Arches NP

Vor dem Vergnügen kommt die Arbeit und die war an dem Tag 400mi lang.

De Temperatur war an dem Tag die Variable. Aufgestanden sind wir bei kühlen 75°F (24°C), in Denver hatte es 85°F (29°C), am Gipfel der I70 auf den Rocky Mountains 50°F (10°C) und in Moab, unserem Ziel, hatte es 106°F (41°C). Was man nicht alles in so kurzer Zeit aushalten muß.

Die Fahrt selbst war wieder vorwiegend lang, über den Rockies waren einige Wolken die rund um den Gipfel auch tröpfelten. Die kurze Idee, in den Rockie Mountain NP zu fahren, wurde also gleich abgehakt.

Zunächst sahen die schneebedeckten Berge noch so weit entfernt aus, aber wir kamen ihnen echt nahe. Aussteigen im T-Shirt ging echt nur für gaaaanz kurze Zeit.

In Colorado sind wir auch in einer Baustelle kurz zu einem Burger King geflüchtet, denn draußen sitzen war auch nach dem Gipfel nicht so der Renner. Nicht weil man gebraten worden wäre, sondern weil die Frostbeulen echt eine Gefahr waren. Vielleicht traf es uns aber auch besonders hart, weil wir schon garnicht mehr wußten was Temperaturen unter 30°C waren.

Sechs Stunden später waren wir, dank der Highspeed Interstate in Utah mit 80mi/h, in Moab. Wir wären auch früher dort gewesen, wenn Colorado nicht überall Baustellen hätte und zur Sicherheit aller gleich mal 45 oder 35mi/h (AUF DER AUTOBAHN) verhängt. Die Strecke war jedenfalls zum größten Teil nach den Rockies nicht mehr wirklich spannend.

Nach dem Zeltaufbau in Moab (da waren fast alle Plätze ausgebucht, Schatten existierte nicht wirklich!) ging es am Nachmittag noch in den Arches NP. Einen kurzen Abstecher wollten wir machen, weil wir hatten ja noch ein wenig Zeit am nächsten Tag; dachten wir zumindest damals noch. Der steile Anstieg vom Highway war jedenfalls im Auto harmlos, wie man das bei 41°C mit einem Fahrrad machen wollte war mir nicht so ganz klar.

Gleich am Anfang geht es an der Park Avenue vorbei zu den drei Schwestern.

An knubbeligen Felsen vorbei kommt man zum Balanced Rock. Das nahmen wir uns alles für den kommenden Tag vor.

Erst danach wird es langsam klar, warum der Park Arches heißt. Es tauchen langsam die ersten Steinbrücken links und rechts der Straße auf.

Beim Devils Garden sind wir ausgestiegen und hofften, bei der nun nachmittäglichen ‘Kühle’ von 41°C wenigstens ein wenig hineinwandern zu können. Wir hatten brav eine Gallone an Wasser mit. Die natürlich geschleppt werden mußte.

Die meisten kamen uns mit keinem oder einem Miniflascherl Wasser entgegen und sahen ziemlich verdorrt aus. Lesen ist offenbar nicht jedermanns Kunst.

Am Ende des breiten Trampelpfades sieht man das Landscape Arch, das immer noch unverdrossen steht, auch wenn die Spezialisten gemeint haben, es wird nur mehr ein paar Tage stehen. Es steht aber schon seit Jahren, seitdem sie das so geschätzt haben.

Astrid war hier an ihrer Temperaturgrenze, ich wollte noch ein wenig weiter, zumindest bis zum Navajo Arch. Viel länger wäre es an dem Nachmittag nicht mehr gegangen und die 41°C machten es echt nicht leichter. Ich bin jedoch nur wenige Meter weiter gescheitert, denn der Anstieg zum Navajo Arch geht hier rauf.

Ich wollte zur Absicherung meine Hände verwenden, aber das ging einfach nicht. Ohne Handschuhe kann man den Felsen einfach nicht angreifen. Da kann man höchstens Spiegeleier drauf braten. Ich habe daher den Rückzug angetreten, denn Brandblasen an Fingern brauche ich echt nicht. Daher hier gleich noch ein paar Ansichten vom Landscape Arch.

Da wir so noch ein wenig Zeit bis zum Abend hatten, ging es zum Wahrzeichen des Parkes, dem Delicate Arch. Wir sind nicht raufgejappelt (wieder die 41°C Ausrede), aber man sieht es auch gut vom Parkplatz aus.

Damit blieb uns nach der Fahrt auf den Campingplatz noch ein gemütlicher Abend unter sternenklarem Himmel. Und die große Frage: Wie würde ATV Fahren am nächsten Tag werden?

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