American Rose Society Rose Garden und der Abend in der grünen Wildnis

Ich war schon vor 8 Jahren in dem Rosengarten und hatte damals den Eindruck, daß er es nicht mehr lange machen wird. Habe ich mich also geirrt, wenn ich doch dieses Jahr wieder dort war? Ja und nein.

Aber einmal zum Anfang des Tages zurück. Es schien wie schon den bisherigen Urlaub die Sonne strahlend vom Himmel (die paar Wolken zählen nicht) und die Gegend ist echt grün.

Neu im Rosengarten ist, daß es keinen Eintritt zu bezahlen gibt, sie bitten nur um eine Spende. Wie wir am Eingang waren, sahen wir, daß an dem Tag offenbar Acton geplant war: Easter-Egg Hunting. Jedes Kind konnte sich einen Zutritt zu einer Area kaufen, wo offenbar kleine Geschenke versteckt waren. Damit es gerecht zuging, gab es drei verschiedene Altersgruppen, Eltern durften die Suchfläche nicht betreten. Und wir? Wir hatten Glück, denn wir kamen nach Mittag an und da haben sie schon alles abgebaut.

Der Bereich um das Administration Building ist schön hergerichtet.

Rund um ihr heiliges Denkmal sieht es schon deutlich dünner aus. Die theoretisch mit Rosen vollen Ringe um das Denkmal sind nur schütter mit Rosen bepflanzt, viele stark zurückgeschnitten, manche Ringe ganz leer. Aber es finden sich auch hier einige hübsche Rosen. Leider war auf der Wiese daneben die Futterausgabe für die Eierjagd und es spielte Kinderlieder aus einem krächtzenden Lautsprecher. Schauerlich.

Der Bereich unterhalb des Denkmals ist mit einem Band abgesperrt und das hat so seine Gründe. Dort verwildert alles und manche Wege schauen schon nicht mehr sicher aus. Rosen sind da die Seltenheit.

Am Weg zur wedding chapel haben sie wieder brav gepflegt. Das freut auch meine Frau.

Es mag ja hübsch sein dort zu heiraten, zumindest bemühen sie sich, auch wenn es nur wenige Rosen gibt, aber unsere Hochzeit zuhause kann damit nicht übertroffen werden. Vielleicht sollten wir das professionell anbieten? Winking smile

Auf dem Weg zurück zum Auto haben wir noch ein paar hübsche Blumen gesehen, aber es ist sicher kein geeignetes Zentrum einer Rosenorganisation. Es ist noch nett erhalten, es mag zu späterer Jahreszeit mehr von den Rosen zu sehen sein, aber da müßte noch viel mehr drinnen sein. Ein Gratis-Stop ist super und empfehlenswert, einen botanischen Garten würde ich es nicht nennen.

Vor 8 Jahren habe ich in einem Motel geschlafen, weil es weit und breit keinen Campingplatz gab. Jetzt gibt es einen KOA genau in der Stadt, aber der war natürlich an dem Tag voll. Was tun? Wir sind wieder nach Texas zurück, wo es einen netten Platz mitten im Wald geben sollte. Also los, auf in das waldige Texas.

Traditionell halten wir in Osttexas bei Buc-Eees an; da findet sich immer etwas. Und wenn es das spottbillige Eis für den Kühlschrank ist. Der größte mir bisher bekannte Shop ist kurz vor San Antonio auf der I10. Aber das haben wir ja durch die I20 verpaßt. Welch Überraschung, daß auf dem normalen Highway in den Süden ebenfalls ein Buc-Eees ist, noch größer als der auf der Interstate! So einen Griller hätte ich btw zuhause gerne, aber der kostet schon hier in den USA knappe 2000$! Dafür sind sie nicht arm an Sprüchen.

Weiter ging es über Highways durch viel Wald. Da es in Texas flott zugeht, kann man dort auch 75mi/h offiziell fahren.

Der KOA liegt wirklich mitten im Wald und nach einer kleinen Nachfrage wegen fehlendem Strom am Platz hat uns der Besitzer höchstpersönlich rumgefahren und einen Platz aussuchen lassen. Für die Unannehmlichkeit gab es noch einen Haufen Feuerholz dazu, das wir gerne genutzt haben. So kamen wir zu Camping wie im Nationalpark mit Feuer, aber mit KOA Komfort.

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