Das Wetter für den Tag war etwas wolkiger angesagt und zudem ging es Astrid nicht so gut. Also nur etwas Kleines und dann am Campingplatz erholen. Zumindest war das der Plan.
Was fällt einem bei Florida als erstes ein? Man wird vom Grünzeug gefressen. Dieses Jahr weiß das Grünzeug aber nicht, daß es überhaupt da ist. Das ist der Campingplatz vom Zelt aus gesehen. Grün?

Der Weg zum Bok Tower ist nicht weit, in einer guten halben Stunde ist man dort. Man zahlt seinen Obolus an der Einfahrt, Discounts gibt es nur mehr wenn man sich auch das Haus ansieht, was wir nicht wollten, und kommt zum großen Parkplatz. Da waren wir ziemlich erstaunt, denn da war jede Menge los. Wir haben schnell erfahren, daß viele Schulbusse wegen dem Earth Day da waren. Na, was soll’s, damit mußten wir leben. Dafür haben sie seit meinem letzten Besuch 2008 extrem viel umgebaut. Man könnte sagen, nahezu alles wurde extrem verbessert. Die quasselnde alte Dame aus dem Visitor Center ist weg und alles ist mit netten rollstuhltauglichen Wegen erreichbar. Schon beim Gift-Shop wird man von Blumen gefressen.

Den Beginn macht eine große kreisrunde Wiese mit sehr hübschen Blumen rundum.

Der Bok-Tower (siehe Beschreibung 2008) lugt am Weg zum Alligatorteich hervor.

In der Beobachtungshütte sitzend habe ich zwar keinen Alligator gesehen, dafür aber jede Menge Vögel, die durch Futter angelockt werden.

Neu ist der dahinter befindliche Boardwalk, der einen kurzen Überblick über feuchte Wiesen geben soll. Nur da war nix feucht. Die fleischfressenden Pflanzen haben das aber gut weggesteckt.

Wir haben uns dann zum Tower hinauf beeilt, denn in Kürze sollte eines der täglichen Glockenkonzerte beginnen. Am Weg fand sich noch eine neckische Eidechse.

Oben angekommen sieht man den Tower im Spiegelsee sehr schön. Leider haben wir dort auch zwei ältere Damen gefunden, die nicht aufhören wollten zu reden. Auch während des Konzertes. Die beiden waren der perfekte Beweis, daß Frauen nicht schweigen können…

Neben dem Tower ist ein kleiner See, wo wunderbare Blumen rumschwimmen.

Das Konzert war wirklich nett und einen kleinen Mitschnitt (mit quasselnden alten Frauen) war schon im Quiz zu hören. Während ich versucht habe ein wenig Audio mitzuschneiden, war ich auf der Flucht vor den Quasselstrippen. Gerade wie ich versuche durch einen schmalen Weg durch Gestrüpp zu gehen und ich mir denke, ich sehe eigentlich nicht wo ich dahin steige, schlängelt sich eine kupferfarbene Schlange über den Trampelpfad. Ich bin freiwillig zurück gegangen. Im nächsten Zoo habe ich eine Schlange gesehen, die meiner extrem ähnlich gesehen hat. Das wäre eine ungiftige mäuse- und rattenfressende Schlange gewesen. Aber man weiß ja nie. Der Turm ist jedenfalls aus allen Richtungen hübsch anzusehen.

Vom Turm hat man sicher eine hervorragende Aussicht ins ‘tiefe Land’, es ist schon von der umgebenden Wiese sehr hübsch, wo sie gerade alle Aufbauten für die Schulen und dem Earth Day abgebaut hatten. Der Gründer des Parks starb btw in Sichtweite vom Turm und wurde auch vor dem Eingang des Turms beerdigt (Schlangenbiss???). Er liebte wohl die Aussicht. BTW, da er geborener Niederländer war, sah er den Hügel wohl auch als riesigen Berg.

Am Weg runter fanden wir Blattpflanzen, die echt große Blätter haben.

Und noch mehr Eidechsen.

Auf der Wiese waren noch mehr Blumen, die mich faszinierten; unter anderem rote Bommelblumen.

Sie haben auch einen weiteren Teil der Gärten vor kurzem eröffnet: Ein Garten für Gemüse und Kräuter (die hatten echt gute Kirschtomaten) und einen Garten zum Toben für die Kinder. Da waren die Schulkinder. Alles sehr schön gestaltet und mühevoll dekoriert.

Danach ging es auf twice the ice Suche und shoppen war angesagt. So schnell vergeht ein ruhiger Tag.