII nach dem Produktionsproblem endlich wieder anbieten), aber solange da kein g’scheites Tele dabei ist, hilft das alles nix.

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Keiner läßt mich nahe genug ran um mit einem 125er Tele (oder einem 170er wenn ich das 1 VII hätte) sinnvolle Aufnahmen zu machen. Also weiter brav meine alte RX10IV mit dabei. Die ist auch schon im 5 oder 6. Jahr dabei.

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Und wenn wir schon beim Top-Shot sind. Ich glaube das ist mein bester Shot aus dem Park.

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Man sieht auch noch einiges Blühendes und andere Kanäle. Sehr hübsch und wie gesagt, man könnte einen Tag als fotografierbegeisterte Person dort verbringen…

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Als Abschluß noch ein Reiher und eine Übersicht.

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Der pferdebegeisterte Mensch sieht die Camargue Pferde gegenüber und sieht die überraschend günstigen Preise für 3stündige Ausritte an den Strand.

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Danach ging es zu unserem Campingplatz, wo wir mit den Rollern nach Aiges Mortes fahren wollten, eine der größten erhaltenen Festungsstädte. Die Gegend hat genug Campingplätze, die sind jetzt aber alle zu, da die Badesaision bei 21°C wohl zu Ende ist. Also Stau durch Le-Grau-du-Roi. Aber es ist nicht alles Hollywood wo Palmen in großen Mengen zu finden sind.

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Dann zum Campingplatz und 1.5 Stunden für den Check-In brauchen, weil sie haben keine Ahnung welche Plätze belegt sind. Man stellt sich also an, bekommt 4 Plätze zum selbst checken, rennt in dem riesigen Campingplatz eine halbe Stunde und schaut was wirklich frei ist, stellt sich wieder in der Schlange an und bucht dann den Platz. Das war wirklich die mieseste Variante für einen Check-In, den wir weltweit gesehen haben. Das Problem der eigenen Unordnung auf die Camper abzuschieben ist schon eine sehr spezielle Manager-Idee. Ages-Mortes ist daher ausgefallen, weil es sich nicht mehr vor Sonnenuntergang ausgegangen wäre. Dafür wollten wir an den Strand. Da haben wir gelernt, daß zwar das Tor zum Strand nur 2 Geh-Minuten von unserem Platz entfernt ist, dann aber geschätzte 1-2 km am Strand bis zum Meer zurückzulegen sind. Auch eine Variante.

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Wir können daher den Campingplatz weder für eine Nacht noch für einen Sommerurlaub empfehlen. Ach ja auch spannendes Detail, das wir so noch nie gesehen haben. Es gibt kein Klopapier auf den WCs, es gibt genau einen kleinen Spender mit Klopapier am Eingang zum Klo-Haus. Da kann man sich (so etwas da ist) mitnehmen zum Klo…