Die markante, ockerfarbene Lehm- und Sandsteinformation Castildetierra in der halbwüstenartigen Halbwüste Bardenas Reales ragt kegelförmig auf, umgeben von kargen, erodierten Hügeln unter einem tiefblauen Himmel mit weissen Wolken

Las Bardena Reales oder ein bißl USA – Tag 20

Wir sind gestern flott gefahren, damit wir nahe am Nationalpark sind, damit wir nicht in Zeitdruck kommen. War dann irgendwie doch nicht so wichtig…

Laut Wetterbericht sollten in der Früh noch Wolken rumziehen aber ab 10 sollte es sonnig werden. Das war der Bericht vom Vortag. Wie wir munter geworden sind (so kurz vor 10, die Sonne geht hier um 8:19 auf!) war es aber noch sehr wolkig. Die Wolken sollten aber am Nachmittag weggehen. Also haben wir uns nicht gestresst, haben noch in aller Ruhe gefrühstückt und sind kurz vor 12 (latest checkout 12) losgefahren. Wir sind aber jetzt echt im Süden, denn am Klo zirpen die Grillen und vor dem Klo hängen die Grashüpfer rum.

Eine braun-grau gemusterte Ägyptische Schabe sitzt auf einer hellen, strukturierten Betonwand im warmen Sonnenlicht, während im Hintergrund ein dezenter Schattenwurf zu sehen ist

Beim Wegfahren bohrte sich die Sonne schon gut durch. Der Weg zum Schutzgebiet (es ist kein voller Nationalpark, da … das kommt später) war knapp 20km, also schnell erledigt. Das Gebiet war aber sehr gut von der Hauptstraße beschildert, was uns überraschte, weil die offizielle Web-Seite das nicht so klar kommuniziert. Und obwohl es als Geheimtipp gilt, waren wir schon beim Reinfahren nicht alleine.

Eine einsame, graue Asphaltstrasse führt durch eine weite, trockene Steppenlandschaft mit gelblichem Gras und Feldern auf einen weiten, hellen Sandsteinfelsen zu, vor dem ein Wohnmobil fährt, unter einem blauen Himmel mit feinen Wolkenstreifen Eine asphaltierte Landstraße führt durch eine weite, hügelige Steppenlandschaft mit goldgelben abgeernteten Feldern unter einem weiten, hellblauen Himmel mit zarten Wolkenstreifen

Es gibt schon ein Informationszentrum, aber das war wohl nix. Nur 1 einziges Klo, ein Miniraum, wo jemand vor einem kahlen Tisch sitzt und nicht mal Karten hat. Sah fast so aus, als wäre es das Büro der Klofrau (und ja, es war eine Frau). Also sind wir reingefahren und fanden das erste Hinweisschild auf einen Aussichtspunkt. Nur zur Info: Es war auch das letzte Schild im Park, das wir gesehen haben. Der erste Überblick war aber schon vielversprechend.

Die halbwüstenartige Halbwüste Bardenas Reales in Spanien zeigt karge Sand- und Lehmformationen mit ockerfarbenen Tafelbergen, trockenen Feldern im Vordergrund, einem einfachen Holzzaun und einem hellblauen Himmel mit vereinzelten weißen Wolken Weites, trockenes Steppengebiet mit goldgelbem Gras im Vordergrund unter einem weiten, hellblauen Himmel mit vereinzelten weißen Schönwetterwolken und sanften Hügeln am Horizont

Kurz darauf zweigt eine Schotterstraße nach links ab, eine zugehörige Infotafel ist völlig leer. Unser Tags zuvor heruntergeladenes PDF sagte: Das ist der direkte Weg zum Rundkurs. Also sind wir abgebogen und kurz darauf fanden wir die meistfotografierte Formation.

Die markante, ockerfarbene und durch Winderosion geformte Lehmformation Castildetierra in der halbwüstenartigen Halbwüste Bárdenas Reales ragt in einer weiten, kargen Ebene unter einem blauen Himmel mit weissen Wolken auf Castildetierra, eine markante, ockerfarbene Sandstein-Felsformation mit rötlich geschichteten Schichten in der Halbwüste Bardenas Reales, umgeben von kargem, hügeligem Ödland unter tiefblauem Himmel Die markante, ockerfarbene Lehm- und Sandsteinformation Castildetierra in der halbwüstenartigen Halbwüste Bardenas Reales ragt kegelförmig auf, umgeben von kargen, erodierten Hügeln unter einem tiefblauen Himmel mit weissen Wolken

Gleich die Antwort wie soetwas entsteht. Ein uraltes Meer hat die üblichen Ablagerungen verursacht, die Schicht wurde nach oben gedrückt. Die Ablagerungen sind Lehm, darüber Sand- und/oder Kalkstein. Durch Erosion der Steinschicht(en) kommt es zum Rest. Auf der Web-Seite warnen sie auch den Park lieber nicht zu befahren, wenn es vorher geregnet hat. Offenbar wird der Lehm zur großen Touristenfalle. Wir wollten dann auf die am PDF eingezeichneten Runde gehen, nur wohin fahren? Angeschrieben war nix, aber wenn man weiß woher man gekommen ist, bleiben nur mehr zwei Straßen übrig.

Eine gerade, staubige Schotterstraße führt durch die karge Steppenlandschaft der Bárdenas Reales in Spanien, gesäumt von niedrigen Gräsern und Sträuchern, im Hintergrund erheben sich erodierte ockerfarbene Sandsteinformationen unter einem weiten, hellblauen Himmel mit vereinzelten weissen Wolken Eine helle Sand- und Schotterpiste führt durch die karge, erdfarbene Halbwüstenlandschaft der Bárdenas Reales mit spärlicher Steppenvegetation unter einem leuchtend blauen Himmel mit markanten, weissen Quellwolken Weites, karges Wüsten- und Steppenplateau mit trockenem gelb-braunem Grasbewuchs, vereinzelten niedrigen Sträuchern und sanften Erhebungen am Horizont unter einem leuchtend blauen Himmel mit weissen Quellwolken

Auffällig sind im Park mehrere Dinge: Scheinbar bauen sie trotz Naturschutz auf manchen Flächen was an. Und man muß den Park bei Sonnenuntergang verlassen, es gibt keinerlei Aufenthaltsmöglichkeiten. Später haben wir dann auch den Grund gefunden: Der Park mit seinen Formationen sollte scheinbar nicht für Touristen sein, es ist das einzige Übungsgebiet in Europa, wo die NATO Bombenübungen durchführt. Das ganze ist also auch ein Militärschutzgebiet und heißt nebenbei Bombodrom. Die UNESCO hat es trotzdem als Schutzgebiet eingetragen und offenbar sind sich Militär und Schützer nicht so ganz einig. Man soll also nicht auf die Dinger drauftreten, weil das die Erosion beschleunigt, aber Bomben werfen und Ackerbau sind ok.

Weite, karge Halbwüstenlandschaft mit erodierten gelbbraunen Lehmskulpturen und feingewelltem Erdreich unter einem weiten, hellblauen Himmel mit feinen, lockeren Wolkenfeldern Bardenas Reales: Karges, von Wind und Wasser erodiertes Halbwüsten-Gebiet mit ockerfarbenen, gefalteten Lehmbergen und spärlicher Steppenvegetation unter einem weiten, hellblauen Himmel mit lockeren, weissen Wolken Karge Wüstenlandschaft der Bardenas Reales in Navarra mit ockerfarbenen, durch Erosion geformten Lehnhügeln und Tafelbergen unter einem tiefblauen Himmel mit vereinzelten weißen Wolken

Schön ist es dort aber allemal. Irgendwie ist es eine Mischung aus Bad Lands und Death Valley. Nur halt ohne jeglicher Info. Keine Schilder, kein einziges Klo (obwohl man dort eigene Wander- und Radwege hat), keine Boardwalks, keine Erklärungen, nur Warnschilder wo man nicht hingehen darf.

Die karge, ockerfarbene Halbwüste Bárdenas Reales in Spanien zeigt erodierte Lehmhügel und markante Felsformationen im Vordergrund, eingerahmt von einer weitläufigen Bergkette und einem blauen Himmel mit sanften weißen Wolken Massive, ockerfarbene Steppenformation der Bardenas Reales mit erodierten Sandsteinkliffs, vertikalen Rillen und kahlen Hängen, umgeben von trockenem Grasland im Vordergrund und einem hellblauen Himmel mit vereinzelten Quellwolken Die karge Steppe der Bárdenas Reales in Navarra mit vertrockneten Sträuchern im sandigen Vordergrund und markanten, hellbeige erodierten Lehmformationen unter blauem Himmel

Der heutige Fototag hat dann den bisher größten Unterschied zwischen meinem Sony Xperia 1 V und Astrid’s neuem Samsung S25 Ultra gezeigt: Das Samsung macht jetzt viel natürlichere Fotos (nicht wie die Vorgängerversion extrem poppig), was ich echt super finde. Nur bei den Felsen wird es nun lieblos: wenig farbe und wenig Konturen. Daher sind die Fotos aus dem Samsung heute deutlich in der Minderheit.

Karge Halbwüstenlandschaft der Bardenas Reales mit erodierten, ockerfarbenen Lehmbergen, spärlichem Steppengras im sandigen Vordergrund und tiefblauem Himmel mit vereinzelten weissen Wolken Bardenas Reales: Halbwüstenlandschaft mit ockerfarbenen, erosionsgeprägten Lehmbergen, spärlicher Steppenvegetation im Vordergrund und weissen Quellwolken am blauen Himmel Weitläufige Halbwüste in den Bardenas Reales mit gelbbrauner Steppenlandschaft, spärlicher Vegetation und kleinen Wasserstellen im Vordergrund, überragt von einem weiten, leuchtend blauen Himmel mit vereinzelten weißen Wolken

An zwei Stellen haben wir Teiche gefunden. Die braucht man auch nicht lange zu suchen, denn das Gequacke hört man meilenweit.

Die karge Halbwüstenlandschaft der Bardenas Reales zeigt erodierte ockerfarbene Lehmhügel und bizarre Felsformationen unter einem weiten, hellblauen Himmel mit vereinzelten weißen Wolken Weitwinkel-Panorama der wüstenartigen Halbwüste Bardenas Reales in Spanien mit ockerfarbenen, erodierten Lehmformationen und schroffen Fstplateaus unter einem leuchtend blauen Himmel mit feinen weißen Wolken Halbwüstenlandschaft der Bárdenas Reales in Navarra mit ockerfarbenen Tafelbergen, sandigem Schotterweg im Vordergrund, spärlicher Steppenvegetation und weitem blauem Himmel mit weißen Quellwolken

Man beachte bei den nächsten Fotos den Pfeil. Der ganze Berg ist oben flach und komplett mit Militärhütten verbaut. Das ist scheinbar auch der Grund, daß es eine alte Asphaltstraße in den Park gibt. Die geht nämlich genau zum Militärlager. Der Naturpark hat nur ausgefahrene Schotterstraßen.

Karge Badlands-Landschaft mit erodierten sandfarbenen Erdhügeln und spärlichem Trockengras im Vordergrund unter einem weiten, leuchtend blauen Himmel mit markanten weissen Wolkenformationen Eine helle Schotterstraße führt durch die karge, wüstenähnliche Halbwüstenlandschaft der Bardenas Reales mit ockerfarbenen Erdhügeln und trockenem Gras unter einem weiten, leuchtend blauen Himmel mit markanten weißen Wolkenformationen Karge, ockerfarbene Sandstein-Wüste mit stark erodierten, geschichteten Steilwänden unter blauem Himmel mit weissen Wolken, markiert durch einen pinken Pfeil auf eine Hütte am Felsplateau

Die Runde ist angeblich 30km lang und es braucht schon eine Weile, bis man da durch ist (auch mit all den Stopps). Es wird dabei aber eigentlich nie langweilig, weil man immer neue Formationen zu sehen bekommt.

Karge Halbwüstenlandschaft der Bardenas Reales in Spanien mit ockerfarbenen, von Erosion gezeichneten Sandsteinformationen, einzelnen Felsbrocken und spärlicher Trockenvegetation unter einem wolkenverhangenen, blau-weißen Himmel Erosion der Halbinsel Bardenas Reales mit ockerfarbenen, erodierten Lehmhügeln, spärlicher Steppenvegetation im Vordergrund und einem blauen Himmel mit dichten weissen Wolken im Hintergrund Bardenas Reales: Die markante, erodierte Felsformation Castildetierra aus beigefarbenem und ockerfarbenem Sandstein erhebt sich trocken über die karge Steppenlandschaft, eingerahmt von trockenem Gras im Vordergrund und einem leuchtend blauen Himmel mit weissen Quellwolken

Im Hochsommer ist es dort wohl nicht so angenehm und dem Death Valley deutlich ähnlicher. Aber bei den heute 25°C ist es echt super. Es war der erste Tag des Urlaubs mit kurzer Hose! Kurz vor dem Ende der Rund kommt man wieder zu einer Parkausbuchtung. Dort gibt es sogar ein Schild, das natürlich wieder komplett unleserlich ist. Man sieht dann, daß man hier einmal doch raufhatschen darf und kann: Sie haben eine Treppe auf den Hügel gebaut (siehe Pfeil). Die scheint aber schon sehr in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, denn es kamen mir Leute auf dem Hintern runterrutschend entgegen. Da war ich mir sicher, daß es auch von unten sehr schön ist.

Kahle, erosionsgeprägte Sandsteinformationen mit rötlichen Schichten und dunklen Geröllbrocken erheben sich vor einem leuchtend blauen Himmel mit vereinzelten weissen Wolken in der Halbwüste Bardenas Reales Ein sandiger Wanderweg führt durch eine karge Halbwüstenlandschaft auf einen ockerfarben geschichteten Lehmhügel zu. Eine markierte rosa Pfeilgrafik weist auf einen Wanderer am steilen Berghang hin, der sich unter einem dramatischen blau-weißen Wolkenhimmel abhebt Weitläufige, halbtrockene Halbwüstenlandschaft der Bárdenas Reales in Spanien mit ockerfarbenen Lehmformationen, spärlicher Steppenvegetation und einer gewundenen Schotterstraße unter einem weiten, hellblau gewölbten Himmel mit zahlreichen weißen Cumuluswolken

Damit war die Runde fast abgeschlossen und wir mußten uns entscheiden, ob wir die Stichstraße zum nördlichen Eingang noch fahren wollten. Die Abzweigung haben wir wohl auf der Runde gesehen, aber so richtig angeschrieben war sie nicht. Die Länge ist ebenfalls unbekannt und das Ende ist in der Einschicht im Norden.

Weite Halbwüstenlandschaft der Bárdenas Reales in Spanien mit einer markanten, ockerfarbenen Lehmformation im Zentrum, umgeben von trockenem Steppenboden, vereinzelten niedrigen Sträuchern und einem weiten blauen Himmel mit malerischen, weißen Quellwolken Die karge Lehmformation der Bardenas Reales zeigt ockerfarbene, durch Erosion geformte Erdhügel mit vereinzelten Steinschlägen unter einem kräftig blauen Himmel mit weissen Wolken Ruhiger Salzsee in einer kargen Wüstenlandschaft mit braunem Schotterboden, spärlichem Schilfgürtel und dunklen Ufersträuchern unter einem weiten, hellblauen Himmel mit markanten, weissen Quellwolken

Wir haben uns daher beim Wahrzeichen des Parks entschieden wieder über die bekannte Straße rauszufahren, auch weil wir nicht zu spät nach Saragossa kommen wollten.

Zusammenfassend zum Park: Er ist wirklich wunderschön, wir hatten mit dem Wetter echt Glück, aber die Organisation ist unterirdisch. Die Mischung mit Bombenzielplatz und Ackerbau ist seltsam (um es vorsichtig auszudrücken). Man könnte sicher einen Nationalpark nach US Qualität draus machen. Das würde aber wohl Geld und einige Änderungen voraussetzen.

Bardenas Reales mit ockerfarbenen, durch Wind und Wasser geformten Halbwüsten-Lehmformationen, spärlicher trockener Steppenvegetation im Vordergrund und einem leuchtend blauen Himmel mit weissen Quellwolken Rötliche Hirten-Statue mit Hund auf einem Steinsockel im Vordergrund, davor karger Erdboden und dahinter die kahlen, erodierten Lehmformationen der Halbwüste Bardenas Reales unter strahlend blauem Himmel mit weißen Wolken Karge Halbwüstenlandschaft der Bardenas Reales in Navarra mit ockerfarbenen, durch Erosion geformten Lehnhügeln unter einem leuchtend blauen Himmel mit weissen Wolken

Die Strecke geht zu einem guten Stück über eine Gratisautobahn, die nur auf einigen Kilometern zwar unverändert aussieht, aber zur normalen Landstraße degradiert wird, damit dort Bauern mit Traktoren auf der Autobahn fahren dürfen. Auch eine spannende Idee.

Der Campingplatz in Saragossa liegt nur 4km vom Zentrum entfernt und wir wollen die Stadt wieder mit den Rollern erkunden. Wir kamen dann mit Tanken und Einchecken erst um 17 Uhr zur Frage, wie sich das alles ausgehen soll. Wir haben uns daher entschieden das angesagte Schönwetter zu nutzen und 2 Nächte in Saragossa zu verbringen, bevor es über die Pyrenäen nach Frankreich zurück gehen soll. Daher nur mehr der Einkauf beim nahen Mercadona (größte Supermarktkette in Spanien) mit Roller und Tagesausklang in der warmen Sonne mit gutem Essen aus der Ninja.