Das Naval Aviation Museum

Unsere Reise war heute wieder sehr unbestimmt mit dem Ziel, denn das Wetter hat sich einmal mehr nicht an den Wetterbericht gehalten. Trotzdem schaut das Ergebnis auf der Karte recht einleuchtend aus.

Es sollte am Vormittag in Perry bewölkt aber trocken sein, am Nachmittag sollte die Sonne scheinen; in Pensacola sogar schon früher. Klingt nach einem simplen Wetterbericht. Aufgewacht sind wir wieder bei Nieselregen, alles war naß, besonders das Zelt. Wetterbericht schreiben hat irgendwie nix mit Wissenschaft zu tun, wohl eher was mit Würfeln.

Na egal, nach einem Feuchten einpacken ging es direkt nach Pensacola, bei Nieselregen werden höchstwahrscheinlich keine Monarchfalter in St. Marks sein. Das Wetter auf der Autobahn sah jetzt auch nicht gerade berauschend aus.

Auf halber Strecke nach Pensacola, laut Wetterbericht hätten wir die Sonne sehen sollen, war es zumindest phasenweise trocken.

Gerade wie wir überlegt haben auch Pensacola auszulassen und direkt nach Baton Rouge zu fahren, kam ein blaues Loch daher.

Das war natürlich nur klein und schon stand auf meinem TomTom ein neues Ziel, bis wir zur Brücke nach Pensacola kamen. Da war ein riesiges blaues Loch zu sehen, dahinter aufgelockerte Bewölkung.

Ein Stopp beim gratis WLAN vom Mäcki (nicht nur die WCs sind gratis Smiley) bestätigte, es ist nur mehr aufgelockert bewölkt. Also blieben wir doch in Pensacola. Bei einem schnellen Einkauf von Eis und Kleinigkeiten, fand ich wirklich gut gelungene Halloween Cupcakes.

Das Zelt war schnell aufgebaut und da sich der Strand mit den restlichen Wolken nicht so gut machte, ging es ins nahegelegene Naval Aviation Museum, das ich schon 2009 besucht hatte.

Es war auch keine schlechte Entscheidung ins Museum zu gehen, denn nur eine halbe Stunde und eine Kontrolle beim Airforceeingang später, waren die Wolken wieder dicht. Bravo Vorhersage.

Neu ist die 100% ID check Regel. Nicht nur beim Airforcebase-Eingang muß man einen Ausweis herzeigen und bestätigen, daß man keine Waffe bei sich hat, nein, bei jedem Betreten eines Gebäudes macht man das wieder. Die gute Dame darf den Ausweis aber nicht berühren. Ich bin mir sicher, so ein Lichtbildausweis hat auch praktische Auswirkungen. Wenn da einer Amok rennt, weiß man wenigstens, wer alle erschossen hat. Der Lichtbildausweis wird sicher die Sicherheit erhöhen.

Das Museum ist aber immer noch gratis und die bemühten Damen immer noch nett. Neu ist ein dritter Hangar mit eher neuen Flugzeugen. Der dritte Hangar ist aber jetzt schon knackvoll, sie sollten also schon nach dem vierten Ausschau halten.

Sie haben auch den meistfotographierten Hubschrauber vor Ort. Navy 1, der Hubschrauber des Präsidenten.

Weil sie so viele Blue Angels Flugzeuge haben, werden nicht nur in der Ehrenhalle welche gezeigt, sondern auch draußen am Weg zum neuen Hangar und im neuen Hangar.

Das mit der Anzahl an Propellerschaufeln habe ich noch nie kapiert. Beim ersten Bild oben haben die inneren Motoren eine andere Anzahl als die äußeren. Zu Beginn der Propeller hat man immer nur 2 Schaufel verwendet. Aber solche Kreissägepropeller hatte ich noch nie.

Die kleine Weltraumabteilung, die Navy ist ja auch bei sowas dabei, zeigt einen original Mondstein, die Uhr von der letzten Mondwanderung und ein Mondmobil. Cool sind die verwendeten Lautsprecher. Von der Seite hört man nur recht leise den Ton zum Video, am richtigen Punkt (vor dem Video) stehend, glaubt man mitten drin zu sein. Sowas bräuchte ich zuhause für den Fernseher.

Eine ganze Abteilung zeigt Weltkrieg II Flugzeuge, natürlich mit Navybezug wie Flugzeugträger.

Eines der coolsten Ausstellungsstücke ist dieses schwimmend/fliegende Monster aus Holz.

Daneben sind die Weltkieg I Flugzeuge mit Bodenpersonal und allem drum und dran.

Auch Experimentalflugzeuge sind zu sehen. Die Deutschen haben mit ‘schwanzlosen’ Flugzeugen angefangen, die Leute in den USA haben auch rumexperimentiert. So richtig geworden ist es nie was, aber man kann sie noch heute sehen.

Das aufgeschnittene Flugboot schaut immer noch cool aus. Eigentlich groß, aber wie viele Leute da reingequetscht waren…

Nett auch wie sie die Weltkriegsflugzeuge der Deutschen zeigen und wie USA Piloten sie nach Kriegsgewinn ‘probegeflogen’ haben und die USA nur zwei oder drei Jahre später selbst plötzlich Düsenflugzeuge entwickelt hat. Zufälle gibt es da…

Für den nächsten Tag war mal wieder strahlender Sonnenschein angesagt. Mal sehen was daraus geworden ist.

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