Heute sind wir nur zu den Stränden gefahren, nicht einmal Eis holen waren wir; daher wieder keine Karte. Wir sind immer noch im Bahia Honda SP.
Das Wetter war von der Früh weg sehr sonnig. Eine einzige dunkle Wolke hat sich beim Aufstehen gezeigt, die aber dann ganz schnell verschwunden ist. Kein Regen, kein Gewitter, einfach schönes Wetter.

Es war aber nicht schön genug für eine Schnorcheltour. Sie wurde auch heute abgesagt. Ob es die Quallen waren, oder zu viel Wind, man weiß es nicht so genau. Ich wurde jedenfalls langsam angefressen auf die Leute. Vielleicht sollte ich mal andere Touren außerhalb des Parks probieren? Mal sehen wie es am Freitag aussehen würde.
Wir haben uns daher auf den Südstrand zurückgezogen, wo es wirklich sonnig und schön war. Durch den leichten Wind ist auch das Seegras völlig verschwunden, reines türkisblaues Wasser erwartete den Badegast. Ich habe mich auch wieder mit dem Schnorchel bewaffnet und bin mit der Kamera unter Wasser ausgerückt. Prinzipiell waren an dem Tag leider weniger Fische zu sehen als an den Vortagen, hängt wohl vom Wetter ab. Dafür waren es zum Teil auch wieder neue Fische. So wie der folgende, der irgendetwas von einem Kofferfisch hat, sich auch mit seinen Brustflossen propellerartig fortbewegt, aber eine viel rundere Form hat. Er ist aber nicht scheu wie die anderen, sondern läßt sich im Zweifelsfall einfach auf den Boden fallen und wartet ab. Gut zum Fotographieren.

Durch das Seegras huschen auch anständige Brocken. Wieder so ein Nachtmahl für eine Person. Denen sind auch Menschen voll egal, sie schwimmen einfach dahin. Wenn man Glück hat, an einem direkt vorbei.

Wenn die Sonne voll scheint und man genau ins Seegras schaut, schwimmen auch dazwischen einige kleinere Fische herum.

Die Quallenplage war in Strandnähe nicht wirklich zu bemerken. Ich habe an dem Tag vielleicht 4 Moon Jelly Fish gesehen.

Kofferfische waren auch an dem eher schwachen Tag einige zu sehen, aber alle sehr scheu und maximal von hinten zu fotographieren. Nur einer hat für mich eine Ausnahme gemacht.

Ganz besonders toll ist Seegras mit Ausblick. Das lieben die Fische und dort kommen sie in Scharen vor.

Außer, man ist groß, dann schwimmt man wieder ohne Deckung herum.

Auf den letzten Strandfotos habe ich angeschwemmte Bäume gezeigt. Dieses mal bin ich von der Wasserseite gekommen und das scheint der volle Hit zu sein. Überall schwimmen die Fische beim Holz herum.

Das mit den wenigen Fischen ist auch nur relativ zu sehen. In Summe waren es an dem Tag sicher viel mehr Fische, denn ein paar Schwärme zogen in Strandnähe herum. Wenn man da im Wasser stand, wurde man einfach umgeschwommen. Heißt, sie sind einfach gegen einen geknallt und/oder sind einen angesprungen. Klein sein und mit offenem Mund dastehen wird hier mit frischem Fisch im Mund belohnt.
Unter Wasser sieht das dann so aus.

Gleich neben den wenigen Badegästen schwamm ein ziemlich großer Rochen rum. War ihm auch egal, daß da Füße im Wasser rumstehen.

Wenn man in 1 bis 2m Tiefe sehr vorsichtig und genau schaut, findet man diese barschartigen Fische. Sie knabbern an Pflanzen und ihr Tarnung ist ganz gut, obwohl sie sicher 15cm lang sind. Wenn sie eine Gefahr sehen, verbiegen sie sich und lassen sich zu Boden fallen. Man muß schon sehr nahe kommen, damit so ein Fisch die Flucht ergreift.

Am Übergang zwischen Gras und Sand gibt es vorwitzige Fenstergucker. Eigentlich im Gras, aber doch mit Sicht auf den Sand.

Die reinen Sandbewohner sind farblich ziemlich gut getarnt. Da muß das Licht richtig kommen, damit man die noch sieht.

Ah ja, Licht. Was passiert jeden Tag und hat mit Licht zu tun? Und alle wollen es sehen? Der Sonnenuntergang. Hier im Statepark gibt es sogar einen eigenen Sonnenuntergangstarif. Bisher waren am Abend immer irgendwelche Wolken am Horizont und haben den Sonnenuntergang unhübsch gemacht. Am 4. Tag hatte ich aber Hoffnungen.

Ich dachte es ist eine gute Idee den Sonnenuntergang VON der Brücke zu sehen, aber das haben sie irgendwie verhindert. Das letzte Segment war immer zugänglich als Aussichtsterrasse. Das haben sie jetzt auch wegen statischer Bedenken gesperrt. So sieht man leider wenig von der restlichen Brücke.

Also wieder runtergehatscht und das Schauspiel vom Strand beobachtet. In letzter Sekunde ist aber auch da eine Wolke gekommen und hat das Durchscheinen der Brücke verhindert. Trotzdem ziemlich hübsch.

Zumindest ich werde bei Sonnenuntergängen immer ur romantisch. Da fällt es einem noch viel mehr auf, daß die geliebte Freundin zu Hause bleiben mußte. Aber eins ist sicher: Das nächste mal stehe ich mit ihr da, Hand in Hand.

Der nächste Tag hätte der Abreisetag werden sollen. Weil aber die Wettervorhersage zunächst gemeint hat, daß es erst da sonnig wird, haben wir noch einen Restplatz für eine weitere Nacht genommen. Wir mußten daher am nächsten Tag nur Platz wechseln, nicht wegfahren. Also ein weiterer Tag im Paradies.