Technikspielecke: Zelt

Astrid hat sich immer beschwert, daß das Zelt zu klein ist. Man bekommt nix unter und man hat keinen Vorbau. Also hat sie den Deal mit mir gemacht, es gibt nur unbedingt notwendige Motels, wenn wir ein größeres Zelt kaufen.

Also haben wir noch kurz vor dem Wegfahren ein vaude Mark 4 XL gekauft. Das Ding ist höllisch teuer, auch für vaude Verhältnisse. Dafür passen angeblich 4 Leute in die Schlafkammer, wobei ich eher von 3 realistisch ausgehe. Und wir zwei haben bequem Platz. Die Queensize Luftmatratze hat links und rechts noch genug Platz, um seine Füße hinzustellen. Zusätzlich kommt man vom Eingang nicht gleich ins Freie, sondern hat einen Vorbau (ohne Boden), wo man Sachen lagern kann. Da gehen sicher auch Fahrräder rein. Und wenn man die Schlafkammer aufmacht, sieht keiner rein.

Das Gestänge ist aus gutem Aluminium, die Enden auch. Leider ist der Halter für die Zusatzstange nur aus Kunststoff, der Haltehaken sogar aus hartem Klarkunststoff. Bei dem Preis hätte das wohl auch Aluminium sein sollen. Auch die Haken für die Gummikordel sind aus Kunststoff und wirklich mühsam zum Einhängen. Die Reklame für die alten Zelte, man kann das auch mit Handschuhen aufbauen, können sie vergessen.

Die alten Mark- und Spacezelte waren viereckig. Sie brauchten theoretisch nur an jeder Ecke einen Haken. Man hätte die im Notfall auch weglassen können. Das Zelt braucht MINDESTENS 12 eingeschlagene Haken. Sonst wird das nix. Auch alleine Aufbauen geht bei dem Zelt, aber es wird extrem mühsam. Die alten waren alleine überhaupt kein Thema.

Dafür sind die Stoffe jetzt so dicht, daß es innen quasi windstill ist. Selbst bei Gewitter wackelt das Zelt, man merkt aber nichts vom Wind. Dafür ist der Einsatz in warmen Gegenden wohl eingeschränkt, denn so wird es ziemlich warm im Zelt. Das hat uns erst einmal getroffen, da hat dann der kleine Ventilator ausgeholfen.

Das Einrollen und Einpacken geht dafür super. Der mitgelieferte Packsack ist sehr einfach nutzbar. Wir packen das Ding daher jeden Tag zurück in den Sack.

Zum Abschluß die Frage: gut oder schlecht? Das kann ich jetzt nicht so genau sagen. Der Preis ist definitiv zu hoch, auch wenn das Zelt extrem leicht und klein ist. Aber den Teil nutze ich nicht so sehr (hab’s im Auto liegen). Die Größe ist sehr nett, der Aufbau ist aber wesentlich komplizierter geworden und ohne Nägel (auf steinigem Grund) geht da garnix. Wenn es aber mal steht, ist es angenehm in der Nutzung für zwei.

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