Der Atlantik-Tag oder Biarritz – Tag 18

Aus der Ruhe des Flusses ging es über den Strand in Biarritz nach Spanien.

Die Vögel haben uns zwitschernd geweckt, es war wirklich unglaublich ruhig neben dem Fluß. Den Campingplatz können wir gerne empfehlen. Der kleine Stau am Klo mag ihnen verziehen sein, denn sie haben schon die Hälfte an Duschen und WCs zugesperrt, es war scheinbar der letzte offene Tag. Wir haben wieder flott zusammengeräumt (das geht bei einem Camper wirklich ratz-fatz) und schon waren wir wieder auf der netten kleinen Landstraße.

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Man kommt dann rasch näher an die Gave und hat wunderbare Ausblicke.

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Der Fluß mündet dann in die Adour, wo man dann den Eindruck hat neben der Donau zu fahren. Da es dann schon wieder bald Mittag war (also Frühstückszeit), hielten wir kurz bei einem Bäcker an, sahen aber dabei die Werbung für einen E.Leclerc und haben uns lieber zu dem begeben. Dieses mal war der Parkplatz auch für uns geeignet (wir haben nur 2 Parkplätze gebraucht) und schon konnten wir wieder im Schlaraffenland einkaufen (auch wenn der Shop viel kleiner als der letzte war, so übersteigt die Größe jeden Merkur locker). Überrascht haben wir dann gesehen, daß wir schon in den Außenbezirken von Biarritz waren, unser erhoffter Parkplatz also nur mehr 10 Minuten entfernt war. Das war ein schnelles Frühstück unterwegs.

Die Anfahrt ist natürlich eng und wie zu befürchten hörten wir das ‘Sie haben ihr Ziel erreicht’ mitten in einer Gasse. Aber da hatten wir das Glück der armen Camper und wir fanden zwei hintereinanderliegende Zahlparkplätze, auf die wir uns gequestscht haben. Ganz blöd war der Baum, der nur 5cm am Dach Abstand ließ. Beim Zahlen der Parkgebühr am Automaten bemerkten wir unser nächstes Glück: Am Sonntag ist Parken gratis. Also Roller ausgepackt und zum Leuchtturm gerollert.

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Welch Überraschung gleich neben dem Leutturm gab es sogar 3 Parkplätze für uns. Aber zu spät, wir klebten schon am Baum.

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Man kann auch auf den Strand gehen, nur ist es überall nicht gestattet zu schwimmen, da Strömungen böse sein können. Hat aber keinen gestört, alle waren im Wasser oder haben gesurfed. Mich hätten da ohnehin keine 10 Pferde rein gebracht, das Wasser hatte 19°C. Wobei, die Surfer gehen auch alle mit Neoprenanzug rein und Astrid meint, es gibt mindestens so viele Neoprenverleihgeschäfte wie Eisgeschäfte.

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Die angrenzenden Parks sind auch so schön.

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Nach dem Miramar Strand, der ‘große Strand’. Ich sehe auch in der Nachsaison ist man da bei einem Zimmerpreis von 320€ aufwärts (aber dafür gratis WLAN).

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Wenn man zum ‘Spitz’ der Stadt kommt, wird es felsiger. Und das macht meiner Meinung den Reiz von Biarritz aus. Man kann auf einige der Steine raufgehen.

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Da sieht man den Jachthafen, der mit den Mauern wie eine Bastion wirkt. Heute waren da jede Menge Fischhändler und –Brater und es roch wirklich streng nach Fisch.

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Am ‘Hauptplatz’ gab es jede Menge zu futtern und man sieht die Kirche Sainte-Eugenie. Die ist außer für Gottesdienste zu, der kleine Einblick ist auch ernüchternd. Kirchen sind in Frankreich innen nicht hübsch.

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Weiter auf den Pfaden der Küste habe ich endlich ein Eidachsfoto geschafft, wobei das nur mit dem Handy eine Herausforderung ist.

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Und wieder ein bißl Geschichte: Warum ist Biarritz so bekannt? Die Kaiserin hat dort mit Ihrem Mann immer die Sommerfrische verbracht. Der berühmteste Felsen ist der Jungfrauenfelsen, wo sie eine Madonne drauf gestellt haben, damit die Fischer beschützt werden. Weil die Kaiserin da auch hin wollte, wurde Gustave Eiffel beauftragt, eine Eisenbrücke zu bauen. Also wenn schon, dennschon.

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Die Aussicht von da ‘draußen’ ist auch wirklich nett.

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Beim angrenzenden Strand sieht man die zwei Tiefenstufen: Erster Schreck bei knöcheltiefem Wasser, zweiter bei Bauchtiefe.

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Von da sind wir zurückgerollert und auf ging es in den Süden. Unsere aktuelle Route führt uns doch in den Süden, da wir uns echt nicht sicher waren, ob wir das noch unterbringen. Alternativ hätten wir nach Norden über Bordeaux fahren können. Aber die Atlantikküste ist hübsch, das Wetter ist hier gut (im Gegensatz zur Mittelmeerküste von Spanien), also auf nach Bilbao. Davor hat Gott aber noch ein paar Kilometer Landstraße an der Küste geschaffen.

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In der Gegend sieht man eine für mich neue Form des Fachwerkbaus.

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Sehr schön ist ein Stopp direkt am/über dem Meer, wo Schichtfelsen schräg nach unten gehen.

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Ich bin kein Höhenfreak (manche sagen auch feige Sau), Astrid ist nicht viel besser, aber sie hat sich echt ins Zeug gelegt, um da schöne Fotos von der völlig ungesicherten Kante zu bekommen.

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Von ein wenig weiter weg, war ich auch nicht wenig erfolgreich.

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Nach einem Besuch bei GIFI um mehr Weihnachts/Halloween-Zeugs zu beschaffen kamen wir nach Spanien. Kamen ist die beste Beschreibung, denn quasi mitten in der Stadt steht ein Schild mit den spanischen Geschwindigkeitslimits, kein Schild oder Zeichen der Grenze. Was fällt einem auf: Man darf 90 auf der Landstraße fahren (und nicht nur 80), der Diesel kostet 1.30 und nicht 1.55 und die Kreisverkehre sind noch eine Stufe kranker, weil sie recht willkürlich mit Ampeln unterteilt sind, oder 4-spurig sind, wobei sich die Spuren bei Ausfahrten als wichtig herausstellen (weil z.B. nur eine oder zwei Spuren rausfahren dürfen). Wobei aber auch hier das südländische Gefühl gewinnt, nix nimmt man wirklich ernst und alle diese Striche am Boden sind Vorschläge. Lustig ist ein hochmodernes Haus, daß eine Spiegelfassade hat und das alte haus von gegenüber zeigt.

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Was wir noch herausgefunden haben: Sonntag war gut für Biarritz, der 12.10 ist aber weniger gut für Spanien, da das der Nationalfeiertag ist. Daher sind wir am Campingplatz im Überlaufsbereich und der ist nicht ganz so romantisch wie erwartet. Aber hey, zum ersten mal auf der Tour hatten wir 16A Strom!

Morgen geht es auf einen hoffentlich existenten und freien Parkplatz in Bilbao und am Abend sollten wir wieder ruhig in der Pampe nächtigen. Das wäre zumindest der Plan…