Pläne sind zum Verwerfen da oder Bilbao – Tag 19

Eigentlich wollten wir an der Küste nach Bilbao und dann dort übernachten. Da wir aber keine großen Stadtübernachter sind, wollten wir den Besuch so kurz gestalten, daß wir noch zum nächsten Campingplatz außerhalb kommen. Deswegen sind wir ja auch gestern noch bis nach Spanien gefahren, damit sich das ausgeht. Und dann kam die Realität.

Der Campingplatz war nicht wirklich toll, obwohl er eigentlich schön am Berg liegt. Aber auch hier zeigt sich der Vorteil eines Campers, eigentlich ist es ziemlich egal, wenn man drinnen liegt und schläft. Die Zeltplätze dort wären wirklich frech, denn die sind so klein, da würde unser Zelt nicht einmal draufpassen. Aber egal, wir haben wieder flott alles eingepackt und los ging es. Da wir schon oben am  Berg gestartet sind und TomTom meinte, da können wir gleich weiterfahren, fing der Tag also mit einer Sonderprüfung an. Die folgenden Bilder sind ja ur hübsch, aber man bedenke ich fahre hier kein Fahrrad und es ist eine Straße mit Gegenverkehr.

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Da laufen nicht nur Kühe rum, da findet man auch Pferde Esel und Mischformen. Und man erheischt immer wieder einen super Ausblick auf’s Meer.

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Heute hat btw Astrid das Kreuz des Fotografen hauptsächlich getragen, da ich mit Fahren der verschiedenen Sonderprüfungen beschäftigt war, nur 10 Fotos sind von mir. Sie hat sich heute wirklich im wahrsten Sinne des Wortes reingehängt (also i.A. den Gurt nur am Bauch und sich verbogen).

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Wir haben auch heute trotz des Zeitdrucks die Landstraße an der Küste bevorzugt. Das war auch die wirklich richtige Entscheidung, weil die Ausblicke auf’s Meer an der Küste echt gut sind. Zudem haben sie endlich Mitleid mit mir und haben einige Ausfahrten zum Fotografieren gemacht.

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Bei Stadtdurchfahrten wurde es für Astrid immer besonders hektisch, aber sie macht das schon echt gut.

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Ich hüpfe dafür bei den Parkplätzen raus und renne rum. Die Atlantikküste hat tatsächlich ihren eigenen Charm.

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Kurz vor Bilbao verläßt man die Küste und dort haben wir den geplanten Stopp bei einem Lidl gemacht. Der italienische ist gut, der französische kaum zu toppen. Wie wird der Spanische sein? Nun, in kurzen Worten enttäuschend. Auch hier sind die Sachen billiger als in Österreich aber tendenziell teurer als in Frankreich. Sie haben eine kleinere Auswahl, gerade bei den Sachen zum selber machen, die ich hier gerne koste. Es wurde ein Huhn mit spanischem Gewürz, das eh super schmeckt. Aber nichts Spezielles ist. Das Baguette kostet nur 49 Cent, schmeckt aber nach exakt nix, die Olivenwurst schmeckt nach ‘roter Südlandwurst’, die Oliven sind scheinbar nur optisch und schmecken nach nix. Auch der Backshop hat kaum was Interessantes. Wer mag, kann dafür verschiedene Muscheln oder Garnelen mit der Schaufel in Säckchen selbst verpacken.

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Natürlich gibt es auch in Spanien die gute alte Knackwurst, aber ich erspare Euch gleich die Raterei.

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In Bilbao ist es spannend zu fahren, weil sie in der gesamten Stadt Tempo 30 haben, aber keiner hält sich daran. Dafür gibt es Busspuren und links abbiegen ist in ganz Spanien ganz schlimm und sie erfinden die lustigsten Varianten, um rechts  abzubiegen um nach links zu kommen. Oder Kreisverkehr Bypass entgegen der Kreisverkehrsrichtung.

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Jedenfalls wollten wir auf einen Parkplatz, wo man angeblich auch gegen wenig Geld übernachten kann. Gesehen haben wir ihn ‘neben dem Hostl’, aber die wollten nur Übernachten. Dafür gibt es dort Schilder, zu einem echten Parkplatz für Camper. Wie sich herausgestellt hat, ist das ebenfalls nur zum Übernachten, also ein Campingplatz mit dem Charm eines Parkplatzes. Und ganz nebenbei, er ist am einzigen Berg der Gegend. Keine Ahnung wie man da mit dem Fahrrad in die Stadt kommen soll. Vielleicht standen genau deswegen so viele Touristen und warteten auf den Bus. Wir haben Fotos gemacht, damit man sich das ein wenig besser vorstellen kann.

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Jedenfalls wollten wir nicht in Bilbao bleiben und daher haben wir entschieden, wir lassen es bei der Übersicht gut sein. Ich wollte dann nur mehr auf dem Weg in den Süden wenigstens am Guggenheim-Museum vorbeifahren, damit Astrid wieder aktiv werden konnte. Und sie wurde aktiv. Man beachte gerade die Brücke und die großen Aufdrucke 30km/h.

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Die Strecke in den Südosten geht durch lokale Erholungsgebiete und zum Teil fühlt man sich wie im Sommer zuhause.

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Die Strecke zeigt aber auch gleich den Unterschied zu Frankreich. Die Leute wollen scheinbar von guter Luft leben. Man sieht keine Supermärkte oder Bäcker, es poppen nur riesige und nicht wirklich hübsche Industriegebäude mit umliegenden Wohnoptionen auf. Nicht mal Restaurants oder Campingplätze sind zu sehen. Die müssen sich echt gut verstecken.

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Wir sind südlich von Pamplona vorbei in Richtung des Naturparks, den wir am darauffolgenden tag besuchen wollten. Und es wurde dann rapide trockener.

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In der Gegend sind selbst Tankstellen selten und dementsprechend teurer. Wie gut, daß unser Camper knappe 800km mit einem Tank schafft.

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Lustig sind die seltenen aber doch existierenden Solarfelder. Da haben sie jeden ‘Baum’ einzeln drehbar. Sieht besonders aus der Entfernung interessant aus.

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Und gerade wie wir schon darauf gewettet haben, daß auch die unendlich weiten abgeernteten Felder verschwinden und die Wüste beginnt, kam ein Fluß und nur Minuten danach der CLas Bardenas Reales de Navarframpingplatz.

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Morgen soll es in den Las Bardenas Reales de Navarra Naturpark gehen, bevor wir nach Saragossa kommen.