Das seltene Experimentalflugzeug Convair XFY-1 Pogo aus silbernem Metall steht in einer weitläufigen Ausstellungshalle, flankiert von weiteren historischen Flugzeugen auf hellem Steinboden unter einer Stahlträgerkonstruktion

Das Naval Aviation Museum

Unsere Reise war heute wieder sehr unbestimmt mit dem Ziel, denn das Wetter hat sich einmal mehr nicht an den Wetterbericht gehalten. Trotzdem schaut das Ergebnis auf der Karte recht einleuchtend aus.

Es sollte am Vormittag in Perry bewölkt aber trocken sein, am Nachmittag sollte die Sonne scheinen; in Pensacola sogar schon früher. Klingt nach einem simplen Wetterbericht. Aufgewacht sind wir wieder bei Nieselregen, alles war naß, besonders das Zelt. Wetterbericht schreiben hat irgendwie nix mit Wissenschaft zu tun, wohl eher was mit Würfeln.

Na egal, nach einem Feuchten einpacken ging es direkt nach Pensacola, bei Nieselregen werden höchstwahrscheinlich keine Monarchfalter in St. Marks sein. Das Wetter auf der Autobahn sah jetzt auch nicht gerade berauschend aus.

Blick aus der Windschutzscheibe auf eine nasse Freilandstraße im dichten Nebel, gesäumt von grünem Bewuchs und Bäumen unter trübem, grauen Himmel

Auf halber Strecke nach Pensacola, laut Wetterbericht hätten wir die Sonne sehen sollen, war es zumindest phasenweise trocken.

Eine gerade Asphaltstraße mit weißer Bodenmarkierung führt durch eine sanft hügelige Wiesenlandschaft, flankiert von dichten Baumreihen unter schwerem, bewölktem Himmel

Gerade wie wir überlegt haben auch Pensacola auszulassen und direkt nach Baton Rouge zu fahren, kam ein blaues Loch daher.

Blick durch die Windschutzscheibe auf eine mehrspurige Fahrbahn mit dunklem Asphalt, flankiert von dichtem Wald und bedecktem Himmel mit hellen Wolken

Das war natürlich nur klein und schon stand auf meinem TomTom ein neues Ziel, bis wir zur Brücke nach Pensacola kamen. Da war ein riesiges blaues Loch zu sehen, dahinter aufgelockerte Bewölkung.

Blick über die Fahrbahn der Pontchartrain Causeway Bridge in Louisiana mit grauem Asphalt, massiven Betonteilen an den Rändern, hohen Lichtmasten und vereinzelten Autos im Gegenverkehr unter blauem, wolkenverhangenem Himmel

Ein Stopp beim gratis WLAN vom Mäcki (nicht nur die WCs sind gratis Smiley) bestätigte, es ist nur mehr aufgelockert bewölkt. Also blieben wir doch in Pensacola. Bei einem schnellen Einkauf von Eis und Kleinigkeiten, fand ich wirklich gut gelungene Halloween Cupcakes.

Eine rechteckige Plastikpackung birgt mehrere Cupcakes mit oranger Marmeladeglasur und darauf platzierten schwarzen Spinnen aus Lakritze

Das Zelt war schnell aufgebaut und da sich der Strand mit den restlichen Wolken nicht so gut machte, ging es ins nahegelegene Naval Aviation Museum, das ich schon 2009 besucht hatte.

Ein olivgrünes Wurfzelt steht auf sandigem Boden unter schattigen Bäumen. Im Hintergrund erheben sich zwei türkisblaue Mobilheime mit grauen Blechdächern und davor stehen rote Jausentische

Es war auch keine schlechte Entscheidung ins Museum zu gehen, denn nur eine halbe Stunde und eine Kontrolle beim Airforceeingang später, waren die Wolken wieder dicht. Bravo Vorhersage.

Das graue Kampfflugzeug ragt steil in den trüben Himmel, während davor ein Gehsteig, geschnittene Sträucher und Passanten zu sehen sind

Neu ist die 100% ID check Regel. Nicht nur beim Airforcebase-Eingang muß man einen Ausweis herzeigen und bestätigen, daß man keine Waffe bei sich hat, nein, bei jedem Betreten eines Gebäudes macht man das wieder. Die gute Dame darf den Ausweis aber nicht berühren. Ich bin mir sicher, so ein Lichtbildausweis hat auch praktische Auswirkungen. Wenn da einer Amok rennt, weiß man wenigstens, wer alle erschossen hat. Der Lichtbildausweis wird sicher die Sicherheit erhöhen.

Das Museum ist aber immer noch gratis und die bemühten Damen immer noch nett. Neu ist ein dritter Hangar mit eher neuen Flugzeugen. Der dritte Hangar ist aber jetzt schon knackvoll, sie sollten also schon nach dem vierten Ausschau halten.

Im National Museum of the United States Air Force steht das dunkle Flugboot Consolidated PB2Y Coronado mit vier Propellermotoren in einer weitläufigen, hellen Ausstellungshalle Das National Naval Aviation Museum in Pensacola präsentiert eine große Ausstellung historischer Flugzeuge, darunter ein großes weißes Flugboot, Hubschrauber und eine Apollomondfähre mit goldener Verkleidung auf einer grauen Plinthe

Sie haben auch den meistfotographierten Hubschrauber vor Ort. Navy 1, der Hubschrauber des Präsidenten.

Der dunkelgrün-weiße Präsidentenhelikopter Marine One steht in einer hellen Halle vor einer großflächigen Fototapete des Weißen Hauses. Auf der ausgefahrenen Stiege postiert sich eine lebensechte Marine-Uniformpuppe, während rechts im Raum Flaggen und Vitrinen aufgestellt sind

Weil sie so viele Blue Angels Flugzeuge haben, werden nicht nur in der Ehrenhalle welche gezeigt, sondern auch draußen am Weg zum neuen Hangar und im neuen Hangar.

Ein dunkelblauer Kampfjet der Blue Angels steht auf glänzendem Betonboden in einer weitläufigen Flugzeughalle, flankiert von einer US-amerikanischen Fahne und einer Flaggenreihe an der Wand

Das mit der Anzahl an Propellerschaufeln habe ich noch nie kapiert. Beim ersten Bild oben haben die inneren Motoren eine andere Anzahl als die äußeren. Zu Beginn der Propeller hat man immer nur 2 Schaufel verwendet. Aber solche Kreissägepropeller hatte ich noch nie.

Ein graues Propellerflugzeug mit charakteristischer Radarkuppel steht in einer hellen Museumshalle auf einem glatten Boden, im Hintergrund prangt eine große US-Flagge

Die kleine Weltraumabteilung, die Navy ist ja auch bei sowas dabei, zeigt einen original Mondstein, die Uhr von der letzten Mondwanderung und ein Mondmobil. Cool sind die verwendeten Lautsprecher. Von der Seite hört man nur recht leise den Ton zum Video, am richtigen Punkt (vor dem Video) stehend, glaubt man mitten drin zu sein. Sowas bräuchte ich zuhause für den Fernseher.

Das Lunar Roving Vehicle mit silbernem Metallgestell, orangefarbenen Kotflügeln und montierter Antenne steht hinter einer Glasscheibe auf künstlichem Mondstaub, flankiert von einer Schautafel mit der Aufschrift „Lunar Rover“ und einer großflächigen Hintergrundfotografie Ein kleines, braunes Mondgestein liegt in einer hell leuchtenden, runden Acrylkugel auf einer metallenen Unterlage, versehen mit dem englischen Text zur Apollo-17-Mission von 1972 und dem NASA-Logo im unteren Bereich

Eine ganze Abteilung zeigt Weltkrieg II Flugzeuge, natürlich mit Navybezug wie Flugzeugträger.

Mehrere historische Militärflugzeuge und ein Schiffsaufbau hängen unter der stählernen Decke einer hellen Ausstellungshalle des National Naval Aviation Museum in Pensacola

Eines der coolsten Ausstellungsstücke ist dieses schwimmend/fliegende Monster aus Holz.

Das riesige Caproni Ca.60 Flugboot mit seinen hölzernen Tragflächen und Propellern thront im Ausstellungssaal des Museums, flankiert von kleineren Doppeldeckern und historischen Flugzeugteilen auf hellem Steinboden

Daneben sind die Weltkieg I Flugzeuge mit Bodenpersonal und allem drum und dran.

Ein graues historisches Flugzeug hängt an Stahlseilen von der Hallendecke, während im Hintergrund weitere Flugapparate in einer weitläufigen Ausstellung stehen

Auch Experimentalflugzeuge sind zu sehen. Die Deutschen haben mit ‘schwanzlosen’ Flugzeugen angefangen, die Leute in den USA haben auch rumexperimentiert. So richtig geworden ist es nie was, aber man kann sie noch heute sehen.

Das seltene Experimentalflugzeug Convair XFY-1 Pogo aus silbernem Metall steht in einer weitläufigen Ausstellungshalle, flankiert von weiteren historischen Flugzeugen auf hellem Steinboden unter einer Stahlträgerkonstruktion

Das aufgeschnittene Flugboot schaut immer noch cool aus. Eigentlich groß, aber wie viele Leute da reingequetscht waren…

Im weitläufigen, hellen Museumssaal steht ein graues Flugboot mit freiliegendem Spantengerüst im Rumpfbereich, während an der Decke ein weißer Tragflächenabschnitt befestigt ist

Nett auch wie sie die Weltkriegsflugzeuge der Deutschen zeigen und wie USA Piloten sie nach Kriegsgewinn ‘probegeflogen’ haben und die USA nur zwei oder drei Jahre später selbst plötzlich Düsenflugzeuge entwickelt hat. Zufälle gibt es da…

Für den nächsten Tag war mal wieder strahlender Sonnenschein angesagt. Mal sehen was daraus geworden ist.

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