Der Auszug aus dem Paradies (auf der Eingangstafel steht ganz unten: welcome to paradise) ging mit einem weinenden Auge von statten: Es war perfektes Wetter, das wir hinter uns lassen mußten.
Wir sollten eigentlich nicht unbescheiden sein, denn wir hatten 5 Tage im Paradies und keiner war völlig unbrauchbar, wie es laut Erzählungen vor unserer Ankunft war. Es war halt nur hart, an einem perfekten Sonnentag von dort wegzufahren. Das will wohl niemand.
Der Tag war aber trotz des Abschiedsschmerz hektisch. Wir hatten noch eine Tour raus zum Riff gebucht, mußten den Platz aber schon um 12 geräumt haben.

Also alles einpacken, vor zur Marina und los ging es. Astrid war mit anti motion sickness Pulver abgefüllt. Die Sicht am Riff war im Gegensatz zu allen Vortagen ganz gut, sie war aber auch genauso ehrlich gesagt weit weg von perfekt. Es waren halt immer noch die Nachwirkungen des Sturms zu bemerken.

Astrid hat es relativ lange im Wasser ausgehalten, ist aber dann doch etwas früher als alle anderen an Bord gegangen. Man muß es ja nicht übertreiben.

Ich konnte einige sehr hübsche Fotos hinbekommen, Sonne gab es ja genug.

Auch wenn das unsere letzte Rifffahrt für den Besuch war, wir waren uns sicher, wir kommen wieder. Und so konnte ich mir genug Zeit lassen, um das Licht richtig hinzubekommen, damit man die restliche Trübung nicht so gar arg sieht.

Ich könnte dort täglich mehrere Stunden rumschwimmen. Aber dazu bräuchte man schon ein eigenes Boot…

Naja, es blieb uns dann leider nicht mehr viel anderes als in Richtung Miami aufzubrechen. Es war sehr warm und sehr sonnig. Vor Miami türmten sich aber natürlich aus purer Bosheit ein paar Wolken zu einem Gewitter zusammen. So mußten wir den Fruchtstand im Regen besuchen, denn ohne einen Besuch konnten wir nicht durch Miami fahren. Dieses mal waren es Litschis frisch vom Strauch. Da haben wir mehr als nur ausgiebig zugeschlagen. Muß es nicht herrlich sein, dort zu wohnen, warmes Wetter zu haben und dieses geniale Obst und Gemüse essen zu können?

Die Wolken haben sich floridatypisch schnell wieder verzogen, sodaß wir einen super Abend verbringen konnten. Dieses mal schafften wir es uns rechtzeitig die Minigolfschläger auszuborgen und so konnten wir für die teure Resortgebühr wenigstens gratis MInigolf spielen. Für einen Campingplatzkurs ziemlich genial.

Am Abend hatten wieder etwas Leckeres vom Grill (ja Publix mußten wir ja auch bald verlassen) und schon gab es zwei happy Camper…