Unser heutiger Tag war eigentlich ganz simpel. Fahre nach Carcassone auf den Stadtcampingplatz, packe die Roller aus und erkunde den Canal du Midi und die Festung. Guter Plan.
Weil uns der Campingplatz in Caracassone erst um 13 Uhr nimmt, wollten wir die Zeit noch mit einem extended Einkauf verbringen. Ein Auchan war in der Nähe, also auf dort hin. Die Route war wieder sehr TomTom like aber dann schlußendlich nicht mit Erfolg gekrönt, weil man dort nur bis 2.2m Höhe hinkommt. Also aufgegeben und weiter zum Lidl gefahren. Der ist cool, weil der ganze Parkplatz ist mit Palmen gesäumt. So einen Lidl sieht man nicht alle Tage.

Wie man an dem Bild sieht wolkte es rum. Es war auch wolkiges Wetter mit nur 4 Stunden Sonne angesagt, aber es war nicht so schlimm, es waren mehr hohe dünne Wolken.

Wir sind also wieder auf Landstraßen unterwegs gewesen und fanden sehr hübsche Einblicke ins Land. Vorallem die Weinfelder, die sich quasi so weit wie das Auge reicht erstrecken, sind immer faszinierend.

Ich bin dann einmal falsch abgebogen, was den TomTom normalerweise zu ‘bitte wenden wenn möglich’ hinreißt. Aber dieses mal meinte er nur, fahr weiter, da gibt es eh gleich eine Parallelstraße. Ja, eine der TomTom art. In Italien durfte ich wegen der Fahrzeugabmessungen manche Stellen der SS1 laut TomTom nicht fahren, aber die Straße war wieder völlig ok…

Ich war froh, daß wir dann doch wieder die Hauptstraße erreicht haben.

Unterwegs haben wir auch ein paar mal den Canal du Midi gekreuzt und wir kamen an bekannten Orten wie Trebes und Homps vorbei oder durch.

In Carcassone war es dann echt wolkig. So in der Art es fängt bald zu regnen an wolkig. Wir haben also bei einem E.Leclerc (hat Carrefour als Marktführer in Frankreich verdrängt) getankt und den extended Einkauf angehängt. Und da laut Wettervorhersage an dem Tag keine Wetterbesserung in Carcassone zu erwarten war (das Schönwetter in den darauffolgenden Tagen half uns wenig) haben wir uns entschlossen gleich nach Toulouse weiterzufahren. Damit es spannend bleibt durch einen regionalen Naturpark. Natürlich war das mit unserem Camper wieder eine Sonderprüfung. Die Strecke hat ein 3.5t Limit und das hat schon seine Begründung.

Das Dorf ist sicher bekannt, weil am Ende geht es über eine schmale Steinbrücke und man hat eine echt coole Aussicht. Wäre bei besserem Wetter wieder was zum Fliegen gewesen.

Die Strecke geht von Meereshöhe auf knappe 700m rauf. Und das auf echt bergiger Strecke. Und heute war das blöd, weil damit war man schon IN DEN WOLKEN. Man glaubte bei dem Nieselregen, man ist in Irland oder Schottland, nicht in Südfrankreich nahe Spanien.

Wie wir den Berg wieder runterkommen, reißt es dann mehr und mehr auf.

Mitten im Nichts dann eine riesige Kirche.

Der Campingplatz nahe Toulouse war dann schnell gefunden, wir haben eingechecked und Astrid wollte, weil die Sonne raus kam, noch schnell zum nahen Canal du Midi. Und da ist Astrid dahingeschmolzen, denn genau so mkit den Bäumen hat sie sich die Rollerfahrt entlang des Kanals vorgestellt.

Wir haben nach einigen Kilometern umgedreht, sind zum Campingplatz zurück und haben einfach eine Nacht drangehängt, denn unser Plan war nun: Am nächsten Tag das Weltraumzentrum Europas ansehen, aber nicht mit dem Camper, sondern mit dem Roller. Also die knappen 20km (one way) entlang des Kanals zu düsen. Nach der Verlängerung ging es noch in den südlichen Teil, nur um zu sehen wie es ist.

Und wie der Wetterbericht vorhergesagt hat, es wurde mit jeder Minute sonniger. Das mögen die gelben Bäume sehr.

Astrid hat dann sogar noch einen Reiher erspäht. Halt nur mit Handy-Tele.

Jetzt waren wir wieder sehr gespannt, wie Toulouse mit Roller wird. Und Canal du Midi bekommt einen Teil 4.