Astrid’s großes Ziel dieses Urlaubes war es, mit dem Roller neben dem Canal du Midi zu fahren, quasi Hausboot-Speed-Erfahrung. Und heute war der erste Tag, wo wir das machen konnten.
Natürlich lag der letzte Campingplatz nicht am Canal, du Midi, es war der Horrorcampingplatz in Le Grau du Roi. Aber bis zum Canal du Midi war es nicht mehr weit. Daher haben wir zwei Nächte in einem kleinen Campingplatz direkt am Canal du midi reserviert, um dem Spaß ausgiebig zu genießen. Nur hinkommen muß man halt auch. Also sind wir wieder durch den Touristenort durch und auf Landstraßen in Richtung Bezier gefahren. Da ist es wie Hausbootfahren auf der Straße: Man fährt mit was großem auf zum Teil ur schmalen wegen. Der LKW hat btw nicht gewartet bis wir über die Brücke gefahren sind. Wir haben usn exakt auf der Brücke getroffen und durften auf den Zentimeter aneinander vorbei fahren. Nur keine Langeweile.

Die ganze Gegend könnte auch Weinviertel heißen. Nur gibt es hier wirklich Wein in jeder Menge. Weinplantagen, so weit das Auge blickt.

Straßen werden hier ähnlich wie Kanäle mit Alleen beschattet. Es ist daher wirklich sehr ähnlich dem hausbootfahren, nur halt mit 70km/h.

Astrid hat bei einer Stadtdurchfahrt (ja auch das ist anders, weil man an den Geschäften vorbei kommt) ein Party-Geschäft gefunden. Da ist aktuell alles Halloween. Da kann man Riesenskelette oder auch Wunden oder Blut im Kanister kaufen.

Weiter ging es über kanalartige Straßen bis zum Etang de Thau.

Den See wollten wir uns genauer ansehen und Astrid hat wieder einen Weg mitten durchs Stadtzentrum gefunden.

Am See gibt es einige Restaurants und alle waren komplett voll (nicht das wir dort essen wollten). Für die Nebensaison überraschend.

Am Weg raus haben wir gesehen, daß die nächste Ausfahrt echt gemütlich über fast breite Straßen zum See geführt hätte. Aber wenn man durch das winzige Stadtzentrum fahren kann, dann tun wir das auch.
Schon nahe unserem Campingplatz wurde es wieder mit Straßen spannend. Hier gibt es offenbar einige der Campingplätze, die eine eigene Sommercity bauen, inkl. Vergnügungspark und Wasserspielumgebung. Natürlich sind die jetzt alle tot und verlassen. Die Straßen sind aber immer noch klein und ‘romantisch’.

Wir haben den Campingplatz nur wenige Minuten vor der erlaubten Check-In Time von 14 Uhr erreicht und bekamen den vorletzten Platz. Schnell die Roller ausgepackt und los ging es. An dem Nachmittag wollten wir in Richtung Strand fahren. Genau vor unserem Campingplatz ist eine Schleuse und es macht Spaß den Leuten zuzusehen.

Der Radweg entlang des Canal du Medi ist der Euro Velo 8 und ist in dem Bereich gerade neu renoviert worden. Es ist daher ein sehr entspanntes Rollern.

Nach guten 10km (man ist ca. 4x so schnell wie ein Schiff) sind wir auf den Weg zum Strand abgebogen. Nicht mehr so gut im Schuß und die e-twow hätten wieder keine Chance gehabt.

Der Strand war dann nicht so gar arg schwer zu finden und schon waren unsere zwei Roller ‘verliebt’ am Strand. Martin meinte, es wären zwei scooter auf romantischem Date.

Aber wir zwei konnten das auch (man beachte die Scooter im Hintergrund). Schöne Grüße damit aus Südfrankreich!

Der Strand war trotz der 22°C nicht leer, aber doch sehr nett anzusehen. Ich will mir nicht vorstellen, was sich da in der Saison abspielt.

Da ich Strandanhänger bin viel es mir fast schwer dort Abschied zu nehmen, aber ein paar Fotos habe ich für den kommenden Winter mitgenommen.

Am Weg heim fand Astrid noch ein paar Pferde. Die findet sie quasi magisch. Die Pferde haben sie aber auch wirklich perfekt ignoriert. Nix mit Angreifen.

Zurück bei ‘unserer’ Schleuse haben sich Französen in die Schleuse gequält. Nach einer halben Stunde waren sie noch nicht so weit und ich hatte wirklich Respekt vor der inneren Ruhe des Schleusenwärters, der schon sagte was sie machen sollten und er wurde ignoriert. Wir haben da schon die Klassiker gesehen wie Seil an Reling anbinden, verknotetes Seil auf Poller legen (anstatt es richtig fest zu machen), Vollgas vor dem Schleusentor, wildes Lenken bis man quer steht, … Wenn man die zwei Boote vor sich hat, kann man gleich Selbstmord begehen, denn eine halbe Stunde nur für das Reinfahren… Aber von außen konnten wir lachen.

Der große Carrefour ist nur 800m entfernt, der Weg dorthin geht aber über spannende Straßen. Der Weg hinten rum (von Google Maps empfohlen) führt zwar an Pferden vorbei, endet dann aber extrem ungünstig auf der Stadtzufahrt. Also sind wir wieder zurück und sind durch das Dorf gefahren, zwischenzeitlich auf der Ausfahrtsstraße im unbeschränkten Mode 3, um mit den Autos mithalten zu können.

Und so kam jeder am Abend zu seinem Goodie…

Damit haben wir die ersten guten 20km entlang des Canal du Midis geschafft. Am nächsten Tag sollte es zur Schleusentreppe gehen.