Das Zelt stand total im Schatten, aber trotzdem war es in der Früh ungewöhnlich hell. Die Erklärung war schnell gefunden: Der Himmel war wolkenlos und die Sonne knallte ziemlich runter. Für das gemütlichen Frühstück mußten wir den Tisch in den Schatten tragen. So viel Sonne waren wir schon fast nicht mehr gewöhnt. Nur ein Iguana schaute uns im Baum sitzend zu.

Wir sind danach in die Marina gefahren und haben nach den Bedingunegn am Riff gefragt. Die Sicht war nahezu gleich schlecht, dafür waren die Wellen auf 2ft angewachsen. Das wollten wir uns sparen und wir sind daher gleich an den Strand gefahren, denn dort war heute auch volle Sonne und wir erwarteten uns viel vom Schnorcheln. Im Gegensatz zum Riff waren hier fast garkeine Wellen.

Gleich zu Beginn fanden wir wieder ein seltsames Wesen in einem Loch. Wenn wer weiß was das ist, einfach melden. Nur das ist kein Quiz, wir haben echt keine Ahnung.

Die Fische am Strand sind i.A. kleiner als am Riff. Man sieht schon auch den 1.5m Barracuda im ganz seichten Wasser, aber generell sind die Fische eher kleiner. Die Suche ist daher ein wenig schwieriger.

Die blau/gelben Fische sind sehr mutig. Egal ob es ein Loch oder ein Stein ist, es wird beinhart verteidigt. Sie schwimmen auf einen zu und stellen einen. Es ist daher i.A. schwer ein g’scheites Foto zu bekommen. Man muß probieren.

Diese kofferfischartigen Fische sind leicht zu finden, sie wollen aber nicht gerne fotographiert werden. Man rennt ihnen ewig hinterher und wenn man zu nah kommt, geben sie voll Gas.

Der nächste Fisch ist sicher 30cm lang, aber man sieht ihn echt schwer. Er liegt einfach so am Boden rum und rührt sich nicht. Ihr seht ihn eh, oder?

Wieder so ein Steinverteidiger, der einem vor die Nase schwimmt und droht. ‘Mein STEIN!’.

Diese Sorte kommt gerne in kleinen Gruppen vor, ist aber überraschend scheu und macht sich gerne schnell aus dem Staub. Bei Sonne waren heute alle Fische viel nervöser und versteckten sich schneller. Sonne hat scheinbar auch seine Nachteile.

Wenn man viele Fische sehen will, muß man einen möglichst großen Stein suchen. Wo der Stein ist, sind auch die Fische.

Mit dem Antiseekrankpulver ging es Astrid heute besser, aber ewig geht das auch nicht gut. Wir sind vom Schnorcheln daher zum Plantschen übergegangen. Das seichte Wasser hatte sicher mehr als Körpertemperatur.

Zur Mittagspause sind wir wieder zum Publix gefahren, denn dort gibt es sehr lecker Essen für den Abend, aber auch sehr gutes und günstiges Essen zum Mitnehmen. Heute hatten wir Salat, Mojo Pork und Astrid hatte Chickenpopcorn. Sehr gut.
Beim Rausgehen trifft einen der übliche Schlag, denn die Innenräume werden auf Arktistemperatur gekühlt und draußen hatte es gemessene 32°C, laut Wetterdienst gefühlt wie 41°C. Also nichts wie zurück ins Wasser. Andere haben sich die Sonnenschirme schon INS Wasser gestellt.

Die Sonne stand tiefer, brachte aber noch einmal sehr gute Fotos zu Tage.

Selbst ein seltener Seestern wurde von Astrid entdeckt.

Barfuß sollte man nicht weiter als zur Sandgrenze gehen. In den Felsen sind vereinzelt auch Seeigel zu finden. Auch da schwimmen kleine Fische herum.

Zu guter letzt hat Astrid noch eine winzige Anemone gefunden. Voll süß!

Den Rest des Nachmittags haben wir Ball gespielt (sowas kann man günstig kaufen) und schon war ein genialer Tag am Strand (eher im Wasser) vorbei. Am Abend sind wir zum Sonnenuntergang gefahren, denn das war die einzige Chance auf Bahia Honda einen zu sehen. Ganz bis zum Wasser hat er es wegen einer Wolke ncht geschafft und jetzt geht die Sonne noch hinter der neuen Brücke unter, aber es ist auch sehr schön. Einen Angtrag mußte ich ja jetzt hier nicht mehr planen. Bei den Wetterkapriolen wäre das nervenaufreibend geworden.
